vetevo

Dein Haustier und COVID-19 - das musst du als Tierbesitzer wissen

Das neue Coronavirus SARS-CoV-2 verbreitet sich rasant und die Menschheit ist sichtlich besorgt. Diese Sorge spiegelt sich auch bei Tierbesitzern wieder, die nicht genau wissen, was sie noch glauben können.

Um allen Mythen um das Virus bei Haustieren ein Ende zu bereiten, haben wir alle Fakten für dich zusammengefasst. Bei neuen Erkenntnissen werden wir diesen Artikel dementsprechend bearbeiten. (Stand: 18.03.2020) 

Inhaltsverzeichnis:

Tiere sind natürliche Träger von Coronaviren (generell, nicht nur von Covid-19)

Coronaviren gibt es in der Tierwelt schon lange. Häufig rufen sogenannte Alpha-Coronaviren Symptome wie Durchfall und Erbrechen bei Tieren hervor. Sie haben allerdings nichts mit dem neuen SARS-CoV-2 Virus zu tun.

Während Hunde beispielsweise an 2 verschiedenen Alpha-Coronaviren erkranken können, erkranken Katzen an einem Alpha-Coronavirus, der mit 2 Subtypen einhergeht. 

Das SARS-CoV-2 gehört zu den Beta-Coronaviren und ist eine neue Form des Virus. Vor seinem Ausbruch in Wuhan, China im Dezember 2019 war es unbekannt. 

Kann es zu einer akuten Erkrankung meines Tieres kommen?

Laut der World Health Organization (WHO) gibt es bisher keinen Nachweis dafür, dass Hunde und Katzen an dem neuen Virus erkranken können. Es besteht für sie keine akute Gefahr.

Bislang ist ein Hund in Hong Kong positiv getestet worden, dessen Besitzerin mit SARS-CoV-2 infiziert war. Bei seiner Untersuchung wurde jedoch eine sehr geringe Konzentration des Virus festgestellt. Er zeigte keine Symptome einer Erkrankung. 

Besteht eine Ansteckungsgefahr zwischen Tier und Mensch?

Es gibt bisher keinen Grund zur Annahme, dass sich das Virus von Haustieren auf den Menschen, oder anders herum überträgt. Du kannst in dieser Zeit weiterhin getrost mit deinem Vierbeiner kuscheln und spielen.

Wissenschaftler empfehlen trotzdem auf eine sorgfältige Hygiene nach dem Kontakt mit Haustieren zu achten. Regelmäßiges Händewaschen bleibt die beste Vorsorge. 

Wie bereits erwähnt: Tiere erkranken nach aktuellen Informationen nicht an Covid-19. Um kein Risiko einzugehen, solltest du aber den direkten Kontakt mit Nase und Mund deines Haustieres vermeiden. 

Ergänzend dazu, sollte auch keine andere Person deinen Hund anfassen. Auch wenn das Virus nicht von Hund auf den Menschen übertragbar ist, können die Coronaviren möglicherweise auf dem Fell eine Zeit lang überleben. 

SARS-CoV-2 wird von Mensch zu Mensch übertragen. Das Virus verbreitet sich durch Tröpfchen, die bei Husten, Niesen, oder beim Ausatmen von infizierten Personen auf Oberflächen und Objekten verteilt werden. 

Was mache ich, wenn es zu einer vollständigen Ausgangssperre kommt?

Grundsätzlich haben alle Tiere Grundbedürfnisse, die von ihren Tierbesitzern erfüllt werden müssen. Von einer Ausgangssperre wären besonders Hunde- und Pferdebesitzer stark beeinträchtigt.

In Ländern wie Italien, Spanien und Österreich gilt derzeit: Hundebesitzer dürfen während Sperre mit ihren Hunden spazieren gehen. Sie müssen aber Folgendes beachten: 
  • Spaziergänge sollten in der Nähe der Wohnung stattfinden.
  • Ein Personalausweis, Reisepass oder Führerschein muss stets mitgeführt werden. 
  • Die Person sollte allein unterwegs sein. 
  • Es muss ein Sicherheitsabstand zu anderen Menschen und Tieren eingehalten werden. 
  • Nach Rückkehr müssen gründlich die Hände gewaschen werden. 
Sollte es soweit in Deutschland kommen, wird das zuständige Gesundheitsamt detaillierte Informationen zum Verhalten in der Quarantäne zur Verfügung stellen. 

Worauf muss ich beim Spaziergang mit meinem Hund achten?

