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Endoskopische Kastration: Die sanfteste Operation, seit es Kastrationen gibt

Die Kastration unserer Vierbeiner, ganz speziell unserer Hündinnen, ist ein ziemlich umstrittenes Thema. Während manche sich strikt gegen eine Kastration aussprechen, ist sie für andere Halter eine absolut notwendige Standardprozedur. Spätestens zur ersten Läufigkeit stellt sich für Besitzer von Hündinnen also die Frage: Lasse ich meine Hündin kastrieren oder nicht? Und wenn ja, welches ist die richtige Methode für meinen Liebling?

Natürlich ist die Kastration ein emotionales Thema für viele Hundehalter. Klar ist: Man möchte nur das Beste für die Gesundheit seines Lieblings tun. Gleichzeitig hört man gut gemeinte Ratschläge, die mehr an Glaubenssätze als an vernünftige Argumentationen erinnern. Auch das Internet stiftet zum Thema Kastration der Hündin vor allem Verwirrung - und am Ende ist man oftmals nicht wirklich schlauer.

Um etwas Licht ins ins Dunkel der endlosen Informationsflut zu bringen, haben wir dir hier das Wichtigste zu den Themen Sterilisation, Kastration und der endoskopischen Operationsmethode übersichtlich und vor allem wertneutral zusammengefasst.

3 Schritte zur sanften Kastration deiner Hündin

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Jede Hündin ist individuell - auch beim Thema Kastration

Ganz generell gilt: Die Entscheidung für oder gegen eine Kastration sollte immer informiert und vor dem Hintergrund aller Vor- und auch potentiellen Nachteile getroffen werden. Bei diesem Thema gibt es kein richtig oder falsch, sondern nur ein “richtig für deine Hündin oder nicht”. Lass dich also nicht von Halbwissen verunsichern, sondern bespreche das Thema immer mit einem spezialisierten Arzt, um wirklich gut informiert zu sein. 

Was spricht für eine Kastration?

Natürlich muss eine Kastration als Eingriff in den Körper deines Lieblings wohl bedacht sein. Selbstverständlich gibt es einige Dinge, die ein gewisses Risiko darstellen. 

So zeigen einige Studien, dass sich das Risiko für verschiedene Tumorarten bei kastrierten Hunden erhöhen kann; zusätzlich sinkt das Durchschnittsalter für die Erkrankung. Bei manchen Rassen besteht eine Prädisposition zu Herztumoren. Hier sollte dieser Faktor zumindest mitbedacht werden. 

Zudem besteht die Möglichkeit, dass sich das Risiko an Knochenkrebs zu erkranken durch eine Kastration vor Erreichen der körperlichen Reife deutlich erhöht. Vermutet wird hier ein Zusammenhang von Knochenwachstum und Sexualhormonen. Das allgemeine Risiko für eine Knochenkrebserkrankung steigt mit der Größe des Hundes: Deshalb sollte eine Kastration vor der 1-2 Läufigkeit insbesondere bei mittelgroßen bis großen Hündinnen gründlich abgewogen werden.

Ebenso wird die Entwicklung einer Schilddrüsenunterfunktion mit dem Eingriff der Kastration in Verbindung gebracht. Auch Erkrankungen des Bewegungsapparats (z. B. die Hüftdysplasie oder die Patellaluxation) scheinen bei kastrierten Hunden häufiger aufzutreten. Dies könnte allerdings auch mit dem erhöhten Anteil an übergewichtigen Hunden zusammenhängen: Bei kastrierten Hündinnen sinkt der Energiebedarf des Körpers nach der Kastration. Eine Gewichtszunahme kann allerdings durch die Anpassung von Futterart und -menge in Absprache mit deinem Haustierarzt sowie genügend Bewegung verhindert werden. 

Ganz generell stellt der Eingriff der Kastration selbstverständlich immer ein gewisses Risiko dar. Eine Narkose belastet den Körper und auch der Eingriff an sich hat Risiken, die allerdings in spezialisierten Händen auf ein vertretbares und berechenbares Minimum reduziert werden können. Die endoskopische Kastration bietet diesbezüglich einige positive Besonderheiten, die wir dir weiter unten näher erläutern.

Fest steht aber auch: Es gibt sehr gute Gründe, die für eine Kastration deiner Hündin sprechen oder diese sogar absolut notwendig machen! So sieht sogar der Gesetzgeber vor, dass Kastrationen unter anderem dann erlaubt sind, wenn sie medizinisch notwendig sind oder ein Leiden der Hündin verhindert werden kann. Zu den Situationen, in denen die Kastration notwendig oder stark angeraten ist, zählen: 

  • eine Pyometra (Gebärmuttervereiterung), die medikamentös nicht zu therapieren ist
  • Tumoren der Eierstöcke oder der Gebärmutter
  • Diabetes mellitus (wird durch weibliche Geschlechtshormone negativ beeinflusst)
  • Übergangene Geburten
  • Ovarialzysten mit Östrogen-Überproduktion, die nicht durch hormonelle Therapie in den Griff bekommen werden
  • mehrfache, extreme Scheinmutterschaften, die mit Leidensdruck der Hündin einhergehen

Scheinträchtigkeiten bzw. -mutterschaften sind zwar völlig normal und an sich auch nicht besorgniserregend, allerdings leiden manchen Hündinnen in sehr starkem Maße daran. Dies kann sowohl mit starken körperlichen auch als psychischen Symptomen einhergehen.  Durch Kastration werden die Symptome in der Regel unterbunden.

