Würmer beim Pferd - Titelbild

Würmer bei Pferden – Welche Arten gibt es und wie erkennst du den Befall?

Würmer bei Pferden können nicht nur ganz schön groß werden, sondern auch gesundheitliche Schäden wie Kolik, Durchfall und Co. auslösen! Hier erfährst du welche Wurmarten es beim Pferd gibt, wie du einen Wurmbefall erkennen kannst, wie die Schmarotzer übertragen werden und wie du sie wieder los wirst. Außerdem geben wir dir Tipps, wie du eine Wurm-Invasion verhindern bzw. testen kannst.

Inhaltsverzeichnis:

Wie erkenne ich Würmer beim Pferd?

Wurmkuren wirken nicht vorbeugend, sondern nur, wenn es einen aktuellen Wurmbefall gibt. Deswegen ist es sinnvoll vor dem Medikamenteneinsatz abzuklären, ob eine Infektion vorliegt und um welche Würmer es sich handelt. Nur so kann der richtige und wirksame Wirkstoff angewendet und die Parasiten abgetötet werden.
Um herauszufinden, ob dein Pferd Würmer hat, kannst du ganz leicht eine Kotuntersuchung durchführen. Testen kannst du ganz bequem bei dir zuhause - mit unserem vetevo Wurmtest für Pferde.
Die meisten Würmer bzw. ihre Eier können durch das Sedimentations / Flotationsverfahren oder beim Bandwurm auch durch einen Speicheltest nachgewiesen werden.

Ist eine Blutuntersuchung als Nachweis geeignet?

Nein, generell kann man durch eine Blutuntersuchung keine Würmer nachweisen! Theoretisch ist es allerdings möglich einen Blutausstrich anzufertigen. Denn einige Parasiten nehmen die Blutgefäße als Wanderweg. Dass man allerdings bei der Blutentnahme gerade einen davon erwischt, ist unrealistisch. Auch die Anfertigung eines Blutbildes ist nicht unbedingt hilfreich. Zwar kann es bei sehr starkem Wurmbefall durch den “großen Blutwurm” zu Blutarmut (Anämie) kommen, allerdings ist das eine schwammige (unspezifische) Feststellung (Befund) und kommt erst in einem sehr späten Stadium vor.

Die Wurmarten: Welche Würmer kommen beim Pferd vor?

Es gibt Fadenwürmer (Nematoden), Bandwürmer (Cestoden) und Saugwürmer/Egel (Trematoden). Alle gehören zu den so genannten Parasiten - das sind schmarotzende Lebewesen, die sich von Ihrem Träger (Wirt) ernähren. Leider geht diese schmarotzende Lebensweise auf Kosten des Wirtes! Denn ihm bleiben, obwohl er noch genauso viel Nahrung aufnimmt wie vorher, weniger Nährstoffe und somit weniger Energie für seinen Körperstoffwechsel über. Deshalb magern Pferde mit Wurmbefall häufig stark ab. Durch den oftmals sehr speziellen Lebenszyklus der verschiedenen Würmer treten allerdings noch sehr viel mehr gesundheitliche Probleme auf.

Fadenwürmer (Nematoden)

Fadenwürmer oder auch Schlauch und Rundwürmer werden eingeteilt in:
  • Zwergfadenwürmer
              - Strongyliodes westeri
  • Große Strongyliden
              - Strongylus vulgaris
              - Strongylus edentatus
              - Strongylus equinus
  • Kleine Strongyliden
              - Cylicocyclus nassatus
              - Cyathostomum coronatum
              - Cylicostephanus spp.
  • Lungenwürmer
              - Dictyocaulus arnfieldi
  • Zwergfadenwürmer
              - Parascaris equorum/univalens
  • Zwergfadenwürmer
              - Oxyuris equi

Der Zwergfadenwurm

- Arten: Strongyloides westeri
- Größe: 1 cm
- Präpatenz (Zeitraum von der Aufnahme (Infektion) bis zum Nachweis seiner Vermehrungsprodukte): 3 Wochen

