Kooikerhondje


Der Kooikerhondje ist eine alte niederländische Rasse, die Jäger jahrhundertelang bei der Entenjagd unterstützten. Im 17. Jahrhundert fühlten sich die Maler Jan Stehen und Jan Vermeer durch die die Kooikerhondjes inspiriert und so wurden sie auf Gemälden abgebildet. Danach werden sie geschichtlich nicht mehr erwähnt. Erst mit Beginn der 40er Jahre des letzten Jahrhunderts wird die Rasse wieder durch Baroness von Hardenbroek von Ammerstol bekannt. Sie beauftragte einen Hausierer, sich nach einer bestimmten Hunderasse und Fellfarbe umzusehen. Dieser Mann fand eine Hündin im Norden der Niederlande und im gleichen Gebiet entdeckte er ebenso zwei Rüden. Mit diesen drei Hunden wurde die Basis für die heutige Zucht geschaffen und 1943 kam der erste Wurf auf die Welt. Im Jahr 1967 wurde ein eigener Zuchtclub für den Kooiker gegründet, welcher auch vom FCI anerkannt wird. Die Zuchtbestimmungen sind sehr streng und die Verpaarungen sind aufgrund der engen Zuchtbasis immer noch problematisch, jedoch wird eine Verbesserung der Gesundheit angestrebt.


In unserer heutigen Zeit nennt man in Holland die Kooikerhondje auch „decoy“ was Lockvogel bedeutet. Es bezieht sich auf die Jagdtaktik des Hundes. Es wird eine Fangvorrichtung, die den Reusen sehr ähnlich sind, rund um Teiche und Seen aufgestellt. Die Hunde jagen die Enten nicht, sondern sie locken die Vögel mit ihrem buschigen Schwanz in diese Falle. Der Jäger braucht anschließend die Enten nur noch weiter ins Netz zu treiben. In den unzähligen Naturreservaten Hollands sind ca. 100 Kooikers tätig. Der Kooikerhondje zählt mit der Größe von 36 – 40 cm zu den mittelgroßen Rassen. Das Fell ist mittelmäßig lang und zeichnet sich durch eine leichte Wellung aus. Die Rute ist wie beim Spaniel befedert. Der Kooijker hat eine rotweiße Fellfärbung. Diese Rasse hat ein freundliches, fröhliches Wesen, ist leicht zu erziehen und aufmerksam. Deshalb kann man ihn sowohl jagdlich führen als auch als Familienhund halten, denn er ist seinem Besitzer sehr zugetan. Mit dem Kooiker sind auch Unterordnungswettbewerbe möglich.


Quelle:

Der Text wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von:

FERAGEN GmbH
Labor für genetische Veterinärdiagnostik
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