Tibet-Spaniel


Der liebenswerte Tibet-Spaniel hat seinen Ursprung, wie sein Name schon verrät, in Tibet. Wie bei allen orientalischen Hunden handelt es sich beim Tibet-Spaniel um eine alte, aber erst vor kurzem entdeckte Hunderasse. Es ist allgemein bekannt, dass ein Tibet-Terrier kein Terrier ist und ebenso wenig ist ein Tibet-Spaniel ein Spaniel. Soviel sei zur Namensgebung gesagt. Der engste Verwandte des Tibet- Spaniels ist der Pekingese. Zwischen Tibet und China gab es enge politische Verbindungen und es herrschte ein ständiger Handelsstrom zwischen den beiden Nationen. Die frühen chinesischen Hunde vom Pekingesen-Typ wurden wichtigen Persönlichkeiten als Geschenk überreicht. Diese Hunde könnten die Stammeltern darstellen, aus denen sich der Tibet-Spaniel entwickelt hat. Während sich die verbliebenen Hunde in China allmählich zu den modernen Pekingesen wandelten, blieben jene in Tibet dem ursprünglichen Typen treu. Eine derartig starke Verkürzung der Schnauze und die damit einhergehende Atemnot, hätten ein Überleben des Tibet-Spaniels in den hohen Lagen von Tibet wahrscheinlich unmöglich gemacht. Über viele Jahrhunderte wurden diese Hunde in tibetischen Klöstern gehalten und gezüchtet. Erst Ende des 17. Jahrhunderts kam die Rasse über England nach Europa.


Im Laufe der Jahrhunderte haben sich die Hunde kaum verändert. Das Fell kann in den verschiedensten Farbvariationen vorkommen. Das Deckhaar ist immer seidig und die Unterwolle sehr fein.


Der durchaus lebhafte und ausgesprochen intelligente Tibet-Spaniel gilt als sehr treu und anhänglich. Diese Hunde haben den exotischen Charme orientalischer Hunde ohne körperliche Missbildungen oder überdimensionales Haarkleid. Sie sind freundlich und selbstbewusst, Fremden gegenüber allerdings misstrauisch. Bezüglich ihrer Haltung gelten sie als sehr unkompliziert. Sie fühlen sich in einer kinderreichen Familie genauso wohl, wie in einer kleinen Stadtwohnung. Wichtig ist nur, dass sie viel Zeit mit ihrer Bezugsperson verbringen können. Was die Bewegung betrifft, haben Tibet-Spaniel keine hohen Ansprüche. Trotzdem sollte auf regelmäßige Spaziergänge nicht vergessen werden.


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Der Text wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von:

FERAGEN GmbH
Labor für genetische Veterinärdiagnostik
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