Aktuell gibt es keine zeitlichen und räumlichen Einschränkungen für Spaziergänge. Dennoch solltest du dich so wenig wie möglich außerhalb deines eigenen Haushalts aufhalten.

Unbedingt verzichten solltest du jedoch auf das Treffen mit anderen Hundebesitzern. Sich ein einfaches “Hallo” zuzurufen, muss momentan reichen. 

Wo kann ich mich noch mit meinem Hund im Freien bewegen?

Um das Risiko einer Infektion gering zu halten, solltest du Orte wie die Innenstadt, Parks und Hundewiesen für deine täglichen Gassirunden meiden.

Solange es keine Einschränkungen gibt, gehe lieber (wenn möglich) in den Wald, auf ein Feld oder auf weitläufigen Wiesen mit deinem Vierbeiner. Dort kannst du einen großen Bogen um andere Personen machen. 

Was mache ich als Pferdebesitzer?

In Pferdeställen und Reitanlagen gelten seit der Verbreitung des Virus ebenfalls erhöhte Sicherheitsmaßnahmen, an die sich Pferdebesitzer halten sollten:
  • Personen, die Krankheitssymptome aufweisen, dürfen den Stall/ die Anlage nicht betreten.
  • Bei Betreten des Stalls / der Anlage muss sich die Hände gewaschen und desinfiziert werden, ebenfalls vor dem Verlassen. 
  • Es werden gegebenenfalls Zeitpläne für die Anwesenheit erstellt, um die Anzahl an Personen im Stall / in der Anlage zu begrenzen. 
  • Es dürfen ausschließlich notwendige Personen für die Betreuung und Versorgung der Pferde vor Ort sein. 
  • Es muss stets ein Mindestabstand von 1 bis 2 Metern zwischen Personen herrschen. 
  • Dies gilt ebenfalls bei der Vor- und Nachbereitung, und dem Auf- und Absitzen. 
  • Der Aufenthaltsraum des Stalls / der Reitanlage muss geschlossen bleiben. 

Wer kümmert sich um meinen Hund, wenn ich an Covid-19 erkranke?

In dieser besonderen Situation ist es wichtig, dass du dir als Hundebesitzer schon vor der Infektion mit Covid-19 Gedanken machst, was mit deinem Hund passiert.

Prinzipiell solltest du abklären, ob sich Freunde oder Familienmitglieder bei einer möglichen Quarantäne oder einem Krankenhausaufenthalt um deinen Vierbeiner kümmern können. 

Wohnst du in einer Wohnung oder einem Haus mit Garten, kann es je nach Größe ausreichen, dass sich dein Hund darin erleichtert bis die häusliche Quarantäne vorbei ist. 

Bei einer kleineren Wohnung ohne Zugang zum Freien, solltest du unbedingt Unterstützung von Freunden oder Familie in Anspruch nehmen. Sie kennen deinen Hund und können ihn bei sich aufnehmen. Damit verringerst du das Risiko weiterer Infektionen, dein Hund ist versorgt, und du kannst dich auskurieren. 

Hast du weder einen Garten, noch Bekannte, die sich kümmern könnten? Die Tierbetreuungen haben zwar für den Tagesbetrieb geschlossen, dennoch bieten Viele ihre Hilfe an bei der Versorgung und Aufnahme von Quarantäne-Hunden. 

Dürfen andere Personen meinen Hund ausführen?

Leider gibt es auf diese Frage keine richtige Antwort. Fakt ist, dass eine infizierte Person auf keinen Fall das Haus verlassen oder Kontakt zu Anderen haben darf.

Wir empfehlen dir jederzeit die Hygienemaßnahmen einzuhalten, besonders wenn eine andere Person mit deinem Hund spazieren geht. Das heißt: 
  • Wasche dir vor Übergabe die Hände und desinfiziere sie! 
  • Drossel den engen Kontakt zu deinem Hund für eine Weile! 
  • Nutze zur Sicherheit Handschuhe, um die Leine und das Halsband anzufassen! 
  • Lasse deine Helfer nicht in die Wohnung! 
  • Halte einen 1 bis 2 Meter Abstand ein! 

Muss ich Futter auf Reserve kaufen gehen?

Nein, denn genauso wie unsere Supermärkte, werden auch die Futterhäuser weiterhin geöffnet haben. Über geänderte Öffnungszeiten und Regelungen innerhalb der Märkte kannst du dich online und telefonisch vorher informieren.

Natürlich kannst du trotzdem bei deinem nächsten Besuch im Futterhaus ein wenig mehr Futter einkaufen. Je seltener du das Haus verlassen musst, desto besser. 

