vetevo Wurmstudie 2019 - Hund küsst Frau - Titelbild

Wurmstudie 2019: Wir zeigen dir, wo gefährliche Parasiten besonders gern leben

Würmer! - Allein die Vorstellung, dass lebendige Würmer durch den Darm und andere Organe des geliebten Vierbeiners kriechen und dort ihr Unwesen treiben, schüttelt einen. Es führt aber kein Weg daran vorbei: Als verantwortungsbewusster Tierhalter muss man sich mit dem Risiko des Wurmbefalls, den Symptomen und deren Behandlung auseinander setzen. Und das nicht nur dem Tier zuliebe. Denn ist das Tier erst von Würmern befallen, können die Fieslinge auch auf den Menschen übertragen (Zoonose) und gefährlich werden.

Inhaltsverzeichnis:

Der große Parasiten- und Würmer-Atlas

In welchen Regionen Deutschlands ist die Wurmgefahr besonders hoch?
Wir haben mithilfe von Forschern und Biologen anhand der Daten von knapp 10.000 Kotuntersuchungen von Hunden, Katzen und Pferden einen großen Parasiten-Atlas für Deutschland erstellt.

Die Auswertung zeigt:
  • Hunde, die in der nördlichen Hälfte Deutschlands (Postleitzahlen 0 bis 4) leben, haben mit über 14,5% ein höheres Risiko, an einem Wurmbefall zu erkranken als Hunde in der südlichen Hälfte Deutschlands. Hier liegt die Wahrscheinlichkeit im Schnitt bei lediglich 10%.
  • Giardien (mikroskopisch kleine Dünndarm-Parasiten bei Hunden und Katzen) sind, unabhängig von der Region, besonders eifrig und tauchen in mehr als 50% der positiv auf Würmer getesteten Proben auf.
Die Jahreszeiten sind den Würmern offenbar egal. Im Dezember wie auch im April lag die Wurmbefall-Quote bei 19%. Der Vergleich von Stadt und Land zeigt geringe Abweichungen. In der Stadt ist mit 15,2% die Ansteckungsgefahr etwas größer als auf dem Land mit 13,7%. Vermutlich liegt es an den eingeschränkten Auslaufmöglichkeiten in der Stadt, so dass es in dieser Hinsicht in Ballungsräumen zu Anhäufungen von Infektionsquellen kommt. Das Nordsüd-Gefälle bedeutet dennoch keine Entwarnung für Hundehalter in den südlichen Regionen Deutschlands. Auch hier ist durchschnittlich jeder zehnte Hund mit Würmern oder Parasiten infiziert und das kann fatale Folgen haben.

Folgende Parasiten traten bei den positiv getesteten Hunden am häufigsten auf:

  • 58,8% Giardien (Giardia) - Sie verursachen schleimigen Durchfall oder machen sich durch schleimüberzogenen Kot bemerkbar.
  • 14,8% Spulwürmer (Toxocara canis) - Sie können Blähungen, Schmerzen im Unterleib, Durchfall, und Übelkeit mit Erbrechen bei den geliebten Vierbeinern verursachen.
  • 10,5% Hakenwürmer (Ancylostoma caninum) - Sie saugen Blut aus den Innereien des Hundes und verursachen blutigen Durchfall, Gewichtsverlust, Schwäche und Blutarmut.
  • 4,8% Kokzidien (Coccidia) - Hierbei handelt es sich zwar um keine Würmer, aber dennoch Parasiten. Sie besiedeln den Magen-Darm-Trakt und lösen dort Durchfall aus. Insbesondere bei Jungtieren kann das tödlich enden.
  • 10,5% andere Parasiten wie etwa Bandwürmer (Dipylidium caninum) oder Peitschenwürmer (Trichuris vulpis), die unspezifische Symptome wie Unwohlsein oder Gewichtsverlust auslösen können, wurden zudem nachgewiesen.

Fun-Fact: Hundebesitzer küssen ihre Hunde öfter als ihren Partner

Laut einer Studie des amerikanischen Hundefutter-Produzenten Riley’s haben 52% der befragten Hundehalter geantwortet, dass sie ihren Hund öfter küssen als ihren Partner. Ebenfalls 52% gaben an, dass sie lieber in einem Bett mit ihrem Hund schlafen als mit ihrem Partner. Und 94% bleiben lieber zu Hause bei ihrem Hund, als dass sie mit Freunden ausgehen.

©JacLou DL

Pferde insbesondere von Strongyliden befallen, Katzen von Giardien

Unsere Studie zeigt außerdem, dass bei Pferden mit 21,3% eine höhere Wahrscheinlichkeit eines Wurmbefalls vorliegt als bei Hunden mit 12%. Pferde werden dabei mit einem Anteil von 89,5% hauptsächlich von Strongyliden (Palisadenwürmer) heimgesucht, die meist Durchfälle und Koliken verursachen. Auch bei Pferden scheint es ein Nordsüd-Gefälle zu geben. Die Wahrscheinlichkeit des Wurmbefalls liegt hier bei rund 11% im Norden gegenüber rund 8% im Süden.

Katzen haben wir mit 44,9% positiv auf Würmer getestet. Mit einem Anteil von 95,5% sind sie dabei ein wahrer Giardien-Magnet. Bei Katzen lässt sich zudem eine tendenziell höhere Wahrscheinlichkeit zum Wurmbefall in der südlichen Hälfte Deutschlands beobachten.

Wenn der Wurm sich auf Menschen überträgt

Der Hundespulwurm (Toxocara canis) gehört zu den Würmern, die auf Menschen übertragen werden können (Zoonose). Während das Immunsystem eines Erwachsenen mit dem Befall noch einigermaßen zurecht kommt, sieht das bei einem Kind schon anders aus. Und ausgerechnet Kinder sind es, die am ehesten mit den Spulwürmern infiziert werden. Die aufgenommenen Larven wachsen zwar nicht zu erwachsenen Spulwürmern heran, weil der Mensch ein Fehlwirt ist, doch machen die Larven stattdessen eine Gewebewanderung durch und schädigen dabei häufig Auge, Lunge, Leber und das zentrale Nervensystem. Störungen der Motorik und Epilepsie sind mögliche Folgen. Wurmbefall bei Tieren und die Folgen für den Menschen sind also nicht zu unterschätzen.

Wie du dich und dein Tier schützen kannst

Einen lückenlosen Schutz vor Würmern gibt es nicht. Es gibt zu viele Wege, wie Würmer ihren Weg in das Tier finden. Sei es beim Gassigehen schon durch das Schnüffeln an den Hinterlasssenschaften anderer Tiere oder durch Wälzen auf einer Hundewiese. Zack! - sind die Eier im Fell. Und auch als Hundehalter kann man die widerstandsfähigen Wurmeier mit den Schuhen selbst ins Haus tragen. Da hilft nur extreme Sauberkeit und das auch nur zu einem gewissen Maß.  

Regelmäßige Wurmtests sorgen für Gewissheit, ob eine Wurmkur überhaupt durchgeführt werden muss. Denn “ ... unnötige Wurmkuren machen keinen Sinn,” weiß Dr. Julia Katharina Schlichting, Laborleitung vetevo. “Je öfter eine Wurmkur durchgeführt wird, desto mehr werden die Resistenzen der Parasiten gefördert.”

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