Bobtail


Es ist immer noch ungewiss wo der Bobtail seine Herkunft hat, gewiss ist jedoch, dass er früher als Herdenschutzhund eingesetzt wurde. Seine korrekte Bezeichnung ist eigentlich Altenglischer Schäferhund (Old English Sheepdog). Im Gegensatz zu seinem Spitznamen wurde der „Bobtail“ (Stummelschwanz) früher kupiert und ist nicht angeboren. Im 18. Jahrhundert mussten für die Treiberhunde keine Steuern bezahlt werden. Als Kennzeichen dafür wurden die Ruten kupiert. Der Stummelschwanz war für diese Hunde kein Handicap, da sie die Rute weder zum plötzlichen Anhalten noch zum schnellen Wenden benötigen, wie es bei den Hütehunden normalerweise der Fall ist. Heute ist das Kupieren in den meisten Ländern Europas, so auch in Österreich und Deutschland, verboten.


Auffallend ist sein üppiges Fell, dessen Haar mittellang und zottig ist, aber keine Locken hat. Seine dichte Unterwolle schützt ihn perfekt vor den verschiedensten Witterungen und verleiht ihm sein typisches Aussehen. Die Farbe des Fells ist meist grau, oder blaugrau mit weißen Abzeichen an Kopf, Brust, Beinen und Schwanzspitze. Da das Fell sehr dicht ist, braucht es viel Pflege. Es sollte idealerweise einmal wöchentlich gründlich gebürstet und gekämmt werden, da es sonst sehr viel Schmutz ins Haus bringt. Aufgrund seines ursprünglichen Einsatzes als Schutzhund, gilt er als besonders wachsam und unerschrocken. Der Bobtail weiß sich auf jeden Fall durchzusetzen, daher ist eine klare Führung und konsequente Erziehung unbedingt notwendig. 


Bobtails lieben die Natur und brauchen regelmäßigen Auslauf sowie sinnvolle Beschäftigungen im Freien, egal bei welchem Wetter. Sein idealer Lebensraum ist in einem Haus mit Garten. Für die Haltung in einer Stadtwohnung ist er nicht unbedingt geeignet. Was hundesportliche Aktivitäten betrifft ist er gerne und schnell zu begeistern, wie zum Beispiel für Agility oder Obedience. Der Bobtail baut schnell eine starke Bindung zu seinen Familienmitgliedern auf und benötigt daher einen engen Kontakt zu „seinen“ Menschen.


Quelle:

Der Text wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von:

FERAGEN GmbH
Labor für genetische Veterinärdiagnostik
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