Mastzelltumor behandeln

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Mastzelltumoren des Hundes:

Weil jeder Tag zählt 

Die Diagnose Mastzelltumor (eine Art Hautkrebs) ist für viele Hundebesitzer ein großer Schock. Unsicherheit und Sorge sind häufig belastende Begleiter in einer solchen Situation. Und plötzlich stehen viele Fragen im Raum, die häufig unbeantwortet bleiben: 

  • Was bedeutet Tumor?

  • Was genau ist ein Mastzelltumor?

  • Welche Konsequenzen hat die Erkrankung für meinen Hund?

  • Welche Behandlungsoptionen gibt es und welche sind für meinen Hund sinnvoll?

  • Was erwartet mich und wie finde ich einen kompetenten Therapeuten?

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Was bedeutet Tumor? 

Jährlich erkranken mittlerweile etwa 0,3% aller Hunde an einem Tumor (oder auch „Krebs“). Tumoren entstehen, wenn Körperzellen beginnen, sich unkontrolliert zu vermehren. Die dabei meist entstehenden Umfangsvermehrungen des Gewebes (Knoten, Beulen o.ä.) erklären die Begriffsherkunft: Der Begriff „Tumor“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie „Schwellung“ oder „Umfangsvermehrung“. Der medizinisch korrekte Begriff ist „Neoplasie“ = Gewebeneubildung. 


Normalerweise ist Zellteilung in allen Geweben des Körpers streng reguliert. Nur so kann die korrekte Funktionsweise aller Organe sichergestellt werden. Durch unterschiedliche Einflüsse kann es aber dazu kommen, dass die Regulation der Zellteilung nicht mehr richtig funktioniert. Eine zentrale Rolle spielen dabei Veränderungen in der DNS (Erbsubstanz, Genom) der Zellen, die als „Mutation“ bezeichnet werden. Durch die Veränderung werden Prozesse in der Zelle angeschoben, die das Wachstum und die Zellteilung fördern und/oder es fallen Hemmnisfaktoren weg, die ein unkontrolliertes Wachstum normalerweise verhindern. Jährlich erkranken mittlerweile etwa 0,3% aller Hunde an einem Tumor (oder auch „Krebs“).   


Was genau ist ein Mastzelltumor?   

Mastzelltumoren der Haut (kutane Mastzelltumoren) entstehen, wenn bestimmte Zellen des Immunsystems, die so genannten Mastzellen, sich krankhaft vermehren. Sie sind mit einem Anteil von ca. 20% die häufigsten Hauttumoren des Hundes. Besonders häufig betroffen sind Hunde der Rassen Boxer, Boston-Terrier, Bull-Terrier und Labrador Retriever. 


Sie fallen optisch durch in der Regel haarlose Umfangsvermehrungen/Knoten der Haut auf. Mastzellen sind im Rahmen einer Immunreaktion dafür zuständig, Botenstoffe (v.a. Histamin) auszuschütten, die schnell zu einer Entzündungsreaktion mit den typischen Anzeichen Schwellung, Rötung, Umfangsvermehrung und Schmerz/Juckreiz führen. Eindrucksvoll zu beobachten ist dieser Vorgang beispielsweise bei einer allergischen Hautreaktion: Auch hier sind übermäßig leicht zu reizende Mastzellen die Ursache. In Sekundenschnelle führen die Mastzellen zur Ausbildung der typischen „Hautquaddeln“ mit eben genannten Eigenschaften. 


Mastzelltumoren sind entsprechend mit tickenden Histamin-Bomben zu vergleichen - und sollten aus diesem Grunde nicht durch beispielsweise ausgiebiges Betasten „gereizt“ werden: Es kann sonst ebenfalls zu einer massiven Ausschüttung von Histamin kommen, die den Tumor in kürzester Zeit auf beeindruckende und mitunter gefährliche Größe anschwellen lassen kann. Die großen Mengen an Histamin können zudem im Magen-Darm-Trakt gefährliche Geschwüre und Blutungen hervorrufen. Neben Histamin werden auch körpereigene Vielfachzucker in teilweise bedeutenden Mengen ausgeschüttet. Körpereigene Vielfachzucker sind ein „Blutverdünner“, der dazu führt, dass Tiere mit Mastzelltumoren oft mit Blutgerinnungs- und Wundheilungsstörungen auffallen. 


