Inhaltsverzeichnis:
- Symptome tränender Hundeaugen: Wann ist das noch normal?
- Augenausfluss beim Hund: Was Farbe und Konsistenz verraten
- Ursachen: Warum das Auge beim Hund tränt
- Allergie beim Hund: tränende Augen durch Pollen, Staub und Milben
- Darm, Immunsystem und der Zusammenhang von tränenden Augen bei Hunden
- Hund kneift Auge zu und tränt: Wann du den Tierarzt aufsuchen solltest
- Auge tränt beim Hund: rassebedingte Augenprobleme
- Hundeaugen verklebt: Pflege der Augenpartie
- vetevo Fazit
- FAQ: Tränende Augen beim Hund
Hund hat tränende Augen – das Wichtigste in Kürze
✅ Tränen sind bei Hunden normal – anhaltender oder starker Tränenfluss mit Ausfluss in der Regel nicht.
✅ Häufige Ursachen tränender Augen: Fremdkörper, Zugluft, Konjunktivitis, Allergien, verstopfte Tränenkanäle oder anatomische Besonderheiten.
✅ Gelb-grünlicher Schleim, Zukneifen des Auges oder Lichtempfindlichkeit: immer zum Tierarzt.
✅ Allergien gegen Pollen, Milben oder Futtermittel sind ein häufig übersehener Auslöser tränender Augen beim Hund.
✅ Pflege der Augenpartie kann Beschwerden lindern und Infektionen vorbeugen.
✅ Auch das Immunsystem spielt eine Rolle: Eine gestörte Darmflora kann Entzündungsreaktionen begünstigen.
Symptome tränender Hundeaugen: Wann ist das noch normal?
Tränen haben eine wichtige Schutzfunktion: Sie befeuchten die Hornhaut, spülen Fremdkörper heraus und versorgen das Auge mit Nährstoffen. Jeder Hund produziert Tränenflüssigkeit. Ein kleiner, klarer Augenausfluss am Morgen, der schnell wieder verschwindet, ist in der Regel kein Grund zur Sorge.
Symptome bei übermäßig tränenden Hundeaugen
✅ Starke Rötung, Schwellung oder sichtbare Verletzung
✅ Hornhauttrübung: Das Auge wirkt milchig oder blau
✅ Lichtempfindlichkeit: Hund meidet helle Umgebung
✅ Eitriger Ausfluss kombiniert mit Schmerzsignalen
✅ Sichtbarer Fremdkörper, der sich nicht durch Ausspülen entfernen lässt
✅ Dauerhaft erhöhter Tränenfluss
✅ Hund reibt oder kratzt das Auge, kneift es zu
✅ Tränenspuren verfärben das Fell dauerhaft
Die Grenze zwischen normalem Tränenfluss und einem behandlungsbedürftigen Symptom ist nicht immer leicht zu erkennen. Deshalb gilt: im Zweifel zum Tierarzt.
Augenausfluss beim Hund: Was Farbe und Konsistenz verraten
Augenausfluss ist nicht gleich Augenausfluss. Die Eigenschaften des Ausflusses geben wichtige Hinweise auf die Ursache.
Wässriger Ausfluss
Klarer, dünner Tränenfluss deutet meistens auf eine Reizung hin: Zugluft, Staub, ein Fremdkörper oder eine Allergie. Er ist häufig harmlos, sollte aber beobachtet werden. Wenn der wässrige Ausfluss anhält oder sich die Augen röten, lohnt sich eine tierärztliche Untersuchung.
Schleimiger oder eitriger Augenausfluss
Wenn das Auge des Hunds schleimt und tränt, ist dies ein Warnsignal. Gelb-grünlicher oder eitriger Augenausfluss kann auf eine bakterielle Infektion oder eine starke Entzündung hinweisen.
Ursachen: Warum das Auge beim Hund tränt
Tränende Augen entstehen nicht ohne Grund und die Ursachen sind vielfältig. Der Körper reagiert mit vermehrter Tränenflüssigkeit auf Reize von außen wie von innen.
Fremdkörper (Staub, Gräser, Sand)
Nach einem Spaziergang durch hohes Gras oder bei staubigen Wegen können kleine Partikel ins Auge gelangen. Der Hund blinzelt stark, reibt sich die Augen an der Pfote oder am Boden. Die Tränen sollen den Fremdkörper herausspülen. Das Auge kann vorsichtig mit einer sterilen Kochsalzlösung ausgespült werden. Hält die Reizung an, sollte der Hund zum Tierarzt.
Konjunktivitis und Infektionen
Die Konjunktivitis, also eine Bindehautentzündung, gehört zu den häufigen Augenerkrankungen beim Hund. Sie kann durch Bakterien, Viren oder Allergene ausgelöst werden. Typische Symptome: gerötete Augenlider, Schwellung, Ausfluss, Lichtempfindlichkeit. Infektionen sollten nicht selbst behandelt werden, da sich Augenprobleme schnell verschlimmern können. Der Tierarzt verordnet je nach Ursache Augentropfen oder Salben.