Entwicklungszyklus:
  • Aufnahme von infektiösen Larven über das Futter (oral) über die Haut (perkutan) oder über Milch der Stute auf das Fohlen (laktogen)
  • Wanderung der Larven bis in den Darm und Einwanderung in die Darmwand
  • Entwicklung zum erwachsenen Wurm
  • Fortpflanzung und Eiablage
  • Ausscheidung der Eier
  • entweder direkte Entwicklung zur infektiösen Larve oder indirekte Entwicklung über erwachsenes Stadium
  • Ei wird zur infektiösen Larve (L1 - L3)
Entwicklungszyklus: Zwergfadenwurm beim Pferd
Gesundheitliche Folgen: Kolik, Darmentzündungen, Durchfall, Hautverletzungen (durch Entzündungen der Eindringstelle)

Große Strongyliden (Blutwurm)

- Arten: Strongylus vulgaris, Strongylus edentatus, Strongylus equinus
- Größe: 1,5 bis 5 cm
- Präpatenz: 6 bis 11 Monate

Entwicklungszyklus:
  • Aufnahme der infektiösen Larve über das Futter (oral)
  • Wanderung der Larven bis in den Darm und Einwanderung in die Darmwand
  • Einwanderung der Larve in die Blutgefäße und Weiterentwicklung zum nächsten Larvenstadium
  • Rückwanderung über die Blutgefäße in den Darm
  • Entwicklung zum erwachsenen Wurm
  • Fortpflanzung und Eiablage
  • Ausscheidung der Eier
  • Weiterentwicklung der Eier zur infektiösen Larve in der Umwelt
Entwicklungszyklus: Blutwurm (Große Strongyliden) beim Pferd
Das ist die gefährlichste Wurmart, sehr selten in Deutschland.
Gesundheitliche Folgen: Akute Kolik, Darmentzündung, Durchblutungsstörungen, Mattigkeit, Futterverweigerung, Abmagerung, stumpfes Fell, Fieber, Durchfall, Gefäßschädigung, Blutungen und Blutarmut, Leberschädigungen

Kleine Strongyliden

- Arten: 8 Gattungen mit über 50 Arten, z. B.: Cylicocyclus nassatus, Cyathostomum coronatum, Cylicostephanus spp.
- Größe: 0,5 bis 1,5 cm
- Präpatenz: 5 bis 14 Wochen

Entwicklungszyklus:
  • Aufnahme der infektiösen Larve über das Futter (oral)
  • Wanderung in den Darm und Eindringen in die Darmwand
  • Entwicklung zum erwachsenen Wurm
  • Rückwanderung über die Blutgefäße in den Darm
  • Ausscheidung der Eier
  • Weiterentwicklung zur infektiösen Larve
Entwicklungszyklus: Kleine Strongyliden beim Pferd
Gesundheitliche Folgen: Kolik, Futterverweigerung, Abmagerung, Fieber, Darmentzündung, Wasseransammlung in Beinen und Unterbauch, stumpfes Fell, kann je nach Befallsstärke tödlich ausgehen!

Sonstiges: Die am häufigsten verbreiteten und hartnäckigsten Würmer in Deutschland. Ein möglicher Massenschlupf im Frühjahr birgt eine große (tödliche) Gefahr!

Der Pferde-Lungenwurm

- Arten: Dictyocaulus arnfieldi
Größe: 2,5 bis 8,5 cm
- Präpatenz: 5 bis 14 Wochen

Entwicklungszyklus:
  • Aufnahme der infektiösen Larve über das Futter (oral)
  • Wanderung in den Darm und Einwanderung in die Darmschleimhaut
  • Einwanderung über die Blut- und Lymphgefäße in die Lunge
  • Weiterentwicklung zum erwachsenen Wurm
  • Ausscheidung der Eier
  • Hochhusten der Würmer und Abschlucken: Würmer gelangen in den Magen und weiter in den Darm
  • Hochhusten der Würmer und Abschlucken: Würmer gelangen in den Magen und weiter in den Darm
  • Weiterentwicklung zur infektiösen Larve
Entwicklungszyklus: Lungenwurm beim Pferd
Gesundheitliche FolgenLungenentzündung, Husten, Atemprobleme, Abmagerung

Sonstiges: Meist nur bei gemeinsamer Haltung von Pferden und Eseln, da Esel die natürlichen Träger (Reservoir) sind

