Inhaltsverzeichnis:
- Was ist Zistrose
- Welche Vorteile hat Zistrose in der Pferdefütterung?
- Wann kann Zistrose deinem Pferd helfen?
- Worauf solltest du beim Kauf von Zistrose achten?
- Dosierst du Zistrose richtig?
- vetevo Fazit
Zistrose in der Pferdefütterung – das Wichtigste in Kürze
✅ Zistrose enthält außergewöhnlich viele Polyphenole, die antioxidativ wirken und somit freie Radikale neutralisieren können.
✅ Unterstützt das Immunsystem, besonders in Zeiten erhöhter Belastung.
✅ Pflegt Haut und Fell von innen und hilft, die natürliche Hautbarriere zu stabilisieren.
✅ Unterstützt den Verdauungstrakt auf natürliche Weise.
✅ Natürliche Futterergänzung, die sich gut in das tägliche Fütterungsmanagement einfügt.
Was ist Zistrose?
Graubehaarte Zistrose (Cistus incanus) ist ein mediterraner Strauch, der in sonnenreichen Regionen Griechenlands, der Türkei und des Mittelmeerraums vorkommt. Die Pflanze bildet eine besonders hohe Konzentration an sekundären Pflanzenstoffen, vor allem Polyphenolen, zu denen auch Gerbstoffe gehören. Diese Stoffgruppe ist dafür bekannt, antioxidativ, adstringierend und mikrobiell regulierend zu wirken.
Die Blätter der Zistrose haben einen aromatischen Kräuterduft und werden schonend getrocknet, damit möglichst viele der wertvollen Inhaltsstoffe erhalten bleiben. In der Pferdefütterung wird sie meist als loses Kraut oder als Granulat verwendet.
Welche Vorteile hat Zistrose in der Pferdefütterung?
✅ Unterstützung des Immunsystems: Die in der Zistrose enthaltenen Polyphenole können die natürlichen Abwehrkräfte stärken. Viele Pferdehalter nutzen Zistrose in Zeiten erhöhter Belastung, etwa bei Wetterumschwüngen oder Stallwechsel.
✅ Pflege von Haut und Fell: Zistrose wird häufig bei Pferden eingesetzt, die zu trockener, schuppiger oder empfindlicher Haut neigen. Sie kann helfen, die Haut widerstandsfähiger zu machen und das Fell glänzender wirken zu lassen.
✅ Begleitung im Fellwechsel: Im Frühjahr und Herbst benötigen viele Pferde zusätzliche Unterstützung. Zistrose kann den Stoffwechsel in dieser Zeit entlasten und das Wohlbefinden fördern.
✅ Verdauungstrakt: Die leicht adstringierenden (zusammenziehenden) Eigenschaften der Pflanze können dabei helfen, das Mikrobiom im Darm zu stabilisieren.
✅ Ausgleich bei Stress: Nach intensiver Arbeit, Transport oder neuen Umgebungseinflüssen kann Zistrose beruhigend auf den Stoffwechsel im Magen-Darm-Trakt wirken.
👉 Wichtig: Wenn dein Pferd sehr empfindlich auf Gerbstoffe reagiert oder unter Magenproblemen leidet, ist vor der Fütterung eine Rücksprache mit dem Tierarzt oder Therapeuten ratsam. Zistrose dient lediglich der Futterergänzung. Bei akuten oder gesundheitlichen Beschwerden ersetzt Zistrose keine tierärztliche Untersuchung. Auch ein Allergietest auf Gräser, Milben & Co. für Pferde kann zusätzliche Hinweise liefern.
Worauf solltest du beim Kauf von Zistrose achten?
- Naturbelassenes Kraut: Achte darauf, dass das Kraut auch noch junge Triebe enthält. Diese sind besonders vitalstoffhaltig.
- Kraut und Granulat in Bio-Qualität: Bio-Zistrose wird ohne synthetische Spritzmittel angebaut. Das ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch für die Qualität der Pflanzen.
- Von Hand geerntet: Durch maschinelle Ernte können versehentlich auch giftige Pflanzen für Pferde wie Jakobskreuzkraut mitgeerntet werden. Bevorzuge daher von Hand geerntete Bio-Zistrose.
- Aromatischer Kräuterduft: Frische Zistrose riecht würzig und leicht harzig.
- Cystus Equine: Dr. Pandalis Tiergesundheit setzt auf besonders polyphenolreiche Wildformen der graubehaarten Zistrose. Das Kraut wird schonend verarbeitet und ist frei von Zusätzen.
Dosierst du Zistrose richtig?
Die passende Menge richtet sich immer nach dem Körpergewicht des Pferdes. Als allgemeiner Richtwert gelten 5 bis 10 Gramm pro 100 Kilogramm Körpergewicht und Tag. Bei erhöhtem Bedarf, etwa während des Fellwechsels, bei wetterbedingter Belastung oder in stressigen Phasen, kann die Tagesmenge vorübergehend auf bis zu 20 Gramm pro 100 Kilogramm Körpergewicht angepasst werden.
Zistrose wird entweder als geschnittenes Kraut oder als feineres Granulat gefüttert. Beide Formen lassen sich gut ins tägliche Futter mischen. Granulat eignet sich besonders für Pferde, die grobe Pflanzenstücke schlecht akzeptieren oder ihr Futter gerne aussortieren. Das geschnittene Kraut ist die naturnähere Variante und wird häufig aufgrund seines aromatischen Kräuterdufts bevorzugt.
Viele Pferdehalter setzen Zistrose kurweise über vier bis zwölf Wochen ein. Eine langfristige Einnahme ist jedoch ebenfalls möglich.

vetevo Fazit
Natürliche Pflanzenstoffe wie Zistrose haben in der Pferdefütterung ihren festen Platz – nicht als schnelle Lösung, sondern als sanfte Begleiter im Alltag. Zistrose lässt sich gut in deine bestehende Fütterungsroutine integrieren und kann Haut, Verdauung und Immunsystem auf natürliche Weise unterstützen, besonders in sensiblen Phasen.
Wenn du dein Pferd aufmerksam beobachtest, auf Qualität achtest und natürliche Ergänzungen gezielt einsetzt, schaffst du eine stabile Grundlage für Ausgeglichenheit und Widerstandskraft. Oft sind es gerade die kleinen Anpassungen, die langfristig einen spürbaren Unterschied machen.
vetevo – aus Liebe zum Tier.