Zusätzlich bringt eine Kastration weitere Vorteile mit sich: Das Risiko, an einem Gesäugeleisten-Tumor zu erkranken, liegt bei einer Kastration vor der ersten Läufigkeit beispielsweise gegen Null und steigt mit der Anzahl der Läufigkeiten und durchgemachten Scheinträchtigkeiten an. 

Die Gefahr einer Gebärmuttervereiterung (Pyometra) geht bei einer Entfernung der Eierstöcke (Ovariektomie) ebenfalls gegen Null und ist bei einer Ovariohysterektomie (Entfernung von Eierstöcken und Gebärmutter) nicht mehr existent. Unkastrierte Hündinnen hingegen haben ein Risiko von etwa 23%, bis zum 10. Lebensjahr an einer Pyometra zu erkranken, etwa 4% versterben an den Folgen - insbesondere, wenn die Erkrankung zu spät erkannt wird.

Ein wichtiger Hinweis: Häufig werden Verhaltensauffälligkeiten wie gesteigerte Aggression als Grund für eine Kastration angebracht. Eine Kastration kann aber nur in sehr wenigen Fällen eine Besserung der Problematik bedingen - sehr viel häufiger wird durch eine wenig überlegte Kastrationsentscheidung das Problem zusätzlich verstärkt. Lass dich im Falle von Verhaltensproblemen von einem versierten Spezialisten beraten!

Kastration ja, aber wie? 

Sollte eine Kastration für dich und deine Hündin generell in Frage kommen oder gar notwendig werden, ist die nächste wichtige Frage: Welche Operationsform ist für meinen Vierbeiner die Beste? Dank des medizintechnischen Fortschritts bieten einige Spezialisten heute neben der „konventionellen“ Operationsmethode mittels Bauchschnitt auch ein neues, besonders schonendes Operationsverfahren an: die endoskopische Kastration. 

Diese Operationsmethode bietet eine Alternative zur klassischen Variante - das heißt allerdings nicht, dass sie auch für deinen Hund die richtige Wahl sein muss. Lass dich in jedem Fall von einem spezialisierten Tierarzt genau beraten, welche Option für deine Hündin am besten passt, denn wie schon gesagt: Jede Hundedame ist individuell!

Was ist das Besondere an der endoskopischen Operationsmethode?

Bei der endoskopischen Kastration handelt es sich um einen so genannten minimalinvasiven Eingriff. Dabei kommt spezielle Kamera- und Werkzeugtechnik zum Einsatz, die es erlaubt, über sehr kleine Zugänge Operationen in der Bauchhöhle durchzuführen. Diese Methode wird in der Humanmedizin bereits routinemäßig für viele Operationen eingesetzt, da sie besonders schonend für den Patienten ist.

Konkret bedeutet dies: Der Chirurg benötigt keinen großen Schnitt in der Bauchhöhle, um die zu operierenden Organe zu erreichen. Das Kamerasystem des Endoskops erlaubt ihm, sich über einen Monitor in der Bauchhöhle zu orientieren und die speziellen Operationsinstrumente ermöglichen die operative Entfernung der Eierstöcke und ggfs. Gebärmutter „per Fernsteuerung“. Durch die Technik der Elektrochirurgie ist es zudem möglich gleichzeitig Gewebe zu durchtrennen und versorgende Blutgefäße zu versiegeln, was das Risiko von Blutungen minimiert. 

Die Vorteile der endoskopischen Kastration

Das endoskopische Vorgehen bringt einige Vorteile mit sich. Anstatt die Bauchhöhle öffnen zu müssen, kommt der behandelnde Arzt in diesem Falle mit sehr kleinen Öffnungen aus. Der Operationsschnitt ist oftmals ein ausschlaggebender Faktor für Komplikationen nach der Operation. 

Die minimalinvasive Operationsmethode bedeutet also:

Ein geringeres Infektionsrisiko

Für die endoskopische Operation müssen lediglich zwei wenige Zentimeter lange Hautschnitte gesetzt werden – gerade so groß, dass das Endoskop mit der Kameratechnik und ein Werkzeugkanal mit dem winzigen Operationsbesteck in den Bauchraum eingeführt werden kann. Das Risiko für den Eintritt von Keimen in die Bauchhöhle wird so minimiert.