Aus diesem Grunde solltest du deinen Hund bei einem Auftreten von auffälligen Hautknoten schnellstmöglich einem Tierarzt vorstellen und die Knoten nur so wenig wie nötig berühren.  


Welche Konsequenzen hat die Erkrankung für meinen Hund? 

Das Ausmaß der gesundheitlichen Auswirkungen für den vierbeinigen Patienten ist abhängig von den biologischen Eigenschaften des jeweiligen Mastzelltumors. Diese können relativ stark variieren. 


Nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft werden die kutanen Mastzelltumoren des Hundes in so genannte low-grade Mastzelltumoren und high-grade Mastzelltumoren eingeteilt. Grundlage der Einteilung ist die Betrachtung von Gewebeproben (Feinnadelaspiration oder Biopsie) des Tumors unter dem Mikroskop.   


Low-grade Mastzelltumor

Etwa 90% aller kutanen Mastzelltumoren fallen in diese Kategorie. Sie wachsen nicht aggressiv in das umliegende Gewebe, sind gut abgegrenzt und in der Regel gut chirurgisch zu entfernen. Low-grade Mastzelltumoren neigen selten zur Bildung von Metastasen (weniger als 15%), können sich aber bei nicht-Behandlung eine bösartige Entwicklung mit entsprechender Prognoseverschlechterung durchlaufen. Statistisch betrachtet beträgt die mittlere Überlebenszeit von Hunden mit einem low-grade Mastzelltumor bei erfolgreicher Therapie mehr als zwei Jahre, insgesamt sterben nur ca. 5% der Patienten an den Folgen des Tumors.

  

High-grade Mastzelltumor

High-grade Mastzelltumoren sind bösartige Tumoren. Sie zeichnen sich entsprechend durch stark veränderte Zellen und hohe Zellteilungsraten aus und wachsen aggressiv in das umliegende Gewebe ein. Etwa 70% der high-grade Mastzelltumoren bilden Metastasen aus. Entsprechend ist die Prognose für Patienten mit dieser Tumorausprägung schlecht. Statistisch betrachtet sterben 90% der Hunde an den Folgen des Tumors, die mittlere Überlebenszeit beträgt unter vier Monaten. 


Um die ideale Therapie für deinen Hund erarbeiten zu können, ist entscheidend, den Tumor korrekt einzuordnen. Neben der Einteilung in low-grade/high-grade Mastzelltumoren durch mikroskopische Untersuchung gibt es weitere Labortests, die für die Prognose und die Wahl der Therapie sehr wertvoll sind: 


Zellproliferations-Index

Der Zellproliferations-Index gibt an, wie schnell sich die Zellen im Tumorgewebe teilen und wie schnell sie sich im Anschluss entwickeln. Je höher die Zellteilungsrate im Tumor, desto aggressiver wächst er in der Regel und desto schlechter in der Regel die Prognose. 


Zur Bestimmung des Indexes werden standardmäßig der so genannte „Wachstumsfraktions-Index Ki-67“ ermittelt und eine „AgNOR- Analyse“ durchgeführt. Dabei bestimmt der Ki-67-Index, wie viele Zellen sich gerade aktiv im „Teilungsmodus“ befinden. Diese Anzahl ist in tumorösen Geweben deutlich höher als in gesunden Geweben. Bei der AgNOR-Analyse werden mit einem speziellen Anfärbeverfahren bestimmte Strukturen, die NORs (= Nukleolus-organisierende Regionen) im Zellkern sichtbar gemacht. Je mehr NORs in einer Zelle aktiv sind, desto schneller entwickelt und teilt sie sich – und desto aggressiver verhält sich auch der Tumor. Entsprechend versterben statistisch 60% der Hunde mit einem hohen Ki-67-AgNOR-Index innerhalb von 12 Monaten nach der Diagnosestellung. 


