Samojede


Viele alte Stämme verwendeten die Hütehunde der nordischen Rassen für ihre Rentiere. Bevorzugt wurden dabei jene Hunde mit einem fehlenden Jagdinstinkt, da dies für die Rentiere tödlich geendet hätte. Diese nordische Hunderasse war unter anderem Grundlage von mehreren, später in Europa gezüchteten Hüte- und Schlittenhunden. Samojede und Nentsy, alte Nomadenstämme im Norden Zentralsibiriens, verließen sich immer auf ihre Hunde. Später wurden sie als Schlittenhunde, Schutz- und Begleithunde eingesetzt. Bei den ersten Polarexpeditionen wurden diese Hunde zum Ziehen ihrer Schlitten benutzt. Es waren Pelzhändler, die die ersten Exemplare dieser Rasse nach England brachten. In Australien war die Rasse schon recht früh bekannt.


Die moderne Zucht der Samojeden geht auf nur 12 Hunde zurück. Die Meisten kamen durch Forscher oder einige wenige Züchter nach England. Die schwarzen Samojeden wurden schon früh aus der Zucht genommen und das reinweiße, glänzende Fell hat sich heute beinahe überall durchgesetzt. Das Haar ist gerade, ohne Wellen oder Strähnen, und gibt so den optimalen Schutz gegen die Elemente bei einem Minimum an Pflege. Im Frühjahr und Sommer aber, verlangt das dichte, doppelte Haarkleid regelmäßiges Bürsten. Die Unterwolle muss nämlich ausgekämmt werden, ansonsten beginnt diese sich zu verfilzen und kann zu Hautproblemen führen. 


Durch die Jahrhunderte enger Zusammenarbeit und engen Zusammenlebens zwischen Mensch und Hund ist der Samojede außergewöhnlich auf den Menschen geprägt. Schnell hat er als Familienhund Anhänger gefunden. Samojeden nehmen jede Aufgabe und jedes Spiel an, sind lustig und haben eine geradezu überschäumende Lebensfreude.


Quelle:

Der Text wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von:

FERAGEN GmbH
Labor für genetische Veterinärdiagnostik