Zum Warenkorb hinzugef√ľgt

Weiter einkaufen

Wurmkur bei Katzen - wann entwurmen und wie oft testen?

Zuletzt aktualisiert:
Wann und wie oft muss ich meine Katze entwurmen? Welche Arten der Wurmkur gibt es? Und wie oft sollte ich sie auf W√ľrmer testen?

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, wie deine Katze sich mit den verschiedenen Wurmarten infizieren kann. Das bedeutet auch, dass das Risiko eines Wurmbefalls stark von der Haltungsform deines Vierbeiners abhängt.

Selbstverst√§ndlich muss jeder Wurmbefall medizinisch behandelt werden, da die Parasiten f√ľr die Gesundheit deiner Katze sehr sch√§dlich sind. Als verantwortungsbewusster Katzenbesitzer m√∂chtest du deinen Vierbeiner bestm√∂glich sch√ľtzen, gleichzeitig aber unn√∂tige Medikamentengaben vermeiden.

Deshalb haben wir dir das Wichtigste zur Wurmkur bei Katzen zusammengestellt. Einmal im Jahr kommst du um die Entwurmung leider nicht herum. F√ľr jedes weitere Mal raten wir dir: Teste deine Katze auf einen Wurmbefall, um ihren K√∂rper nicht ohne Grund durch Wurmmittel zu belasten.

Inhaltsverzeichnis:

Welche Wurmarten befallen Katzen?

W√ľrmer sind Parasiten, die den K√∂rper deiner Katze angreifen. Unter Parasiten versteht man Lebewesen, die einen Wirt befallen, in ihm leben und seine Gesundheit sch√§digen.

Katzen nehmen infekti√∂se Wurmeier √ľber das Maul auf. Die Eier entwickeln sich (in den meisten F√§llen) im Darm innerhalb von etwa vier Wochen zu ausgewachsenen W√ľrmern. Ab diesem Zeitpunkt scheidet deine Katze ansteckende Eier aus.

Es gibt weltweit viele verschiedene Wurmarten, die Katzen befallen k√∂nnen. In unseren Breitengraden kommen allerdings vornehmlich vier Wurmarten f√ľr einen Befall deiner Katze in Frage: Spulw√ľrmer, Hakenw√ľrmer, Bandw√ľrmer und Lungenw√ľrmer.

Spulw√ľrmer (Toxocara mystax) und Hakenw√ľrmer (Ancylostoma tubaeforme) betreffen Katzen jeden Alters. Bereits kleine K√§tzchen k√∂nnen sich durch die Muttermilch anstecken. Zudem werden diese beiden Wurmarten √ľber den Kot infizierter Tiere weitergegeben. In den Ausscheidungen befallener Tiere finden sich Wurmeier, die im Kot heranreifen und so hoch ansteckend sowie widerstandsf√§hig werden. Diese Eier werden dann √ľber den Kot selbst, aber auch √ľber die Erde, √ľber Wasser oder √Ąhnliches von noch gesunden Tieren aufgenommen und stecken diese mit den Parasiten an.

Bandw√ľrmer √ľbertragen sich vor allem √ľber wilde Beutetiere von Freig√§ngerkatzen, durch Flohbisse sowie in seltenen F√§llen √ľber die Rohfleischf√ľtterung. Hier tr√§gt die Beute (bzw. das gef√ľtterte Fleisch oder der Floh) verschiedene Entwicklungsstadien dieser Wurmart in sich und infiziert so die Katze. Man unterscheidet zwischen einem Befall mit adulten Bandw√ľrmern (die h√§ufigere Variante) und dem mit niederen Entwicklungsstadien der W√ľrmer. In Kotproben ist diese Wurmart oft nicht nachweisbar. Deshalb sind Bandw√ľrmer einer der Gr√ľnde, dass du deine Katze mindestens einmal j√§hrlich entwurmen musst.

Lungenw√ľrmer (Aelurostrongylus abstrusus) unterscheiden sich stark von den anderen Arten. Statt im Darm, leben die ausgewachsenen W√ľrmer in der Lunge der Katze. Dort legen sie auch ihre Eier ab, aus denen sich Larven entwickeln. Diese wandern aus der Lunge Richtung Rachen und werden so verschluckt und ausgeschieden.

Die ausgeschiedenen Larven m√ľssen innerhalb von 2 Wochen eine Schnecke als Zwischenwirt finden. Wird die infizierte Schnecke dann gefressen, nisten sich die Larven in dem neuen Wirt ein. Das kann beispielsweise eine Maus sein, die wiederum von deiner Katze gefressen wird. M√∂glich ist aber auch, dass dein Vierbeiner die Schnecke direkt, zum Beispiel w√§hrend des Grasens, aufnimmt. Nachdem das infizierte Tier von deiner Katze gefressen wurde, wandern die Larven innerhalb von 24 Stunden in die Lunge und der Zyklus beginnt wieder von vorne.

Wie infiziert sich meine Katze an W√ľrmern?

