Spinone Italiano


Es wird vermutet, dass die Rasse im italienischen Piemont ihren Ursprung hat. Man geht davon aus, dass es sich um einen der ältesten Vorstehhunde handelt. So ist dieser Hundetyp auf Gemälden des 16 Jh. zu finden. Jacques Espée de Selincourt schreibt 1683: Der perfekte Jäger, wobei die besten Griffons aus Italien und Piemont kommen. Er nimmt dabei Bezug auf den Spinone Italiano.


Als Jagdhund wird der Spinone Italiano gern zur Niederwildjagd eingesetzt. Er gilt als hervorragender Vorsteh- und Apportierhund. Weder die Arbeit in kaltem Wasser noch in Dornengestrüpp bremsen seinen Jagdeifer. Sein Jagdstil ist langsam, aber sorgfältig. Aufgrund seiner charakteristischen Gangart – ein mit nur wenigen Galloppsprüngen durchsetzter ausgreifender Trab – ist der Spinone ein besonders ausdauernder Jäger. 


Sein langsames Suchverhalten hat dazu geführt, daß er sogar in seiner Heimat Italien weitgehend von schneller jagenden Hunderassen (z. B. Spanielrassen) abgelöst wurde. Obgleich der Spinone ein reiner Jagdgebrauchshund ist, kann er bei konsequenter Erziehung, ausreichender Bewegung und Beschäftgung durchaus auch in der Familie gehalten werden. Fremden gegenüber verhält er sich freundlich und nie aggressiv. Kein ausgesprochener Wachhund, ist er doch aufmerksam gegenüber allem Verdächtigen und beeindruckt durch seine Respekt einflößende tiefe Stimme.


Aufgrund seines ruhigen Gemüts eignet er sich selbst als Blinden- oder Behindertenbegleithund sowie als Therapiehund. Dank seiner ausgezeichneten Nase leistet er hervorragende Arbeit als Rettungshund. Die Erziehung des Spinone erfordert eine konsequente, zugleich aber sehr einfühlsame Hand. Im Vergleich mit traditionellen deutschen Jagdhunderassen wie etwa dem Deutsch Drahthaar muss man ihn eher als sensibel einstufen.


Quelle:

Der Text wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von:

FERAGEN GmbH
Labor für genetische Veterinärdiagnostik
Bekannt aus: