Scottish Deerhound


Es ist bis heute nicht genau bekannt wann die ersten Windhunde auf die britischen Inseln kamen. Es dürfte sie aber bereits zur Zeit der römischen Invasion dort gegeben haben. Die rauhen Gegebenheiten in den schottischen Hochländern waren für die afrikanischen Windhunde, mit ihrem kurzen seidigen Fell, nicht unbedingt von Vorteil. Wahrscheinlich wurden diese Hunde mit zottigen einheimischen Rassen gekreuzt, um so ein wetterfestes Haarkleid zu bekommen. Unter diesem ist aber nach wie vor die typische Windhundelinie zu finden. Zur Zeit des Mittelalters wurden ganze Meuten zum Hirschtreiben eingesetzt. Diese Hunde waren beim Adel so angesehen, dass sogar per Gesetz erlassen wurde, dass der Besitz und der Einsatz nur dem Hochland-Adel erlaubt wurden. Im 18. Jahrhundert kam es beinahe zur Auslöschung dieser großartigen Hunde. Die Erfindung von Schusswaffen, machte die großen Meuten von Laufhunden für die Jagd überflüssig. Außerdem reduzierte sich die Zahl der schottischen Hirsche drastisch. Große landschaftliche Flächen wurden für die Landwirtschaft in Anspruch genommen, wodurch die Jäger mit ihren Hounds verbannt wurden. Als 1745 die Schotten die Schlacht von Culloden gegen die Engländer verloren hatten, brach auch das Feudalsystem zusammen und die Förderer dieser Hunde verschwanden. Erst Anfang des 18. Jahrhunderts wurde die Rasse wiederbelebt.


Heute werden Deerhounds kaum mehr in der Jagd eingesetzt. Sie werden gerne auf Rennbahnen mitgenommen. Dort können sie ihrem natürlichen Verhalten im wahrsten Sinne des Wortes freien Lauf lassen. Diese Hunde brauchen viel Bewegung. Zumindest eine Stunde galoppierender Lauf ist notwendig um sie in guter körperlicher Verfassung zu halten und sie auszulasten.


Der Deerhound besitzt das ruhige und freundliche Wesen der meisten Windhunde. Er liebt seine Familie und betet diese förmlich an. Für all jene, die ihm den richtigen Lebensraum bieten können, ist der Deerhound ein idealer Haushund. Die Fellpflege benötigt nur einen minimalen Aufwand und es reicht das gelegentliche Ausbürsten der abgestorbenen Haare.


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Der Text wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von:

FERAGEN GmbH
Labor für genetische Veterinärdiagnostik
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