Eine schonende Narkose

Die endoskopische Kastration wird in der Regel mithilfe einer schonenden Inhalationsnarkose durchgeführt. Da das Narkosegas über die Lunge wieder ausgeschieden wird, verringert sich hierbei die Belastung von Leber und Niere enorm. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Narkosedauer bei einer Endoskopie unter Umständen kürzer gehalten werden kann. So wird die Belastung für das Herz-Kreislauf-System der Patientin verringert und das Narkoserisiko minimiert.

Weniger Schmerzen

Die Hautwunden können mit wenigen Stichen in der Haut verschlossen werden. Hündinnen, die mit der endoskopischen Operationstechnik kastriert werden, verspüren der Erfahrung nach weniger Bedürfnis, an den Wunden zu lecken und zeigen, im Gegensatz zu konventionell operierten Hündinnen, in der Regel kaum Schmerzanzeichen. Damit reduziert sich die Belastung für die Hündin ungemein, der Einsatz hochdosierter Schmerzmedikamente wird oft hinfällig und das Risiko für Entzündungen oder eine Eröffnung der Bauchwunde sowie für das Auftreten von Wundheilungsstörungen sinkt gegen Null. Das Tragen lästiger Halskrägen oder anderer Hilfsmittel kann sich somit erübrigen. 

Kaum Blutungen

Eines der größten Risiken bei der konventionellen Kastrationsmethode ist die Gefahr der Nachblutung in die Bauchhöhle aus nicht sicher abgebundenen Blutgefäßen. Durch die Verwendung elektrochirurgischer Instrumente werden die Blutgefäße quasi “versiegelt”. So kann das Risiko für Nachblutungen gering gehalten werden. Überdies erübrigt sich der Einsatz von Nahtmaterial in der Bauchhöhle und so das Risiko für Entzündungen oder Abstoßungsreaktion des Körpers gegen das „körperfremde“ Material.

Eine schnellere Erholung

Die reine Ruhephase nach der Operation verkürzt sich: Während Hündinnen nach einer konventionellen Kastration in der Regel 10-14 Tage weitestgehend ruhen müssen, sind die meisten Damen nach endoskopischer Operation nach etwa zwei Tagen wieder auf den Beinen und die volle Belastbarkeit ist sehr bald wieder hergestellt. Insbesondere für lebhafte, junge Hündinnen kann sich dieses Verfahren daher besonders empfehlen, da sich hier das zweiwöchige Ruhighaltegebot nach einer konventionellen Operation häufig nur eingeschränkt einhalten lässt.

Was kostet die sanfte Kastration? 

Die Kosten einer Kastration setzen sich u.a. aus der Methode, der Region sowie Arzneimittel- und Verbrauchsmaterialien zusammen – und variieren daher stark.

Die konventionelle Methode, die mit einer Injektionsnarkose durchgeführt wird, ist ein bewährter Eingriff, der von zahlreichen Tierärzten durchgeführt wird. Sie kommt für die meisten Hunde in Frage und die Preisspanne (inklusive Narkose und Arzneimittel- und Verbrauchsmaterialien) beginnt hier bereits bei etwa 400 Euro.

Die endoskopische Methode ist die modernere Variante, die mit bewährten Techniken aus der Humanmedizin arbeitet. Aufgrund der Durchführung durch geschulte Spezialisten und dem höheren technischen Aufwand liegen die Kosten hier leicht über denen der konventionellen Kastration: Eingriffe werden bereits ab 650 Euro angeboten - hier ist die schonende Inhalationsnarkose meist bereits inbegriffen. Hinzu kommen schließlich noch Kosten für Arzneimittel- und Verbrauchsmaterialien, die vom Verlauf der Behandlung und der körperlichen Verfassung der Hündin abhängig sind.

Lass dich von einem Spezialisten beraten!

Ob, wann und wie du deine Hündin kastrieren lässt oder nicht ist und bleibt deine Entscheidung. Doch genau diese Verantwortung macht es oftmals schwer zu einem Entschluss zu kommen, denn man möchte bei einem so tiefgreifenden Eingriff natürlich keinen Fehler machen.

Wie du gesehen hast, gibt es neben den Risiken einer Operation auch viele sehr gute Gründe deinen Liebling kastrieren zu lassen - manchmal ist es sogar absolut notwendig! In diesen Fällen solltest du dir Gedanken über die passende Operationsmethode für deine Hündin machen. Die sanfte, endoskopische Kastration bietet hierbei eine weitere und sehr moderne Methode, die für deinen Liebling vielleicht genau das Richtige ist.

Lass dich also nicht von gut gemeinten Ratschlägen, gefährlichem Halbwissen oder unreflektierten Glaubenssätzen verunsichern, sondern nutze die Expertise eines Spezialisten. Eine individuelle Beratung ist beim Thema Kastration deiner besten Freundin der erste Schritt, um das Beste für die Gesundheit deiner Hündin zu tun. Hierfür stehen wir dir mit unseren spezialisierten Partnertierärzten deutschlandweit und jederzeit zur Verfügung.

vetevo. Aus Liebe zum Tier