Der Pferde-Spulwurm

- Arten: Parascaris equorum und univalens
Größe: 15 bis 50 cm
- Präpatenz: 70 bis 120 Tage

Entwicklungszyklus:
  • Aufnahme der infektiösen Larve über das Futter (oral)
  • Wanderung in den Magen und Weiterentwicklung zum nächsten Larvenstadium
  • Einwanderung in die Magenschleimhaut
  • Einwanderung in die Blutgefäße
  • Wanderung über die Leber zum Herzen und weiter in die Lunge
  • Hochhusten der Larven und Abschlucken: Larven gelangen in den Magen und weiter in den Darm
  • Weiterentwicklung zum erwachsenen Wurm
  • Fortpflanzung und Eiablage
  • Ausscheidung der Eier
  • Weiterentwicklung zur infektiösen Larve in der Umwelt
Entwicklungszyklus: Spulwurm beim Pferd

A - Ei mit Embryo auf dem Boden

B - Ei wird verschluckt, die Larve schlüpft und dringt in ein Blutgefäß in der Leber ein

C - Larve wird im Blut durch Leber und Herz in die Lunge geschwemmt

D - Larve wird in der Luftröhre hochgehustet und verschluckt

E - Erwachsener Spulwurm entwickelt sich im Darm

Gesundheitliche FolgenLeberschwellung, Husten, Fieber, Atemnot, Nasenausfluss, Futterverweigerung, Abmagerung, trommelförmiger Bauch („Askaridenbauch“), Kolik, Darmdurchbruch, Bauchfellentzündung

Sonstiges: Fohlen sind besonders anfällig, ältere Tiere (ca. 18 Monate) bauen ihre eigene Abwehr (Immunität) auf.

Der Pfriemenschwanz

- Arten: Oxyuris Equi
Größe: 1 bis 15 cm
- Präpatenz: 4 bis 5 Monate

Entwicklungszyklus:
  • Aufnahme der infektiösen Ei-Larve über das Futter
  • Wanderung in den Darm, Einwanderung in die Darmschleimhaut und Weiterentwicklung zum erwachsenen Wurm (A)
  • Fortpflanzung und Wanderung zum Anus (B)
  • Eiablage von in der Schweifrübe klebenden Eischnüren (C)
  • Eier trocknen ein und fallen in Schuppen ab
  • Reifung zur infektiösen Ei-Larve in Gras oder Heu ( L1 - L3 )
Entwicklungszyklus: Pfriemenschwanz beim Pferd
Gesundheitliche FolgenDarmentzündung, Kolik, „Scheuern-Wunden“ an der Schweifrübe, Unruhe, Futterverweigerung

Sonstiges: Regelmäßiges Entfernen der Eischnüre mit einem feuchten Lappen, Erneuerung der Einstreu, Fütterung aus Raufen ist unabdingbar um den Pfriemenschwänzen Herr zu werden!

Bandwürmer (Cestoden)

Bandwürmer gehören zu den Plattwürmern und haben eine Besonderheit. Ihr Aufbau ist in kleine kammeratige Körperabschnitte, die Proglottiden, eingeteilt.

Der Pferdebandwurm

- Arten: Anoplocephala perfoliata und magna, Anoplocephaloides mamillana
Größe: 1 bis 5 cm bzw. A. magna bis zu 50 cm
- Präpatenz: 6 bis 10 Wochen

Entwicklungszyklus:
  • Aufnahme der infektiösen Ei-Larve über das Futter
  • Entwicklung zum erwachsenen Wurm im Darm
  • Ausscheidung von Wurmteilen mit Eiern oder von einzelnen Eiern
Entwicklungszyklus: Pferdebandwurm
Gesundheitliche FolgenDurchfall, Kolik, Abmagerung, Darmwanddurchbruch, Geschwürbildung

Sonstiges: Seltene Erkrankung, Ansteckung nur in Verbindung mit infizierten Moosmilben

Saugwürmer und Egel (Trematoden)

Vertreter der Saugwürmer kommen derzeit in Deutschland nur bei Kuh und Co. vor. Und das ist auch gut so! Denn bei den Egeln gibt es einige, die auch für den Menschen gefährlich werden können und zu den so genannten Zoonosen – eine Krankheit die von Mensch auf Tier und anders herum übertragbar ist - zählen.

