Puli


Der Puli ähnelt in Körperbau und Wesen stark dem Tibet-Terrier. Der kurze Körper, das dicke, Fell und die gerollt getragene Rute ist dem asiatischen Einfluss zu verdanken. Der Name der Rasse ist von Puli Hou abgeleitet und bedeutet „zerstörerischer Hunne“. Im 9. Jahrhundert wanderte ein Teil der als Nomaden lebenden Hunnen – die Magyaren – mit Schafen, Hunden und Pferden nach Osteuropa aus und siedelten sich in Ungarn an. Durch die vielen Kriege, die seine Heimat beinahe völlig zerstörten, wäre der Puli beinahe völlig verschwunden. Aber die Rasse hat überlebt.


Bemerkenswert ist das Haarkleid der Pulis, das sehr stark einem Wischmop ähnelt. Das Haarkleid bildet sich erst nach Ablegen des flauschigen Welpenfells im Alter von 1 bis 2 Jahren aus, wenn die feine Unterwolle verschwindet. Die Vorstellung, dass das Haar der Hunde völlig ungepflegt und unberührt bleiben soll, ist leider ein Irrtum. Es bedarf einiges an Arbeit und Zeit, die Schnüre der Hunde sauber zu halten. Werden die Hunde nicht geschoren, gekämmt oder gebürstet, sondern ihre Haarspitzen nur auseinandergezogen, entsteht die rassetypische Bänder- oder Schnürenbehaarung. Dieser Prozess ist sehr aufwendig und wird als Zotten bezeichnet. Durch das üppige Haarkleid und die im Fell verbleibende tote Unterwolle riecht das Fell bei Nässe stark. Es soll den arbeitenden Hütehund vor Kälte und vor Bissen von angreifenden Raubtieren schützen. Entgegen des Rassestandards werden Pulis auch gelegentlich geschoren. Dies macht sie im Sommer weniger temperaturempfindlich.


Der Puli ist ein selbstständiger, willensstarker, wachsamer und mutiger Hund. Und genauso wird die ihm anvertraute Herde oder sein Territorium auch verteidigt. Fremden Menschen, Tieren und anderen Hunden gegenüber ist er oft misstrauisch. Sie sind auch sehr beweglich, schnell, lernbegierig und ausdauernd. Sie haben ein ausgeprägtes Treibeverhalten. Bei reinen Haushunden kann die Bellfreudigkeit anstrengend werden. Wird der Puli als Haushund gehalten ist er ein treuer Begleiter, der seine Familie und deren Grundstück aufmerksam bewacht.


Quelle:

Der Text wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von:

FERAGEN GmbH
Labor für genetische Veterinärdiagnostik
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