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Blasenentzündung beim Hund

Hast du gewusst, dass auch Hunde an Blasenentzündung leiden? Wenn du die Anzeichen schnell erkennst, wird dein Hund auch schneller gesund. Hier erfährst du warum und wie du am besten deinem Hund im Falle einer Blasenentzündung helfen kannst.

Inhaltsverzeichnis:

Was ist eine Blasenentzündung bei Hunden?

Eine Blasenentzündung bei Hunden ist eine bakterielle Infektion, die zu einer schmerzhaften Entzündung der unteren Harnwege führt. Dabei ist zuerst die Blase betroffen (Zystitis). Unbehandelt breiten sich die Bakterien schnell in die Harnwege (Urethritis) bis hin zur Niere aus.

Die Blasenentzündung ist nicht mit einer Inkontinenz zu verwechseln. Häufig leiden ältere und kastrierte Hündinnen unter solch einer Infektion. Meistens wird eine Blasenentzündung problemlos behandelt.

Warum haben Hunde eine Blasenentzündung? Die Ursachen

Bei Hunden entsteht die Blasenentzündung meistens nach dem Spazierengehen bei feuchtem und kaltem Wetter. Auch das Schwimmen in kalten Gewässern, oder das Ablegen auf nassen, kalten Flächen kann ein Auslöser für Blasenentzündung werden.

Durch die Kälte wird das lokale Immunsystem von Hunden geschwächt. Bakterien können sich somit leichter an den äußeren Geschlechtsorganen festsetzen und von dort in die Harnwege durchdringen. Besonders bei älteren Hündinnen begünstigt die sogenannte Sphinkter Inkompetenz den Zugang zur Blase. Da die Bakterien von einem beeinträchtigten Immunsystem schwerer abgestoßen werden, ist eine frühzeitige Diagnose besonders wichtig.

Die Symptome der Blasenentzündung schnell erkennen

Zu den Symptomen der Blasenentzündung zählen der häufige Harndrang, das Absetzen von kleineren Mengen Urin sowie ein ungewöhnlich starker Geruch. Befindet sich Blut oder Schleim im Urin, solltest du den Hund zum Tierarzt bringen.

Eine Blasenentzündung kann sich auch durch das Verhalten äußern. Dabei wirken Hunde unruhiger als sonst, in einigen Fällen aber auch entkräftet. Oftmals hat der Hund während des Urinierens Schmerzen, und könnte sich deswegen auch Krümmen oder Geräusche von sich geben.
Wenn die oben aufgeführten Symptome bei deinem Hund zutreffen, dann solltest du den Tierarzt aufsuchen. Dieser macht einen Urintest und führt gegebenenfalls eine Ultraschalluntersuchung durch.

Er kann auch feststellen, ob dein Hund an einer Blockade der Harnröhre leidet, bei der die Symptome ähnlich aussehen würden. Sollte das der Fall sein, wäre die Blase voll und prall gefüllt ist. Bei einer Zystitis dagegen ist die Blase eher klein und verdickt.

Es gibt jedoch noch weitere Krankheiten, die ähnliche Anzeichen aufweisen. Das sind die Entzündung der Prostata bei Rüden, Entzündung der Scheide bei Hündinnen, Blasensteine und der Blasentumor. Deshalb ist es unbedingt notwendig, dass der Tierarzt eine genaue Diagnose macht, sodass dein Hund auch schnell gesund wird.

Was hilft bei einer Blasenentzündung?

Blasenentzündung bei Hunden wird mit Antibiotika behandelt. Das richtige Medikament kann dein Tierarzt mithilfe eines Antibiogramms ermitteln und bei chronischer Blasenentzündung immer neu anpassen. Zusätzlich werden auch Schmerzmittel verschrieben.

Es gibt außerdem noch ein paar homöopathische Präparate und Kräuter, die du deinem Hund anbieten könntest. Darunter finden sich bekannte Helfer, wie etwa Brennnessel oder Holunderbeere. Diese unterstützen den Heilungsprozess.

Du kannst deinem Hund zusätzlich helfen, indem du mit ihm häufig spazieren gehst. So leidet er an seinem Harndrang nicht leiden. Versuche deinen Vierbeiner bei Regen oder kaltem Wetter trocken und warm zu halten und lasse ihn nicht auf kühlen Oberflächen liegen. Ermutige ihn dazu, mehr Wasser zu trinken. Zudem erhöht Nassfutter die Flüssigkeitsaufnahme.

vetevo-Fazit

Zeigt dein Hund Schmerzen beim Wasser lassen? Hebt er sein Bein beim Spazieren gehen häufiger als sonst und lässt nur ein paar Tröpfchen? Dann kann dies auf eine Blasenentzündung deuten. Um sicher zu gehen, solltest du deinen Hund zum Tierarzt bringen. Eine Entzündung der Harnwege und der Blase muss in jedem Falle ernst genommen werden. Die Infektion könnte sich sonst auf andere Organe ausbreiten und diese negativ beeinträchtigen. Wenn du Anzeichen für eine Blasenentzündung erkennst, die mehrere Tage anhalten, dann kontaktiere am Besten deinen Tierarzt. Viel Trinken und vorbeugende Maßnahmen, wie gründliches Abtrocknen und den Hund stets warm halten, können oft schon Abhilfe schaffen. Allerdings ersetzen sie die Behandlung nicht.

vetevo - Aus Liebe zum Tier.
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