Die Symptome: Was sind die Anzeichen für Würmer beim Pferd?

Wurminfektionen gehören bei Pferden zu den häufigsten Krankheitserregern. Es gibt eine Vielzahl von Parasiten, die sich im Magen, Darm, Lunge und in weiteren Organen ausbreiten. Die Symptome sind vielfältig und reichen von Kolik, Darmentzündung, Durchfall, Verstopfung, Bauchfellentzündung, Abmagerung, Husten, Nasenausfluss, Atemnot, Fieber bis hin zu Wasseransammlung in Beinen und Unterbauch.

Besonders schwierig im Kampf gegen die Würmer ist, dass häufig erst sehr spät Symptome auftreten und somit der Wurmbefall lange Zeit unentdeckt bleibt. Gesundheitliche Probleme können entweder direkt durch den ausgewachsenen Wurm (adultes Stadium) auftreten, in dem er die Energie durch “Mitessen” raubt oder wertvollen Platz im Darm einnimmt und ihn so verstopfen kann. Das natürliche Bewegungsmuster (Motalität) des Darms wird gestört und es kommt zur Kolik und Durchfall. Im schlimmsten Falle kann die Darmwand sogar einreißen (rupturieren) und der Inhalt des Darms entleert sich in die Bauchhöhle. Ein Todesurteil! Aber auch die Larven können etwas verstopfen, und zwar die Blutwege (Thrombus oder Embolus). Denn einige Arten wandern durch den Körper und benutzen die Blutgefäße - Arterien und Venen - als “Autobahn”. Bei einem Verschluss wird die Durchblutung gestört und wichtige Organe können unterversorgt werden. 

Ein anderes Problem ist der Wanderweg der Larven. Denn zuerst bohren sie sich in den Darm, Magen oder die Haut und hinterlassen eine Reizung gefolgt von einer Entzündung. Beim Wurmbefall durch die kleinen Strongyliden kann es zur so genannten Larvalen Cyathostominose, einer sehr starken Verletzungen der Dickdarmschleimhaut, kommen. Betroffene Pferde sind meist unter 6 Jahre alt und die Krankheit kann mitunter tödlich enden. Sie bricht durch eine “Massenauswanderung” aus. Andere Larven wandern, wie bereits beschrieben, über die Blut und Lymphgefäße in die Lunge ein. Dort kommt es durch die Einnistung zu einer Lungenentzündung, die sich in Husten, Atemproblemen und Nasenausfluss äußert.

Übertragung und Ansteckungsgefahr von Würmern bei Pferden

So unterschiedlich die Würmer sind, so unterschiedlich sind auch die Übertragungswege. Generell kann zwischen Aufnahme über Futter (oral), über die Haut (percutan) und über die Milch (laktogen) unterschieden werden. Oftmals finden aber auch mehrere Varianten gleichzeitig statt. Wenn ein Pferd in der Gruppe Würmer hat, dann ist die Ansteckungsgefahr ziemlich groß! Denn Wurminfektionen sind ein echtes Bestandsproblem und müssen großflächig überwacht und behandelt werden.

Wie bekommt mein Pferd Würmer?

Würmer können auf verschiedene Weisen ausgeschieden werden und somit die Grundlage für eine Ansteckung (Infektion) bieten. Die meisten Würmer entwickeln sich im Darm und werden entweder selbst oder als Eier mit dem Kot in die Umwelt gebracht. Partnertiere oder Gruppenmitglieder können sich durch beschnuppern der Pferdeäpfel oder verunreinigtes Futter anstecken. Die Eier, Larven oder frei lebenden adulten Würmer können teilweise sehr lange in der Umwelt überleben und haben sogar besondere Strategien entwickelt um wieder aufgenommen zu werden. So klettern zum Beispiel einige Larven auf Grashalme hinauf, mit der Absicht beim Grasen „verschluckt“ zu werden. Bei Pfriemenschwanzwürmern fallen die Eier wie Schuppen von der Schweifrübe ab oder werden bei der gegenseitigen Fellpflege direkt von einem anderen Tier abgeleckt. Einige Würmer machen eine ausgedehnte Wanderung durch den Körper und landen in der Lunge. Von dort werden die Eier hochgehustet und ein Teil wird wieder hinuntergeschluckt. Doch ein anderer gelangt in die Umwelt. Einen sehr speziellen Weg bestreiten die Zwergfadenwürmer, die in den Blutweg einwandern und durch die Blut-Milch-Schranke in die Milch gelangen. Auf diesem Weg können die Parasiten auf die saugenden Nachkommen übertragen werden.

Ist mein Pferd ansteckend?

Von der Aufnahme der Würmer bis zur Abgabe von „infektiösem Material“ kann einige Zeit vergehen. Diese wird im Fachjargon als “Präpatenzzeit” bezeichnet und kann bei einigen Arten bis zu 5 Monate dauern. Diese Zeit ist allerdings sehr, sehr wichtig! Denn es kann sein, dass dein Pferd “infiziert” wurde, allerdings noch keine Symptome zeigt und die Wurminfektion auch nicht nachzuweisen ist. Eine schlummernde Infektion!

Behandlung (Therapie) - Was tun wenn mein Pferd Würmer hat?

Wenn die Kotuntersuchung positiv ist, ist es ratsam, dem Pferd eine Wurmkur zu verabreichen. Diese gibt es in praktischer Spritzenform und sogar oftmals mit leckerem Apfelgeschmack. Sie wird seitlich ins Pferdemaul eingeführt, so weit wie möglich vorgeschoben und dann abgedrückt. Doch Achtung, einige Pferde sind mittlerweile so clever, dass sie alles wieder aussabbern. Deswegen ist es geraten, den Kopf für einige Zeit nach oben zu halten, bis das Pferd die Wurmkur abgeschluckt hat. Manchmal kann man den Kehlkopf durch sanftes Streichen stimulieren und das Schlucken provozieren. In unterschiedlichen Wurmkuren sind verschiedene Wirkstoffe enthalten. Deshalb sollte die Wurmkur immer genau für den jeweiligen Parasiten ausgewählt werden.

Es gibt keine einheitliche Behandlungsempfehlung bei der Entwurmung von Pferden! Denn die Alters-, Nutzungs-, und Haltungsgruppen benötigen eine individuelle Betrachtung. Um die schon bestehende Resistenzlage nicht noch zu verschlimmern, sollte aber gezielt entwurmt werden. Spezialisten empfehlen deswegen eine nachhaltige Kontrolle von Magen-Darm-Infektionen durch u.a. Kotbeprobungen im gesamten Pferdebestand (Poolproben) und durch den Eizahlreduktionstest, der bei der Abklärung von Resistenzen eingesetzt wird. Hier wird vor und nach der Wurmkurgabe geschaut, ob und wie viele Eier im Kot der beprobten Tiere vorhanden sind. Wenn die Zahl gleich geblieben ist oder nur wenig schwankt dann wird davon ausgegangen, dass das Mittel nicht mehr wirkt - sich also eine Resistenz gebildet hat. Generell gesagt müssen Fohlen und Jungpferde häufiger entwurmt werden als ältere Pferde, da ihr Immunsystem noch schwächer ist und sie die Parasiten nicht abwehren können. ältere Pferde solltest du mind 1 bis 2 mal pro Jahr entwurmen, mit möglichst unterschiedlichen Wirkstoffen und passend zum Wurmbefall. Ältere Pferde über 5 Jahre können einen geringgradigen Befall mit kleinen Strongyliden gut tolerieren, ihr Immunsystem hält die Strongyliden gut in schach. Du könntest hier mit einer Entwurmung erst einmal abwarten. Hier musst du aber noch weitere Sachen beachten.

vetevo-Fazit

Wurminfektionen sind wirklich unschön und für Mensch und Tier eine absolute Last! Die Symptome sind teils sehr unspezifisch und schlecht von anderen Magen-Darm Problemen abzugrenzen. Aber das Gute ist, dass sie relativ leicht zu bekämpfen sind. Ein vermutlicher Wurmbefall kann durch den Kottest kontrolliert werden und das passende Mittelchen wird gezielt ausgewählt und eingesetzt. So ist dein Pferd im Nu wurmlos glücklich!

vetevo - Aus Liebe zum Tier.

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