Sloughi


Es gibt viele verschiedene Windhunderassen und viele unter ihnen erheben den Anspruch, die Älteste zu sein. Typische Rassen wie man sie heute kennt, gab es zur damaligen Zeit nicht. Verschiedene Typen von Hunden verschmolzen untereinander oder wechselten aufgrund bestimmter Umstände. Der Sloughi ist aber sicherlich einer der ältesten Windhunde und wird noch heute im gleichen Gebiet, wo er auch entstanden ist, für die Jagd eingesetzt. Heute ist der Sloughi häufig in Teilen von Marokko, Tunesien, Algerien und Libyen zu finden. Ihre eigentliche Aufgabe bestand/besteht in der Jagd. Diese Hunde lebten über tausende von Jahren mit den Nomaden und beschützen zudem ihre Zelte. 


Der moslemische Glaube sieht Hunde im Allgemeinen als „unrein“ an. Die Windhunde stellen hier allerdings eine Ausnahme dar und wurden hoch geschätzt, sodass sie sich oft das Zelt mit ihren Herren teilten. Noch heute werden Sloughis wie männliche Familienmitglieder in diesen Regionen angesehen. Geburten von Sloughis werden hoch gefeiert, der Tod tief betrauert.


Sloughis besitzen „hasenartige“ Pfoten, die es den Hunden ermöglichen, im heißen Wüstensand Halt zu finden. Die gestromte Farbe der Sloughis gilt in den Bergen als Tarnfarbe, während in der Wüste hauptsächlich sandfarbige Hunde zu finden sind. Vertreter dieser Rasse sind ruhige, vernünftige Hund mit einer starken Bindung zu ihren Besitzern. Aufgrund ihrer sauberen und freundlichen Art, werden Sloughis auch gerne in Wohnungen gehalten. Neben menschlicher Gesellschaft ist es für diese Hunde besonders wichtig, Möglichkeiten zum Austoben zu bekommen. Nicht zu vernachlässigen ist die Lust am Graben dieser Hunde, was darauf zurückzuführen ist, dass die Hunde früher Löcher als Schutz vor der Hitze gegraben haben. Sloughis besitzen einen besonders stark ausgeprägten Jagdtrieb, was für den Besitzer ein verantwortungsbewusstes Handeln zwingend notwendig macht. Als Ersatzbeschäftigung können Windhunderennen oder Coursingveranstaltungen dienen. So kann sowohl Jagd- wie Lauffreude befriedigt werden.


Quelle:

Der Text wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von:

FERAGEN GmbH
Labor für genetische Veterinärdiagnostik
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