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Warum hustet mein Pferd?

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Husten bei Pferden ist ein h√§ufig auftretendes Ph√§nomen. Ungew√∂hnlich ist das nicht, denn das Husten stellt einen Schutzreflex des K√∂rpers da, um das lebenswichtige Atemsystem vor Fremdk√∂rpern und anderen sch√§dlichen Einfl√ľssen zu sch√ľtzen. Trotzdem sollte dieses Symptom nie auf die leichte Schulter genommen werden. Aus einer einfachen Infektion kann sich ohne die richtige Behandlung ein chronischer Husten entwickeln, der die Leistungsf√§higkeit und Lebensqualit√§t deines Pferdes einschr√§nkt.

Inhaltsverzeichnis:

Warum husten Pferde?

Pferde husten, um ihren Atmungsapparat von Substanzen zu befreien, die die Atemwege beeinträchtigen und somit die Atmung erschweren. Dabei handelt es sich um einen Schutzreflex des Körpers, der als Einzelfall keinen Grund zur Sorge darstellt. Häufig entwickelt sich dieser unbedenkliche und sogar hilfreiche Hustenreiz bei plötzlich stark staubbelasteter Luft, nasskaltem Wetter oder plötzlicher Kälte.

Handelt es sich allerdings um wiederkehrenden, häufig auftretenden Husten, solltest du hellhörig werden. Neben unvorteilhaften Haltungsbedingungen, die die Atemwege deines Pferdes reizen, kann Husten auch das Symptom verschiedener Erkrankungen oder anatomischer Probleme sein. Unbehandelt kann ein zunächst unbedenklicher Infekt zu einer chronischen Erkrankung werden. Nimm also gehäuftes Husten bei deinem Liebling ernst.

Wichtig: Spätestens wenn folgende Symptome auftreten, solltest du deinen Tierarzt rufen:

  • Nasenausfluss
  • Fieber
  • geschwollene Lymphknoten
  • Atemnot

Besonders Atemnot kann potentiell lebensgef√§hrlich f√ľr dein Tier sein und sollte nicht untersch√§tzt werden.

Akuter und chronischer Husten bei Pferden

Prinzipiell kann man zwei Arten von Husten bei Pferden unterscheiden: eine akute und eine chronische Variante. Bei der akuten Form handelt es sich um eine gerade stattfindende Infektion der Atemwege, die bei richtiger Behandlung innerhalb von etwa zwei Wochen auskuriert ist.

Hat sich hingegen bereits ein chronischer Husten entwickelt, wird die Behandlung komplizierter. In den meisten F√§llen k√∂nnen zwar die Symptome gut behandelt werden, jedoch wird das Tier nicht mehr komplett gesund. Dies kann dann zu einem Leistungsabfall und einer Minderung der Lebensqualit√§t f√ľhren.

Haltungsbedingungen als Auslöser von Reizhusten

Ein oft untersch√§tzter Faktor bei der Entwicklung von Husten bei deinem Pferd sind die Haltungsbedingungen. Hierzu z√§hlen Faktoren wie die Sauberkeit des Stalls, die Luftqualit√§t und Temperatur in den Stallungen, das Ma√ü der Bewegung des Tieres sowie die F√ľtterung.

Durch sehr trockene und staubige Luft kann es einerseits zu Reizhusten kommen, andererseits wird der Atemapparat deines Pferdes durch die st√§ndige Reizung anf√§lliger f√ľr Infektionen und Entz√ľndungen. Mangelnde Bewegung ist ebenso ein m√∂glicher Ausl√∂ser von Husten. Bei k√∂rperlicher Aktivit√§t wird die Lunge ‚Äúdurchl√ľftet‚ÄĚ und in ihrer Selbstreinigung unterst√ľtzt. Kommt das Bewegungsprogramm deines Pferdes zu kurz, wird sein Atemsystem anf√§lliger f√ľr Erkrankungen. Und auch die F√ľtterung kann Ausl√∂ser f√ľr Pferdehusten sein: Minderwertiges Raufutter enth√§lt h√§ufig Pilze oder Bakterien, die zu Husten f√ľhren.

Tipp: Achte darauf, ob dein Pferd beispielsweise nur im Stall, aber nicht beim Ausreiten hustet. Dies deutet auf einen Haltungsfehler anstelle einer Infektion hin.

Neigt dein Pferd zu Husten, lohnt es sich diese Faktoren zu √ľberpr√ľfen und gegebenenfalls Abhilfe zu schaffen. So kannst du vermeiden, dass sich der l√§stige Reizhusten in eine chronische Atemwegserkrankung verwandelt.