Die Bestimmung des Zellproliferations-Index sollte insbesondere bei Hunden mit einem low-grade-Mastzelltumor routinemäßig erfolgen: Durch die Bestimmung können die (seltenen) Tumore gefunden werden, die unter dem Mikroskop zwar nicht bösartig aussehen, sich aber dennoch aggressiv verhalten. So können diese Tumoren frühzeitig durch eine passende Therapie bekämpft und so die Heilungschancen verbessert werden. 


Auf der anderen Seite erlaubt ein niedriger Zellproliferationsindex bei low-grade-Tumoren das aussprechen einer günstigen Prognose. Denn auch wenn solche Tumoren nicht vollständig chirurgisch entfernt werden konnte, kehren sie in der Regel nicht erneut auf.   


Mutation im c-kit Gen

Das c-kit-Gen nimmt in der Zellstoffwechsel- und Wachstumsregulation von Mastzellen eine zentrale Rolle ein: Es reguliert die Bildung von so genannten „Kinasen“ in den Zellen. Kinasen sind Proteine, die maßgeblich die Wachstumsprozesse der Zellen regulieren. Mutationen (also krankhafte Abänderungen) in diesem Gen hängen mit dem Auftreten und den Eigenschaften von Mastzelltumoren zusammen. 


Patienten mit high-grade Mastzelltumoren und Mutationen in einem bestimmten Bereich des c-kit-Gens (so genanntes Exon 11) haben ein höheres Risiko, erneut an Mastzelltumoren zu erkranken oder von Metastasen betroffen zu sein. Tritt die Mutation nicht in Exon 11 sondern in Exon 8 auf (deutlich seltener), scheint die Prognose hingegen sogar besser zu sein als bei Hunden ohne c-kit-Gen-Mutation. 


In allen Fällen mit c-kit-Mutationen kann zusätzlich zu anderen Therapien eine zielgerichtete Krebstherapie mit so genannten Tyrosin-Kinase-Inhibitoren erfolgen. Diese verhindern die übermäßige Bildung der Kinasen und können so sehr erfolgreich die entgleisten Zellteilungsvorgänge wieder in normale Bahnen lenken und das Tumorwachstum so unterdrücken. Im Gegensatz zu den klassischen Chemotherapeutika sind die Nebenwirkungen dieser Präparate gering. Besteht jedoch keine Mutation im c-kit-Gen ist der Einsatz dieser teuren Medikamente nicht zielführend. 

 

Welche Behandlungsoptionen gibt es und welche sind für meinen Hund sinnvoll?   

Die zentralen Fragen, die im Laufe der Therapieplanung gestellt werden müssen, sind:   

  • Ist für meinen Hund die reine chirurgische Entfernung des Tumors ausreichend?

  • Kann eine zusätzliche lokale Bestrahlungstherapie sinnvoll sein?

  • Sollte/kann eine zusätzliche Therapie mit Chemotherapeutika erfolgen?

  • Ist der Einsatz von Tyrosinkinase-Inhibitoren sinnvoll?

Eine Beantwortung dieser Fragen kann nur auf der Grundlage einer sauber durchgeführten Diagnose erfolgen. Generell sollte die Therapieentscheidung immer auf der gemeinsamen Beurteilung der Untersuchungsergebnisse und dem individuellen Zustand des Hundes erfolgen. 


Bei all der statistischen Betrachtung sollte immer bewusst bleiben, dass man das Verhalten eines Tumors nie voraussagen kann. Jedes Tier ist individuell und der Krankheitsverlauf sowie der Erfolg einer Therapie sind von Faktoren abhängig, die sich im Voraus nie klar definieren lassen. 


Die Wahl eines kompetenten Partners kann aber die Qualität der Diagnosestellung sichern und so die Grundlage für die bestmögliche Therapieplanung schaffen.


Was erwartet mich auf dem Weg über die Diagnose zur Therapie? 

Der Verdacht

Sollten dir bei deinem Hund verdächtige Knoten auffallen, solltest du unverzüglich einen Tierarzt aufsuchen. Bitte versuche in der Zwischenzeit die Knoten so wenig wie möglich zu berühren – auch wenn es sehr verlockend ist. Sollten die Knoten im Bereich des Halsbandes oder Brustgeschirrs liegen, steig auf ein Modell um, das den Bereich ausspart oder reduziere die Tragezeit auf ein Minimum.   


