Perro de Presa Canario


Die Insel Gran Canaria gehört zu den Kanarischen Inseln, die wiederum zu Spanien zählen. Historisch betrachtet dürften die zu früherer Zeit dort lebenden und außergewöhnlich großen Hunde zur Namensgebung beigetragen haben. Heute sind auf dem Wappen der Kanarischen Inseln zwei Hirtenhunde zu finden, die das Wappen stützen. Englische Einwanderer brachten im 19. Jahrhundert Mastiffs und Bulldoggen mit und kreuzen sie mit den einheimischen Hunden. Dies war die Geburtsstunde des heutigen Perro de Presa Canario auch Dogo Canario genannt.


Ursprünglich wurden diese Hunde für Hundekämpfe gezüchtet, weshalb die Zucht sehr planmäßig und organisiert erfolgte. Selektionskriterien dieser Rasse waren Tapferkeit, Kraft und vor allem dass diese Hunde perfekte Kampfmaschinen waren. Als die Hundekämpfe 1940 unter Strafe gestellt wurden, liefen diese im Untergrund illegal weiter. Die Qualität der Zucht nahm ab diesem Zeitpunkt jedoch rapide ab. In den 60er Jahren war der Perro de Presa Canario nahezu ausgestorben. Auch der Deutsche Schäferhund der in den 60er Jahren auf die Insel gebracht wurde, setzte ihm zusätzlich sehr zu. Anfang der siebziger Jahre keimte in den Spaniern aber neues Interesse an der heimischen Rasse auf und man begann gute Zuchthunde zu suchen. Glücklicherweise konnten auf so manchen isolierten ländlichen Farmen noch Vertreter gefunden werden, um die Rasse wieder zu beleben. Seitdem trifft man den Perro de Presa Canario auch immer öfter auf Aufstellungen an. Derzeit hoffen die Zuchtverbände eine offizielle Anerkennung der Rasse durch die FCI zu bekommen.


Trotz seiner Hundekampf-Geschichte gilt der Perro de Presa Canario als angenehmer und überaus treuer Haushund. Sehr ruhig und seiner Familie treu ergeben ist er dennoch nach wie vor ein vorbildlicher Wachhund.


Quelle:

Der Text wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von:

FERAGEN GmbH
Labor für genetische Veterinärdiagnostik
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