Hinweis: Fohlen haben einen wesentlich schwächer ausgeprägten Hustenreiz als ältere Tiere. Deshalb sind sie anfälliger durch Verschlucken von Fremdkörpern eine Atemwegserkrankung zu entwickeln.

IAD bei Pferden: inflammatory airway disease

Unter der IAD (inflammatory airway disease) versteht man eine Entz√ľndung der tiefen Atemwege des Pferdes. Theoretisch kann jedes Pferd daran erkranken. In der Praxis kommt diese entz√ľndliche Atemwegserkrankung h√§ufig bei relativ jungen und gut trainierten Pferden vor.

Als Ursache wird vor allen Dingen eine hohe und anhaltende Staubbelastung der Atemluft des Pferdes angenommen. In diesem Fall handelt es sich bei der Entz√ľndung um eine √ľberm√§√üige Reaktion des Immunsystems, eine Allergie, des Tieres. Ob eine hartn√§ckige Infektion mit Viren ebenso infrage kommt, ist wissenschaftlich nicht abschlie√üend gekl√§rt. Auch genetische Faktoren werden als Ausl√∂ser diese Erkrankung diskutiert.

Symptome der IAD bei Pferden

Zu den Klassischen Symptomen gehören gelegentlicher, starker Husten, der vor allem (und oft ausschließlich) in Belastungssituationen auftritt Dazu kommen häufig:

  • Nasenausfluss
  • angeschwollene Lymphknoten
  • Fieber

Im Ruhezustand merkst du deinem Pferd diese entz√ľndliche Erkrankung in der Regel nicht an. Oftmals f√§llt die Krankheit erst durch deutlichen Leistungsabfall von sonst sehr leistungsstarken Tieren auf.

Diagnose der IAD bei Pferden

Zu allererst wird der Tierarzt dein Pferd gr√ľndlich untersuchen. Er pr√ľft die Atmung, h√∂rt dein Pferd ab und l√∂st gegebenenfalls den Hustenreflex aus, um die Art des Hustens bestimmen zu k√∂nnen.

Um die Diagnose der entz√ľndlichen Atemwegserkrankung zu sichern, greift der Tierarzt auf eine sogenannte Tracheobronchoskopie zur√ľck. Darunter versteht man eine Atemwegsspiegelung, bei der die Luftr√∂hre sowie die Bronchien des Pferdes mithilfe einer starren oder auch flexiblen Apparatur (Bronchoskop) von innen untersucht werden.

Therapie der IAD bei Pferden

Der fr√ľher gerne verabreichte Wirkstoff Codein sollte nicht eingesetzt werden. Da er nur zu einer Unterdr√ľckung des Hustenreizes f√ľhrt, kann er die Ursache der Erkrankung nicht beheben und verschlimmert sie im schlechtesten Fall.

Das erste Mittel zur Besserung der Beschwerden deine Pferdes ist Ruhe. Dementsprechend muss das Training minimiert werden, um deinem Liebling die Möglichkeit zu geben, sich rasch zu erholen.

Da die Staubbelastung der Atemluft deines Pferdes wahrscheinlichster Ausl√∂ser dieser Erkrankung ist, solltest du auf eine gute Durchl√ľftung des Stalls und der Trainingsbereiche achten. Hier bietet es sich an, sowohl F√ľtterung genau zu pr√ľfen als auch Verunreinigungen durch Staub, Pilze und Bakterien weitestgehend auszuschlie√üen.

Um die Symptome weiter zu lindern, hat der Tierarzt die M√∂glichkeit Glukokortikoide zu verabreichen. Diese Art der Steroidhormone kann systemisch oder durch Inhalation verabreicht werden. Zudem k√∂nnen bronchienerweiternde sowie schleiml√∂sende Mittel deinem Pferd helfen, die Entz√ľndung schnell auszukurieren.

Wichtig: Eine solche Erkrankung kann bei infekti√∂ser Ursache bereits vor Ausbruch der Symptome ansteckend f√ľr andere Pferde sein. Deshalb solltest du die anderen Tiere genau beobachten und ihre Temperatur regelm√§√üig messen. So kannst du eine Entz√ľndung meist fr√ľh genug erkennen und behandeln.