Deine Katze kann sich auf eine der folgenden Weisen mit W√ľrmern infizieren:

  • durch Wurmlarven in der Muttermilch
  • Verzehr von Kot bereits infizierter Tiere
  • Verzehr eines infizierten Beutetieres
  • Lecken der eigenen Pfoten, die beispielsweise √ľber die Erde mit Wurmeiern in Ber√ľhrung gekommen sind
  • Fl√∂he

Wichtig: Bei einem Flohbefall sollte zus√§tzlich zur Behandlung entwurmt werden, da Fl√∂he Bandw√ľrmer √ľbertragen k√∂nnen.

Symptome eines Wurmbefalls bei Katzen

Der beste und zuverlässigste Weg einen Wurmbefall bei deiner Katze festzustellen ist ein Wurmtest.

Der vetevo Wurmtest f√ľr Katzen

  • Bequem nach Hause bestellen
  • Probenbox kostenfrei zur√ľckschicken
  • Testergebnis auf die vetevo App erhalten
Wurmtest Katze

Allerdings können solche Kotuntersuchungen einen Bandwurmbefall nicht komplett ausschließen. Da eine Ansteckung zudem bereits am Tag nach dem letzten negativen Test passieren kann, solltest du zusätzlich auf typische Symptome achten:

  • breiiger Stuhl bis hin zu Durchfall
  • Juckreiz am After, der sich durch vermehrtes Lecken sowie ‚ÄúSchlittenfahren‚ÄĚ √§u√üert
  • Gewichtsverlust bei gleichbleibender Nahrungsaufnahme
  • struppiges und trockenes Fell
  • An√§mie
  • Appetitlosigkeit
  • bei jungen Tieren: Deformationen des Skeletts, Bauchfellentz√ľndungen und unter Umst√§nden auch Darmverschluss

Wichtig: Manche Wurmarten sind sogenannte Zoonose-Erreger. Sie sind auf den Menschen √ľbertragbar und f√ľhren zu verschiedenen Erkrankungen. Aus diesem Grund muss bei der Reinigung der Katzentoilette unbedingt auf ausreichende Hygiene geachtet werden.

Wie oft sollte ich meine Katze entwurmen und auf W√ľrmer testen?

Das Risiko eines Wurmbefalls unterscheidet sich von Katze zu Katze stark. Es hängt vor allem mit der Haltungsform und den dazugehörigen Lebensumständen des Tieres zusammen. In der Tiermedizin unterteilt man in drei Risikogruppen, die unterschiedlich oft getestet bzw. entwurmt werden sollten.

Da einige Wurmarten in einer Kotprobe häufig nicht nachgewiesen werden können, solltest du deine Katze mindesten 1 Mal pro Jahr vorsorglich entwurmen.

Geringes Risiko

Zu dieser Gruppe z√§hlen Katzen ohne Freilauf und damit auch ohne Kontakt zu anderen Tieren. In diesem Fall ist eine Ansteckung mit W√ľrmern relativ unwahrscheinlich, jedoch nicht ausgeschlossen: √úber beispielsweise die Schuhe bringt man unter Umst√§nden Wurmeier von drau√üen in die Wohnung. Auch √ľber die F√ľtterung von rohem Fleisch kann es zu Wurmbefall kommen. F√ľr diese Gruppe sollte, zus√§tzlich zur j√§hrlichen Entwurmung, 1 bis 2 Mal im Jahr auf Wurmbefall getestet werden.

Mittleres Risiko

In diese Gruppe fallen Katzen, die nur unter Aufsicht drau√üen unterwegs sind und/oder Kontakt zu anderen Tieren haben. Da hier eine Ansteckung schon durchaus wahrscheinlicher ist solltest du 2-3 Mal im Jahr einen Wurmtest durchf√ľhren.

Hohes bis sehr hohes Risiko

Bei Freig√§ngern, in Tierheimen, Zuchten oder Haushalten mit mehreren Tieren steigt das Risiko eines Wurmbefalls deutlich an. In diesen F√§llen sollte (zus√§tzlich zur j√§hrlichen Wurmkur) alle 3 Monate getestet werden, um eine Infektion fr√ľhzeitig zu bemerken. Geh√∂rt deine Katze zu den J√§gern, die ihre Beute fressen, solltest du sie alle 4 Wochen testen und gegebenenfalls entwurmen.

Wichtig: Katzenwelpen sollten ab der 3. Lebenswoche alle 2-3 Wochen entwurmt werden, solange sie noch in der Säugephase sind. Zudem ist es wichtig, die Kätzchen kurz vor den Impfungen (8. und 12. Woche) zu entwurmen, da ein Wurmbefall die Impfwirksamkeit einschränken kann.

Welche Arten von Wurmkuren gibt es?

