Langhaardackel


Der Langhaardackel zählt schon lange zu den beliebtesten Familienbegleithunden und unterscheidet sich vom Dackel nur durch seine Fellvariation. Er stammt von den mittelalterlichen Bracken ab. Die Hauptaufgabe dieser Hunde war es in Fuchs- und Dachsbaue einzudringen und die Wildtiere aus ihren Höhlen herauszutreiben, daher auch die Namensgebung. Für diese Arbeit war es natürlich von Vorteil, wenn man einen kleinen, kurzbeinigen, robusten und mutigen Hund in die Höhlensysteme schicken konnte und der dabei auch noch selbstständig Entscheidungen in brenzlichen Situationen treffen konnte. Der Dackel erfüllte genau diese Kriterien.


Mittlerweile gibt es Dackel schon seit über 100 Jahren, wobei der Älteste der Kurzhaardackel ist. Trotz der langen Körperform sind Langhaardackel relativ muskulös, beweglich und flink. Das Fell kann verschiedene Eigenschaften haben und reicht von glatt, dicht und glänzend beim Kurzhaardackel, über dicht und drahtig mit Bart und buschigen Augenbrauen beim Rauhaardackel, bis hin zu leicht wellig, länger und glänzend beim Langhaardackel.


Die gelehrigen, lebenslustigen und intelligenten Langhaardackel sind sehr kinderliebe Familienhunde. Da sie als anpassungsfähige Begleiter gelten, fühlen sie sich in kinderreichen Familien genauso wohl wie in Singlehaushalten, vorausgesetzt auf eine entsprechende Beschäftigung wird nicht vergessen. Bekannt ist, dass er gerne seinen eigenen Kopf durchzusetzen, weshalb ihm auch oft Störrigkeit nachgesagt wird. Besonders erwähnenswert ist die lange Lebenserwartung des Langhaardackels, obwohl dieser aufgrund seiner kurzen Beine und seiner langen Wirbelsäule sehr anfällig für Rückenprobleme ist. Typisch für diese Rasse ist die sogenannte Dackellähme, die eine besondere Form eines Bandscheibenvorfalls ist. Hierbei werden Nerven in der Nähe der Wirbelsäule eingedrückt und die Hinterbeine beginnen zu lahmen. Vorbeugen lässt sich diese Erkrankung nur durch regelmäßige Bewegung. Diese stärkt die Rückenmuskulatur und schützt vor Übergewicht. Wichtig ist, dass er bei alltäglichen Bewegungen keine großen Stufen überwinden oder hohe Sprünge machen muss.


Quelle:

Der Text wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von:

FERAGEN GmbH
Labor für genetische Veterinärdiagnostik
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