Infekti√∂se Entz√ľndungen

Ursache des Hustens deines Pferden k√∂nnen auch verschiedene infekti√∂se Entz√ľndungen sein. Hierzu z√§hlen beispielsweise Entz√ľndungen des Rachens (z. B. Druse), des Kehlkopfes, der Luftr√∂hre (Tracheitis) oder der Lufts√§cke. Solche Erkrankungen kommen geh√§uft bei jungen Pferden vor.

In diesen F√§llen handelt es sich meist um virale oder bakterielle Infektionen. Doch auch ein Pilzbefall kann zu einer solchen Entz√ľndung f√ľhren. Meist befallen die krankmachenden Keime die oberen Atemwege und wandern dann in tiefer gelegene Regionen, wie die Lufts√§cke. Die Druse ist eine der bekanntesten dieser hochansteckenden Erkrankungen. Sie wird durch ein Bakterium (Streptococcus equi subsp. equi) ausgel√∂st.

Symptome infekti√∂ser Entz√ľndung, die Husten beim Pferd hervorrufen

Die angegriffenen Schleimh√§ute deines Pferdes werden bei infekti√∂sen Entz√ľndungen durch die Erreger stark gereizt. Gleichzeitig ist dieser Bereich st√§ndigen mechanischen Reizen durch die Atemluft sowie die Futteraufnahme ausgesetzt. Typisch ist deshalb ein trockener, oftmals in Anf√§llen auftretender Husten.

Je nach Schwere der Infektion und Tiefe der betroffenen Regionen können zudem folgende Symptome hinzukommen:

  • Nasenausfluss und ggfs. -bluten
  • starke Schwellung der Lymphknoten
  • Atemger√§usche
  • Leistungsabfall
  • Appetitlosigkeit
  • Schluckbeschwerden sowie Fieber

Diagnose infekti√∂ser Entz√ľndungen

Selbstverst√§ndlich wird dein Tierarzt bei Verdacht eine genaue Untersuchung der oberen und unteren Atemwege deines Pferdes durchf√ľhren. Neben dem Abh√∂ren und Beobachten von Atemfrequenz und -ger√§usch kann auch hier eine Bronchoskopie n√∂tig werden.

Die sicherste M√∂glichkeit der Diagnose infekti√∂ser Entz√ľndungen der Atemwege ist ein Bluttest. So k√∂nnen erh√∂hte Entz√ľndungswerte zweifelsfrei nachgewiesen werden. Auch die labortechnische Untersuchung von Nasenausfluss und bei der Bronchoskopie entnommener Proben gibt Aufschluss √ľber die genaue Ursache der Erkrankung.

Therapie infekti√∂ser Entz√ľndungen

Die Therapie infekti√∂ser Entz√ľndung richtet sich nach der genauen Ursache. Bakterielle Infektionen bed√ľrfen der Behandlung mit passenden Antibiotika, Pilzinfektionen werden mit Antimykotika behandelt. Bei einer viralen Infektion gilt es vor allen Dingen das Immunsystem zu unterst√ľtzen, um die Erreger zu bek√§mpfen.

Egal um welche Entz√ľndung es sich handelt: Dein Pferd muss bis zur vollst√§ndigen Genesung geschont werden. Gleichzeitig sollte auch hier auf eine staubfreie, reizarme Umgebung geachtet werden, um die Atemwege zus√§tzlich zu entlasten.

Chronischer Husten: Recurrent airway obstruction (ROB)

Neben den akuten Atemwegserkrankungen beim Pferd ist ebenso eine chronische, also andauernde Erkrankung des Atemapparats ein h√§ufiger Grund f√ľr das Symptom Husten. Eine solche Chronifizierung kommt zustande, wenn eine akute Atemwegserkrankung nicht richtig behandelt oder vollst√§ndig auskuriert wurde. Durch die andauernde Entz√ľndung sind die Atemwege deine Pferdes dauerhaft gereizt, verschleimt und verengt. So f√§llt es deinem Liebling zunehmend schwerer Luft aus der Lunge auszuatmen.

Symptome des chronischen Hustens bei Pferden

Normalerweise heilt eine akute Atemwegserkrankung bei gezielter Behandlung mit ausreichender Schonung innerhalb einiger Wochen komplett aus. Bestehen die Symptome allerdings l√§nger, spricht man ab einer √ľber 6-w√∂chigen Dauer von einer Verstetigung des Hustens.

Typisch ist dabei, dass dein Pferd zwar noch hustet, aber seine K√∂rpertemperatur nicht mehr erh√∂ht ist. Auch gehen die Entz√ľndungswerte im Blut zur√ľck und das Pferd ist (bei zuvor infekti√∂ser Erkrankung) nicht mehr ansteckend. Der Husten wird in diesem Fall oft unregelm√§√üig. Das hei√üt, manchmal hustet dein Pferd nur noch zu einer bestimmten Tageszeit, nur zu Anfang des Trainings oder bei langem Aufenthalt im Stall.