Die medikament√∂se Zusammensetzung der passenden Wurmkur richtet sich nach der Art des Wurmbefalls. F√ľr die verschiedenen Wurmarten gibt es auch verschiedene Mittel, zus√§tzlich werden auch Kombipr√§parate angeboten. Manche von ihnen wirken nur gegen entwickelte W√ľrmer, andere auch gegen Wurmlarven. Die Dosierung h√§ngt wiederum vom Gewicht des Tieres ab. Je nach Mittel variiert auch die Behandlungsdauer. Lass dich zu Wirkstoffen sowie Dosierung von deinem Tierarzt beraten.

Es gibt unterschiedliche Formen, in denen du deiner Katze eine Wurmkur verabreichen kannst. Die g√§ngigsten Darreichungsformen f√ľr Wurmkuren sind:

Tabletten

Bei der Wurmkur in Form von Tabletten stehst du womöglich auch vor dem Problem, dass deine Katze die Tablette partout nicht schlucken möchte. Dann kann es hilfreich sein, die Pille in etwas Leckeres zu verpacken. Weigert sich deine Katze von selbst zu schlucken, hilft es oft, das Mittel relativ weit hinten auf die Zunge zu legen. So wird das Ausspucken erschwert und die Chance erhöht, dass dein Patient die Pille schluckt.

Wurmpaste

Hier muss eine größere Menge oral verabreicht werden. Das ist nicht immer ganz einfach, da so manche Katze keinen besonderen Appetit auf diese Paste hat. Meist werden diese Pasten allerdings in einer Spritzenform geliefert. So kannst du den Inhalt seitlich ins Maul deiner Katze spritzen. Achte dabei darauf, dass das Mittel tief genug in den Mundraum gelangt, damit dein Vierbeiner seine Medizin auch tatsächlich schluckt und nicht wieder ausspuckt.

Spritze

Der Vorteil dieser Methode ist, dass du nicht auf die Kooperation deiner Katze angewiesen bist. Allerdings steht in diesem Fall ein Besuch beim Tierarzt an, was f√ľr manche Tiere unn√∂tigen Stress bedeutet. Deshalb solltest du genau abw√§gen, ob diese Art der Wurmkur f√ľr deine Katze und dich die richtige ist.

Spot-On

Sogenannte Spot-Ons werden in den Nacken deiner Katze geträufelt. Diese Methode bringt den Vorteil mit sich, dass du deine Katze nicht mehr zum Schlucken eines Präparats bringen musst und die Wurmkur trotzdem zuhause erledigen kannst. Achte darauf, dass deine Katze nichts von dem Mittel oral aufnimmt. Zudem solltest du beachten, dass es möglicherweise zu Juckreiz und Haarausfall an der behandelten Stelle kommen kann.

Wichtig: Du solltest nur spezielle, f√ľr Katzen geeignete Wurmkuren verwenden. Wurmkuren f√ľr andere Tiere k√∂nnen aufgrund der h√∂heren Dosierung f√ľr deine Katze sch√§dlich sein.

Wie wirkt die Wurmkur bei der Katze?

Eine Wurmkur wirkt, indem die W√ľrmer im K√∂rper deiner Katze innerhalb von 24 Stunden abget√∂tet und mit dem Kot ausgeschieden werden. Normalerweise reicht eine einmalige Kur aus, um dem Wurmbefall ein Ende zu setzen.

Das heißt: Die Wurmkur wirkt immer nur gegen den aktuellen Wurmbefall und niemals präventiv. Deine Katze kann sich also theoretisch direkt am Tag nach der Entwurmung wieder anstecken. Deshalb solltest du den Kot deines Tieres regelmäßig untersuchen lassen, um einen erneuten Befall schnell festzustellen und zu behandeln.

vetevo Fazit

Das Risiko eines Wurmbefalls bei deiner Katze hängt stark von ihren Lebensbedingungen ab. Dementsprechend schwanken auch die Empfehlungen, wie oft du deinen Vierbeiner testen und entwurmen lassen solltest.

In jedem Fall ist eine Entwurmung pro Jahr Pflicht, um auch einen schwer nachweisbaren Wurmbefall auszuschließen. Bei Freigängern sind regelmäßige Wurmkuren unumgänglich. Ansonsten solltest du deine Katze lieber erst testen, bevor du zusätzliche Wurmkuren anwendest. So bemerkst du einen Wurmbefall schnell und der Körper deiner Katze wird trotzdem nicht mit unnötiger Chemie belastet.

vetevo - aus Liebe zum Tier.

Quellen:

  • Parasiten. In: Vormwald K, Hrsg. Praxisbuch f√ľr Tierheilpraktiker. 2., aktualisierte und erweiterte Auflage. Stuttgart: Georg Thieme Verlag ; 2020. doi:10.1055/b-007-168896
  • Wie entwurme ich richtig? In: Burgener I, Deiner C, D√∂rfelt R et al., Hrsg. FAQ - Berufseinstieg Kleintierpraxis. 1. Auflage. Stuttgart: Enke Verlag; 2016. doi:10.1055/b-004-129696
  • Schnieder T. Wurmbefall ‚Äď Sachgerechte Beratung Schritt f√ľr Schritt. kleintier konkret 2010; 13(S01): 15 - 18. doi:10.1055/s-0030-1248833