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Niereninsuffizienz beim Hund

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Was ist Niereninsuffizienz und wie kann ich meinem Hund helfen?

Die Diagnose Niereninsuffizienz kann einem im ersten Moment Angst machen. Deshalb haben wir für dich hier die wichtigsten Infos zu der Krankheit zusammen getragen. Dazu gibt es Tipps, wie du mit einem nierenkranken Hund umgehen musst und wie du ihm helfen kannst, bestmöglich mit der Krankheit zu leben!

Inhaltsverzeichnis:

Was ist Niereninsuffizienz beim Hund?

Die Nieren haben wichtige Funktionen im Hundekörper. Sie filtern und reinigen als Hauptausscheidungsorgan das Blut und produzieren Urin. Sie kontrollieren auch, wie viel Urin der Hund absetzt und was darin enthalten ist. So haben sie Einfluss auf den Wasserhaushalt, sowie die im Körper befindlichen Elektrolyten, Säuren und Basen. Genauso scheiden sie körpereigene Abbauprodukte, sogenannte harnpflichtige Substanzen, unter anderem Harnstoff, aus. Das Hormon Erythropoetin, das in der Niere gebildet wird, reguliert die Blutbildung. Außerdem wird von der Niere eine Substanz ausgeschüttet, die den Blutdruck reguliert, das sogenannte Renin. Zu guter Letzt aktivieren Stoffe aus der Niere Vitamin D. So hat sie Einfluss auf den Calcium-Stoffwechsel.

Nierenprobleme sind besonders bei älteren Hunden relativ häufig. Niereninsuffizienz bedeutet, dass die Niere des Hundes diese Aufgaben nicht mehr richtig erfüllen kann. Man nennt die Niereninsuffizienz auch Nierenversagen. Man kann bei der Niereninsuffizienz zwischen einer akuten und einer chronischen Krankheitsform unterscheiden. Dabei kann sich die akute Form auch im Verlauf zu einer chronischen wandeln.

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    Die akute Niereninsuffizienz

    Bei einer akuten Niereninsuffizienz verschlechtert sich die Funktion der Niere in sehr kurzer Zeit. Innerhalb von 48 Stunden können die Nieren nicht mehr richtig arbeiten und die im Blut messbaren Nierenwerte werden stark verändert. Zu den Nierenwerten gehören Harnstoff, Kreatinin und Phosphor. Steigen die Konzentrationen dieser Stoffe im Blut an, ist das ein Hinweis dafür, dass die Filtersysteme in der Niere nicht mehr richtig funktionieren. Weiterhin kann es dazu kommen, dass der Hund kaum noch oder sogar gar keinen Harn mehr absetzen kann.

    Die chronische Niereninsuffizienz

    Anders als bei der akuten Form tritt die chronische Niereninsuffizienz schleichend auf. Über mehrere Monate lässt die Nierenfunktion immer mehr nach. Das chronische Nierenversagen ist nicht heilbar. Dabei können die Nieren ihrer Funktion nicht mehr richtig nachkommen. Der Elektrolyt-, sowie der Säure-Basen-Haushalt werden gestört. Für den Körper schädliche, also harnpflichtige Substanzen, können nicht mehr ausgeschieden werden und sammeln sich im Körper an. Auch die Hormone, die in der Niere produziert werden, können nicht mehr hergestellt werden. So kommt es zum Beispiel zur Blutarmut (Anämie). Leider ist die Prognose bei dem chronischen Nierenversagen nicht allzu gut. In weit fortgeschrittenen Stadien kann die verbleibende Lebenszeit des Hundes zwischen Monaten und zwei Jahren variieren. Bei starken Schmerzen oder sehr stark gestörtem Allgemeinbefinden kann es dazu kommen, dass der Hund erlöst werden muss (Euthanasie).

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      Symptome

      Bei der akuten Niereninsuffizienz geht es dem Hund meist innerhalb von kurzer Zeit sehr schlecht. Beide Arten des Nierenversagens (akut und chronisch) weisen unterschiedliche Symptome auf.

      Symptome der akuten Niereninsuffizienz

      • Erbrechen, verminderter Appetit, Apathie
      • verminderter Harnabsatz
      • Schmerzen bei Druck auf die Nieren
      • Blase wird trotz vermehrter Wasseraufnahme nicht mehr voll
      • Untertemperatur
      • schnelle Atmung
      • verlangsamter Herzschlag

      Symptome der chronischen Niereninsuffizienz

      Die Symptome bei einer chronischen Niereninsuffizienz variieren sehr je nachdem, wie weit die Erkrankung bereits fortgeschritten ist.

      • vermehrter Harnabsatz, vermehrte Wasseraufnahme
      • Verlust der Stubenreinheit
      • Erbrechen, verminderter Appetit, Abmagerung, Durchfall
      • stumpfes Fell
      • Dehydratation
      • starker Mundgeruch, Verletzungen der Maulschleimhaut
      • braune, schmierige Beläge auf den Zähnen
      • Störungen der Hirnfunktion: Zittern, Übererregbarkeit, epileptische Anfälle, Koma

      Stadien der Insuffizienz

      Um die verschiedenen Parameter besser einteilen zu können, wurden durch die International Renal Interest Society vier IRIS-Stadien festgelegt. An ihnen kann festgestellt werden, ob das Nierenversagen noch nicht weit fortgeschritten ist oder sich bereits im Endstadium befindet. Wichtig für die Einteilung der Stadien ist der Stoff Kreatinin. Das ist ein Stoffwechselprodukt aus der Muskelaktivität im Körper und wird von der Niere ausgeschieden. Funktioniert die Niere nicht mehr richtig, kann der Anstieg von Kreatinin im Blut als Kennzeichen benutzt werden.