Da die Symptome weniger offensichtlich sind, f√§llt die Chronifizierung oft sehr sp√§t auf. Da die Behandlung allerdings dringend notwendig ist, solltest du (vor allem nach vermeintlich √ľberstandener akuter Erkrankung) auf typische Anzeichen achten.

Weitere Anzeichen f√ľr chronische Atemwegserkrankung sind:

  • erh√∂hte Ruhe-Atemfrequenz
  • erschwerte Atmung, wobei beim Ausatmen die Bauchmuskel eingesetzt werden
  • rasche Erm√ľdung bei Anstrengung
  • schnelles Schwitzen

Die recurrent airway disease kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein. In schweren Fällen kann es zu Lymphemphysemen und damit zur Dämpfigkeit bei Pferden kommen.

Dämpfigkeit

D√§mpfigkeit ist ein anderer Ausdruck f√ľr chronische Lungenemphyseme bei Pferden. Wenn eine chronische Atemwegserkrankung soweit fortgeschritten ist, herrscht sozusagen ein √úberangebot an Luft in der Lunge des Pferdes. Grund daf√ľr ist die Sch√§digung der Lungenbl√§schen, die f√ľr den Sauerstoff-Kohlendioxid-Austausch zust√§ndig sind.

Durch die Erkrankung kommt es zu Atemproblemen mit einer verstärkten Ausatmung. Durch diese kollabieren die Bronchiolen. Die Luft bleibt dann in den Lungenbläschen gefangen, die sich chronisch erweitern und ihre Funktion verlieren. So sinkt der Sauerstoffgehalt im Blut, was sich durch Leistungsabfall und mangelnde Belastbarkeit äußert.

Hinweis: Die Dämpfigkeit ist nicht heilbar kann unter Umständen lebensbedrohlich werden. Achte deshalb besonders auf Anzeichen einer Verschlechterung, wie beispielsweise akute Atemnot.

Behandlung des chronischen Hustens bei Pferden

Die Behandlung des chronischen Hustens besteht einerseits aus Vermeidung von den Atem belastenden Reizen, andererseits aus der Bek√§mpfung der Symptome. Ausreichende Bewegung kann sehr hilfreich sein, da so die Lunge durch die tiefere Atmung zur Selbstreinigung animiert wird. Der w√§hrenddessen aufkommende Husten ist sogar gew√ľnscht, um festsitzenden Schleim zu l√∂sen.

Einzelne Symptome k√∂nnen zudem medikament√∂s behandelt werden, um dein Pferd zu unterst√ľtzen. Hilfreich sind Medikamente, die die verengten Bronchien √∂ffnen, den Schleim l√∂sen oder die Schleimh√§ute abschwellen. Dein Tierarzt kann dich zu passenden Mitteln beraten.

Tipp: Sollte dein Pferd bereits unter chronischem Husten oder gar Lungenemphysemen leiden, gilt es zuallererst s√§mtliche die Atemwege reizende Faktoren zu beseitigen. Hierzu z√§hlen ein sauberer, gut gel√ľfteter Stall sowie die Gabe von befeuchtetem Heu, um die Einatmung von Staub oder sch√§dlichen Erregern zu vermeiden.

Herzprobleme und anatomische Ursachen

Das Husten deines Pferdes kann allerdings auch durch eine Erkrankung des Herzens ausgelöst sein. Kardiologische Erkrankungen äußern sich meist erst durch Leistungsabfall, Kurzatmigkeit und starkes Schwitzen. Husten gehört zu den Symptomen einer fortgeschritteneren Herzerkrankung.

Solltest du bei deinem Pferd bereits einen Leistungsabfall bemerkt haben und tritt nun auch noch Husten auf, wird es definitiv Zeit den Tierarzt zu rufen, um eine Herzproblematik auszuschließen.

Auch k√∂rperliche Fehlbildungen k√∂nnen zu Husten bei deinem Pferd f√ľhren. Hierzu z√§hlen u. a. die Gaumenspalte, Missbildungen des Kehlkopfs oder auch des Kehldeckels, der sogenannten Epiglottis. In all diesen Szenarien ist der Husten Teil von anatomisch begr√ľndeten Atembeschwerden.

