Bernhardiner


Die Mönche von St. Bernhard, deren Kloster hoch in den Schweizer Alpen nahe der italienischen Grenze gelegen war, lebten dort gemeinsam mit ihren Wachhunden. Sie widmeten ihr Leben der Hilfe bedürftiger Pilger, die sich zu Fuß über den Pass nach Rom aufmachten. Sie retteten Opfer aus Schneeverwehungen, Lawinen und vor der bitteren Kälte des Winters. Mitte des 18. Jahrhunderts erkannten die Mönche, dass ihre Wachhunde dank ihrer ausgezeichneten Nase, ihrer Kraft und ihres wetterfesten Haarkleides viel besser für die Rettung von Menschen geeignet waren, als sie selbst. Die Hunde hatten einen erstaunlichen Orientierungssinn und zeigten den Menschen einen sicheren Weg. Anfang des 19. Jahrhunderts hatten die Mönche ein eigenes Zuchtprogramm für ihre „Heiligen Hunde“ aufgebaut. Die Junghunde begleiteten die bereits erfahrenen Hunde auf ihren Kontrollgängen und lernten schnell von ihnen. Es gibt Berichte, dass die „Klosterhunde“ mehr als 2.500 Menschenleben gerettet haben sollen.


Bernhardiner waren ursprünglich von mäßiger Größe und hauptsächlich kurzhaarig. Um 1830 wurde der Bestand durch Krankheiten, Inzucht und dem harten Winter stark dezimiert. Die Mönche waren gezwungen andere Rassen einzukreuzen und so entstand der Bernhardiner den wir heute kennen.


Bernhardiner sind freundliche und ruhige Hunde mit einem wohlwollenden Naturell. Sie sind vorsichtig im Umgang mit Kindern. Aufgrund ihrer extremen Größe und ihres Gewichts ist es aber wichtig, dass die Hunde bereits in jungen Jahren erzogen werden. Bernhardiner sind intelligente und gehorsame Hunde, können aber manchmal auch etwas stur sein. Sie zeigen üblicherweise keine Aggression, es sei denn sie sehen ein Familienmitglied in Gefahr.


Quelle:

Der Text wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von:

FERAGEN GmbH
Labor für genetische Veterinärdiagnostik
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