Saarlooswolfhund


Die Zucht des Saarlooswolfhund liegt dem Genetik Studenten Leendert Saarlos zugrunde, welcher es sich zum Ziel setzte reinrassige Hunde beginnend beim Wolf, zu züchten um verloren gegangene Wesensmerkmale wiederherzustellen und eingeschlichene Krankheiten auszumerzen. In einer Kooperation mit dem holländischen Zoo arbeitete er an einer Kreuzung von Wolf und dem Deutschen Schäferhund. Am Weg zu einer ursprünglichen und gesunden Rasse erlitt er einige Rückschläge, schaffte es aber sogar, dass Hunde seiner Zucht als Blindführhunde eingesetzt wurden.


Bis zu Saarlos’s Tod blieb ihm die Anerkennung seiner neu kreierten Rasse verwehrt, jedoch gründeten einige Besitzer seiner Zuchthunde einen Klub, der es schlussendlich 1975 zur Rasseneintragung des Saarlooswolfhund brachte. Unter äußerst strenger Zuchtaufsicht arbeitet man bis heute an der Bekämpfung typischer Hundeleiden wie der Hüftgelenksdysplasie. 


Mit einem Haarkleid, welches dem des Wolfes sehr stark ähnelt, entspricht der Saarlooswolfhund mit agoutifarben, wolfsgrauen oder auch waldbraunen Farben dem heutigen Rassestandard. Auch weiße Abzeichen sind kein Hindernis für die Zucht.


Obwohl nun schon zahlreiche Generationen seit der letzten Kreuzung mit einem Wolf vergangen sind, weisen diese immer noch viele, für Haushunde kritisch angesehene Merkmale, wie beispielsweise den fortlaufenden Drang in der Ranghöhe aufzusteigen, auf. Aus diesem Grund sollte diese Rasse ausschließlich von erfahrenen Hundeführern gehalten werden. Dem Wolfsnaturell entsprechend wird empfohlen mindestens zwei Individuen zu führen, welche niemals getrennt gehalten werden sollten.


Quelle:

Der Text wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von:

FERAGEN GmbH
Labor für genetische Veterinärdiagnostik
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