Hinweis: In sehr seltenen F√§llen k√∂nnen ebenso Fremdk√∂rper im Atemapparat oder auch Tumoren der Bronchien f√ľr den Husten beim Pferd verantwortlich sein.

Helfen Hausmittel wenn mein Pferd hustet?

Husten ist eine Erkrankung, die auf jeden Fall durch einen Tierarzt diagnostiziert und behandelt werden muss. Trotz dessen gibt es auch Hausmittel, die deinem Pferd helfen können.

Gegen die starke Verschleimung der Bronchien kannst du deinem Pferd Ingwertee unter das Futter mischen. Auch spezielle Kr√§utermischungen mit Salbei, S√ľ√üholz, Thymian oder isl√§ndischem Moos k√∂nnen diesen Zweck erf√ľllen. Um sie deinem Pferd zu verabreichen, kannst du die Kr√§uter mit hei√üen Wasser √ľbergie√üen und den durchgezogenen lauwarmen bis kalten Sud einfach √ľber das Futter gie√üen. Eine Mischung aus frisch geriebenem Meerrettich und Honig soll in sehr kleinen Dosen gegen die Verkrampfung der Atemwege wirken.

Auch Eukalyptusöl kann helfen, die Atmung deines Pferdes zu erleichtern und das Abhusten zu fördern. Lavendelöl hingegen sollte nur bei feuchtem Husten mit Auswurf angewendet werden. Ganz generell sind sowohl akut als auch vorbeugend immunstärkende Kräuter und Pflanzen eine Gute Wahl. Hierzu zählen unter anderem Echinacea und Hagebutte.

Schwarzk√ľmmel√∂l ist auch bei Pferden ein Multitalent. Nicht nur st√§rkt die Gabe das Immunsystems deines Vierbeiners und hilft gegen sch√§dliches Pilz- und Bakterienwachstum. Das √Ėl kann zudem als Unterst√ľtzung bei Atemwegserkrankungen eingesetzt werden.

Bitte sprich allerdings auch die Gabe von nat√ľrlichen Hausmitteln immer mit dem Tierarzt deines Vertrauens ab.

vetevo Fazit

Husten bei Pferden ist ein Symptom, das auf ganz verschiedene Ursachen hindeuten kann. Während gelegentliches Husten ein sinnvoller Schutzreflex des Atemapparats ist, solltest du gehäuft aufretendes Husten unbedingt ernst nehmen.

Aus einem akut-infekti√∂sen oder allergischen Husten kann ohne die richtige Behandlung und gen√ľgend Schonung eine chronische Atemwegserkrankung werden. Diese ist unter Umst√§nden nicht mehr heilbar und beeintr√§chtigt die Leistungsf√§higkeit und Lebensqualit√§t deines Pferdes.

Auch anatomische Probleme oder Herzerkrankungen k√∂nnen zu Husten f√ľhren. Deshalb ist es umso wichtiger, dass du nicht lange z√∂gerst, sondern den Tierarzt deines Vertrauens zu Rate ziehst, um deinem Liebling schnell zu helfen.

vetevo - aus Liebe zum Tier.

Quellen:

  • Chronisch-obstruktive Bronchitis (COB). In: Brehm W, Gehlen H, Ohnesorge B et al., Hrsg. Handbuch Pferdepraxis. 4., vollst√§ndig √ľberarbeitete und erweiterte Auflage. Stuttgart: Enke Verlag; 2016. doi:10.1055/b-004-129693
  • D√§mpfigkeit/Chronisch obstruktive Bronchitis (COB). In: Vormwald K, Hrsg. Praxisbuch f√ľr Tierheilpraktiker. 1. Auflage. Stuttgart: Sonntag Verlag; 2016. doi:10.1055/b-004-129582
  • Husten. In: Gehlen H, Hrsg. Differenzialdiagnosen Innere Medizin beim Pferd. 1. Auflage. Stuttgart: Enke Verlag; 2017. doi:10.1055/b-004-140271
  • Husten, chronisch. In: Vormwald K, Hrsg. Praxisbuch f√ľr Tierheilpraktiker. 2., aktualisierte und erweiterte Auflage. Stuttgart: Georg Thieme Verlag ; 2020. doi:10.1055/b-007-168896
  • Krankheiten der Atmungsorgane. In: Brehm W, Gehlen H, Ohnesorge B et al., Hrsg. Handbuch Pferdepraxis. 4., vollst√§ndig √ľberarbeitete und erweiterte Auflage. Stuttgart: Enke Verlag; 2016. doi:10.1055/b-004-129693