      Stadium 1

      Die Kreatininwerte sind nicht auffällig erhöht. Sie liegen unter 125 mikromol/l. Eventuell hat der Hund Probleme bei der Konzentration des Harns oder scheidet zu viel Protein durch den Harn aus. Manchmal kann der Blutdruck des Hundes erhöht sein.

      Stadium 2

      Die Kreatininwerte liegen bei 125-180 mikromol/l. Der Hund setzt vermehrt Harn ab und trinkt dadurch auch mehr.

      Stadium 3

      Nun liegen die Kreatininwerte bei 181-440 mikromol/l. Außerdem steigt die Harnstoffkonzentration im Blut an.

      Stadium 4

      Steigt der Kreatininwert über 441 mikromol/l an, ist die Nierenfunktion sehr stark gestört. Das Allgemeinbefinden des Hundes ist extrem gestört. Stadium 4 ist das Endstadium der Niereninsuffizienz.

      Was verursacht Nierenversagen beim Hund?

      Der akuten Niereninsuffizienz können verschiedene Ursachen zugrunde liegen. Bei Infektionskrankheiten wie Leptospirose, Staphylokokken-, oder E.coli-Infektionen kann die Niere geschädigt werden. Auch Vergiftungen mit Schwermetallen oder Medikamenten, die die Niere schädigen (nephrotoxisch), können die Nierenfunktion vermindern. Außerdem kann Austrocknung durch verminderte Wasseraufnahme zum Nierenversagen führen. Genauso kann die verminderte Durchblutung der Niere zu Nierenproblemen führen. Bei der akuten Niereninsuffizienz kann der Hund oft durch das Beheben der ursprünglichen Ursache geheilt werden, wenn das Nierengewebe noch nicht zu sehr geschädigt ist.

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      Verschiedene erworbene oder angeborene Nierenprobleme können die kleinen Untereinheiten in der Niere, die Nephrone, schädigen. Bei sehr schlimmen Problemen können die Nephronen sogar komplett zerstört werden. Kurzfristig ist die Niere in der Lage dazu, die enstehenden Defizite durch verschiedene Mechanismen auszugleichen. Auf lange Sicht leiden die verbleibenden Nierenbestandteile allerdings stark unter der Mehrbelastung. Auch ein erhöhter Blutdruck beim Hund verstärkt die Schädigung der Niere weiter. Über Monate und Jahre lässt so die Nierenleistung immer mehr nach. Durch Therapie kann der Prozess zwar verlangsamt werden, allerdings ist die chronische Niereninsuffizienz nicht heilbar. Die Verschlechterung wird durch Probleme wie zu geringe Wasseraufnahme oder Infektionen beschleunigt.

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        Was tun, wenn beim Hund die Nieren versagen?

        Die akute Niereninsuffizienz kann durch rasche und intensive Therapie behandelt werden, solange die Schäden noch reversibel sind und die Niere sich regenerieren kann. Dazu muss zunächst die Grundursache, also eine Infektion, eine Vergiftung oder andere Probleme behandelt werden. Wenn lokal möglich, kann der Hund zur Dialyse gebracht werden. So werden die Nieren deines Hundes entlastet und die Giftstoffe aus dem Organismus entfernt. Genauso kann über Infusionen der Wasser- und Elektrolythaushalt des Hundes wieder stabilisiert werden.

        Findet gerade ein starker Schub der Niereninsuffizienz statt, wird der Hund zunächst ähnlich wie beim akuten Nierenversagen behandelt. Zuallererst müssen der Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt stabilisiert werden. Falls der Hund Medikamente bekommt, die die Niere schädigen können, müssen diese abgesetzt oder durch ähnliche Medikamente ersetzt werden, die die Niere nicht schädigen. Du als Hundebesitzer hast Einfluss auf die Haltung des Hundes, die ebenfalls eine große Rolle spielt. Dabei ist es wichtig, einem nierenkranken Hund genügend Wasser zur Verfügung zu stellen, sodass es nicht zur Austrocknung kommt. Auch die Ernährung hat einen sehr wichtigen Einfluss auf die Nierenerkrankung. Es gibt spezielle Nierendiäten, die im kommerziellen Handel zu erwerben sind. In diesen Futtermitteln ist der Eiweißgehalt möglichst niedrig gehalten, sodass die Niere nicht allzu viele Proteine filtrieren muss. Weiterhin ist der Phosphatgehalt besonders niedrig und die Mineralstoffe, Elektrolyte und der pH-Wert werden durch das Futter optimiert. Auch die Zugabe von Omega-3-Fettsäuren hat sich bei der Schonung der Niere bewährt. Durch eine angepasste Ernährung können sich die Nierenwerte des Hundes etwas verbessern und stabilisieren.

        vetevo-Fazit

        Nierenerkrankungen beim Hund sind besonders bei älteren Hunden relativ häufig. Während die akute Niereninsuffizienz in vielen Fällen gut behandelt werden kann (vorausgesetzt man findet die Ursache), ist das chronische Nierenversagen leider nicht heilbar. Trotzdem kannst du als Hundebesitzer den Verlauf der Erkrankung durch angepasste Ernährung und regelmäßige Tierarztbesuche verlangsamen und deinem Hund ein angenehmes Leben bereiten. Hast du noch Fragen zur Niereninsuffizienz beim Hund? Wir stehen dir telefonisch mit Rat und Tat zur Seite.

        vetevo - Aus Liebe zum Tier.