Die Diagnosestellung

In der Regel wird dein Tierarzt deinen Hund einmal komplett untersuchen. Sollte der Verdacht auf einen Mastzelltumor bestehen bleiben, erfolgt eine Probennahme aus dem verdächtigen Knoten. In der Regel kommt die so genannte Feinnadelaspiration zum Einsatz. Hierbei werden mit Hilfe einer Spritze einige Zellen aus dem Gewebe „abgesaugt“ und anschließend mikroskopisch beurteilt. Sollten Lymphknoten in der Nähe des Tumors geschwollen oder verdächtig erscheinen, sollten auch diese entsprechend untersucht werden. Unter dem Mikroskop werden die Zellen untersucht. Sollte es sich um Tumorzellen handeln, kann eine erste vorläufige Einteilung in high-grade oder low-grade Mastzelltumoren erfolgen. Achtung: Die Einteilung ist nur vorbehaltlich zu treffen. Denn ca. 1/3 der Tumoren, die nach einer Feinnadelaspiration aussehen wie ein bösartiger high-grade-Mastzelltumor, sind letztendlich doch als low-grade Tumoren einzuordnen. Die endgültige Einordnung kann erst in der pathologischen Untersuchung nach chirurgischer Entfernung des Tumors (oder nach der Entnahme einer Biopsie) sowie nach den oben genannten zusätzlichen Untersuchungen erfolgen. Erst nach dieser Untersuchung sollte eine erste Prognose erstellt werden. 


Zusätzlich zu den bereits genannten Untersuchungen kann eine Ultraschalluntersuchung des Bauchraumes diagnostisch wertvoll sein. Bei dieser kann eine Untersuchungen von Lymphknoten, Milz und Leber erfolgen, die unter Umständen ebenfalls von den tumorösen Veränderungen betroffen sind. Insbesondere bei Hunden, die Erbrechen, blutigen Stuhlgang oder Blutgerinnungs-/Wundheilungsstörungen zeigen, ist dringend zu dieser Untersuchung zu raten. 


Ein Blutbild ist zur Einschätzung des allgemeinen Gesundheitszustandes überdies wertvoll und hilft festzustellen, ob der Tumor bereits negative Auswirkungen auf weitere Organe hat.   


Die Operation

Wenn keine maßgeblichen Argumente gegen eine Operation sprechen, sollten die Mastzelltumoren und eventuell betroffene Lymphknoten chirurgisch entfernt werden. Hierbei wird der Chirurg einen möglichst großen Sicherheitsabstand um den Tumor einhalten. Dadurch sollen mit hoher Sicherheit alle Tumorzellen entfernt und das erneute Auftreten des Tumors verhindert werden. Leider ist das sichere Entfernen nicht immer möglich. 

  

Die Beurteilung

Nach der Entnahme wird der Knoten einem Pathologen zur Untersuchung vorgelegt. Dieser ordnet den Tumor endgültig in high-grade oder low-grade Mastzelltumor ein und beurteilt, ob der Tumor mit einem ausreichenden Sicherheitsabstand entfernt werden konnte. Zusätzlich werden als Grundlage für eine sinnvolle Therapieplanung weitere Laboruntersuchungen (s.oben) veranlasst werden. Abhängig von den Ergebnissen dieser Untersuchungen sollte die Prognosestellung erfolgen und bei Bedarf ein sinnvoller Therapieplan erstellt werden. 

  

Habe ich neben der Operation noch weitere Optionen, um meinem Hund zu helfen?

Insbesondere bei aggressiven Tumoren mit hohen Zellproliferations-Index und/oder Mutationen im c-kit-Gen gibt es mittlerweile Möglichkeiten, durch medikamentöse Therapien das Tumorwachstum zu hemmen und die Überlebenszeit deines Hundes zu verlängern. Hierzu existieren je nach Tumoreigenschaften unterschiedliche Chemotherapie-Protokolle. Die Auswahl und Erfolgschancenbewertung dieser Therapien ist komplex und von Fall zu Fall unterschiedlich.


Aus Liebe zu deiner Hündin.