Sheltie


Der britische Hütehund Sheltie ist eine Art Miniaturform des Langhaarcollies. Wie sein Name schon sagt, hat er seinen Ursprung auf den Shetland-Inseln im Nordosten Schottlands. Im 16. Jahrhundert landeten Fischerboote auf den Inseln und brachten z.B. King-Charles Spaniel, „Yakkie“-Hunde und spitzartige Hütehunde mit, die sich „ihre Beine an Land vertreten“ durften. Häufig hinterließen sie kleine Erinnerungen an ihren Besuch auf den Shetland-Inseln. Nach den zerstörerischen Jahren des Ersten Weltkrieges kreuzte ein Züchter den Collie in die überlebende Linie ein und schuf damit den Typ, wie wir ihn heute kennen. Früher wurde der Sheltie als Wachhund auf kleinen Bauernhöfen und als aufmerksamer Hütehund eingesetzt. 1914 wurde diese Rasse offiziell im Kennel Club aufgenommen und es dauerte nicht lange, bis seine Beliebtheit die des Collies übertraf.


Das Fell des Sheltie ist üppig und es bildet um den Hals und am Brustansatz eine deutliche Mähne. Das Deckhaar ist relativ hart und lang, die Unterwolle hingegen ist weich, kurz und dicht. Das dichte Fell benötigt viel Pflege und es muss oft gebürstet werden. Der Sheltie wird in den verschiedensten Farbvariationen und mit oder ohne weißen Abzeichen gezüchtet.


Die Kleinausführung des Langhaarcollies gilt als feinfühlig, sensibel und außerordentlich intelligent. Seine Größe mag vielleicht nicht verraten, dass er doch ein sehr widerstandsfähiger und robuster kleiner Kerl mit hoher Lebenserwartung ist. Shelties bauen sehr schnell eine sehr enge Verbindung zu ihrer Bezugsperson auf. Fremden gegenüber können sie sich allerdings sehr distanziert und abweisend verhalten. Ihre Bellfreude ergibt sich aufgrund ihres früheren Einsatzes als Wachhund, jedoch sind sie in keinster Weise aggressiv. Da der Sheltie sehr anpassungsfähig und genügsam ist, fühlt er sich in einer Stadtwohnung genauso wohl wie am Land oder in einer kinderreichen Familie. Er benötigt keine besonderen Aktivitäten, wichtig für ihn ist aber das regelmäßige Spazierengehen. Als ausgelassener Spielkamerad mit starker Unterordnungsbereitschaft ist er auch für Hunde-Anfänger bestens geeignet.


Quelle:

Der Text wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von:

FERAGEN GmbH
Labor für genetische Veterinärdiagnostik
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