Neben dem normalen Futter sind zusätzliche Leckerchen, Kauknochen und andere Goodies eine gute Investition. Damit kannst du deinen Vierbeiner für seine Ruhe belohnen oder beschäftigen. 

Darf ich den Tierarzt aufsuchen?

Tierbesitzer dürfen weiterhin zum Tierarzt gehen, solange sie gesund sind. Da wir uns in einer Ausnahmesituation befinden, sollte der Dienst aber nur bei einem Notfall in Anspruch genommen werden.

Diese Sicherheitsmaßnahmen sind zu beachten: 
  • Rufe vor Besuch in der Praxis an! Eine Ferndiagnose kann in vielen Fällen schon ausreichend sein. Bei akuten Problemen kündigst du damit zumindest dein Kommen an. 
  • Wasche dir vor und nach dem Besuch die Hände und desinfiziere sie! 
  • Gehe allein! Es darf lediglich eine Person mit dem Haustier in der Praxis sein. 
  • Warte draußen! Im Wartezimmer ist meist zu wenig Platz, um genug Abstand halten zu können. 
Der Frühling ist eigentlich die perfekte Zeit, um den Zeckenschutz auffrischen zu lassen und auch für die Wurmvorsorge. Darauf brauchst du nicht verzichten!

Bestelle einfach in unserem Shop deine Anti-Zeckenschutzmittel für die Anwendung daheim und teste deinen Hund auf Würmer und anderen Parasiten bequem von zu Hause aus. Wir liefern dir die Produkte direkt vor deine Haustür.

Wie geht es meinem Hund mit der Corona-Situation?

Obwohl unsere Tiere keine Ahnung haben von Corona und dem, was gerade in der Welt passiert, spüren sie die Veränderung. Deshalb ist es jetzt umso wichtiger, dass wir für sie einen geregelten Tag beibehalten und uns mit ihnen beschäftigen.

Behalte auf jeden Fall die Struktur im Alltag. Besonders Hunde und Katzen werden von unserer Stimmung beeinflusst. Sie merken uns ein erhöhtes Stresslevel an und das kann sie durchaus beunruhigen.

Rituale geben nicht nur Haustieren, sondern auch uns selbst Sicherheit. Bleibe also in deiner Routine soweit es geht. Füttere deinen Vierbeiner zu den üblichen Zeiten, und geh mit deinem Hund zu ähnlichen Zeiten nach draußen. 

Das kannst du tun, um dich und deinen Hund in der Quarantäne zu beschäftigen

Deckentraining

Wenn dein Hund noch keine Ruhe gelernt hat, ist Deckentraining das A und O. Bringe ihn mit Geduld dazu immer auf seiner Decke zu bleiben, bis du ihn rufst. Das kannst du ganz nebenbei trainieren, zum Beispiel während deines Home-Office.

Agility-Parcour

Baue deinem Hund einen kleinen Parcour in deiner Wohnung oder deinem Garten auf und führe ihn an Hindernisse langsam heran. Du wirst sehen, dass er schnell Fortschritte zeigt.

Such- und Fressspiele

Hunde lieben es ihre Nase einzusetzen. Mache dir das zu Nutze und verstecke Leckerlies in der Wohnung. Anfangs musst du ihm vielleicht ein wenig beim Suchen helfen.

Tricks

Jetzt ist der Zeitpunkt doch optimal, um endlich die Rolle oder das Pfote geben zu üben. Neue Tricks strengen das Gehirn deines Vierbeiners an und machen müde.

Apportieren

Mache deinen Hund zu deiner Haushaltshilfe und übe mit ihm das Aufheben und Bringen von Gegenständen. Der Kopf wird gefordert und es wird euch beiden Spaß machen.

vetevo-Fazit

Wir hoffen, dass wir dir mit unserer Zusammenfassung all deine Fragen bezüglich der neuartigen Krankheit Covid-19 und ihrer Verbindung zu Haustieren beantworten konnten. 

Sobald es neue Informationen über das Verhalten des neuen Coronavirus mit Tieren geben sollte, werden wir diesen Artikel entsprechend updaten. 

Wir möchten diese Plattform nutzen und nochmal betonen, dass zuhause zu bleiben die beste Form des Selbst- und Fremdschutzes ist. Egal ob Risikogruppe oder nicht, wir müssen zusammenhalten als Menschen und Tierbesitzer. 

vetevo - Aus Liebe zum Tier.
Bekannt aus: