Maremmen-Abruzzen-Schäferhund


Der Maremmen-Abruzzen-Schäferhund stammt direkt von den ersten Herdenschutzhunden ab, die mit großer Wahrscheinlichkeit aus dem mittleren Osten kamen und von Griechenland ausgehend über die Adria nach Italien einwanderten. Im Apenninengebirge war er unter den Farmern ein beliebter Arbeitshund und blieb über Jahrhunderte ihr treuer Begleiter. Seinen Namen erhielt er von dem Gebiet entlang der Küste (Maremma), wo er als Wächter von Schafherden eingesetzt wurde. Diese Arbeit war über Jahrhunderte die Gleiche. Im Winter wurden die Schafe in die flachen Küstenregionen getrieben und im Sommer zum Schutz vor der Hitze zurück auf die höher gelegenen Berge. Zum Bewachen der Herde benötigte man einen mutigen Hund der auch nachts ohne Schäfer bei den Schafen bleiben konnte. Genau das war der Maremmen-Abruzzen-Schäferhund. Es ist somit nicht verwunderlich, dass er sowohl im Norden wie auch im Süden des Landes schnell große Bekanntheit erlangte. Diese Hunde haben zu ihren Schafen eine sehr enge Bindung und italienische Züchter behaupten, dass die Schafhaltung in den Bergen Italiens ohne diese Hunde praktisch unmöglich wäre.


Wie bei vielen Herdenschutzhunden scheint auch der Maremmen-Abruzzen-Schäferhund von fehlendem Interesse an der Paarung, sowie von Unfruchtbarkeit betroffen zu sein. Dieses züchterische Problem war bei aktiven Arbeitshunden eine durchaus erwünschte Eigenschaft, damit die Hunde von ihren Aufgaben nicht abgelenkt waren. Die Rasse selbst wurde viele Jahre von der Öffentlichkeit ferngehalten, um sie vor „Verbesserungen“ zu schützen.


Maremmen-Abruzzen-Schäferhunde sind selbstständige Herdenschutzhunde, die man mit dem nötigen Respekt behandeln sollte. Dennoch ist es wichtig, die Frage der Rangordnung zu klären. Außerdem besitzen sie einen ausgeprägten Schutztrieb, was das Hab und Gut ihres Besitzers angeht. Davon sind auch die Familienmitglieder nicht ausgenommen. Er gestattet es nicht einmal seinem Besitzer, ihn in der Pflichterfüllung als aufmerksamen Wächter zu stören. Auch wenn dieser Hund kein großer Schmeichler gegenüber seinem Besitzer ist, so würde er ohne zu zögern sein Leben für dessen Schutz geben.


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Der Text wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von:

FERAGEN GmbH
Labor für genetische Veterinärdiagnostik
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