Auch Parasiten wie Giardien beim Hund können das Immunsystem belasten und Entzündungsreaktionen im Körper begünstigen. Nach einem Parasitenbefall kann es sinnvoll sein, die Darmflora gezielt zu unterstützen (z.B. mit Probiotika), um das natürliche Gleichgewicht im Darm wieder aufzubauen.
Verstopfte Tränenkanäle
Wenn die Tränenkanäle verstopft sind, kann die Tränenflüssigkeit nicht abfließen und läuft stattdessen über ins Fell. Das führt zu dauerhaften Tränenspuren und Verfärbungen im Fell. Gerade bei kleinwüchsigen Rassen mit flachen Gesichtern ist das ein verbreitetes Problem. Die Diagnose stellt der Tierarzt durch einen Spültest des Tränenkanals.
Zugluft und Reizungen
Autofahrten mit geöffnetem Fenster, Klimaanlagen oder Zigarettenrauch können die Augen reizen. Die Augen reagieren mit vermehrter Tränenproduktion. Oft verschwinden die Symptome, sobald der Auslöser wegfällt.
Cushing-Syndrom und systemische Erkrankungen
Das Cushing-Syndrom entsteht durch eine Überproduktion des Stresshormons Kortisol, meist durch einen Tumor an Hypophyse oder Nebenniere. Es kann zu unterschiedlichen Symptomen führen, z. B. zu einem aufgeblähten Bauch, vermehrtem Trinken und Fressen, Fellveränderungen und auch zu Augenveränderungen wie Augenausfluss. Das Syndrom wird durch Blutbild und Hormontests beim Tierarzt diagnostiziert. Eine sichere Diagnose ist nur beim Tierarzt möglich.

Allergie beim Hund: tränende Augen durch Pollen, Staub und Milben
Allergien können hinter tränenden Augen beim Hund stecken, werden aber oft zu spät erkannt. Pollen, Hausstaubmilben, Gräser oder Schimmelsporen können beim Hund ähnliche Symptome auslösen wie beim Menschen.
Auch Futtermittelallergien oder Unverträglichkeiten können eine Rolle spielen. Wenn du ein saisonales Muster erkennst, zum Beispiel verstärkte Symptome im Frühjahr oder Sommer, ist eine Pollenallergie ein wahrscheinlicher Auslöser.
Begleitsymptome, die auf eine Allergie hinweisen
✅ Juckreiz: Pfotenlecken, Scheuern am Körper
✅ Hautreizungen oder Rötungen
✅ Niesen oder Nasenausfluss
✅ Wiederkehrende Augenprobleme ohne klare andere Ursache
👉 Der Allergietest Plus für Hunde prüft 378 mögliche Auslöser, darunter Pollen, Milben, Futtermittel und Mikronährstoffmängel. Gerade bei wiederkehrenden Symptomen lohnt es sich, die Ursache systematisch abzuklären, statt immer nur das Symptom zu behandeln.
Darm, Immunsystem und der Zusammenhang von tränenden Augen bei Hunden
Dieser Zusammenhang wird oft übersehen: Wenn ein Hund am Auge tränt ohne klaren externen Auslöser, kann die Ursache tiefer liegen. Ein gestörtes Mikrobiom kann mit dem Immunsystem zusammenhängen und Entzündungsprozesse im Körper beeinflussen. Ob das auch bei den Augen eine Rolle spielt, sollte im Einzelfall geprüft werden.
Darmprobleme zeigen sich nicht immer als Durchfall bei deinem Hund.
Manchmal sind es subtilere Signale:
- Stumpfes Fell
- Juckreiz
- Wiederkehrende Entzündungen
Der Darmflora-Test für Hunde analysiert sieben relevante Leitbakterien, den pH-Wert und Futterrückstände. Die Auswertung im Labor gibt Hinweise auf das Gleichgewicht der Darmflora und liefert konkrete Empfehlungen.
Hund kneift Auge zu und tränt: Wann du den Tierarzt aufsuchen solltest
Wenn ein Hund ein Auge zukneift und tränt, ist das mehr als eine harmlose Reizung. Zukneifen ist ein Zeichen von Schmerz. Mögliche Ursachen: eine Hornhautverletzung, ein steckender Fremdkörper, eine starke Entzündung oder ein Entropium, also ein nach innen gerolltes Augenlid.
Besuche umgehend den Tierarzt, wenn
✅ der Tränenfluss seit mehr als zwei bis drei Tagen anhält
✅ der Ausfluss sich verändert: schleimiger, eitriger, stärker
✅ dein Hund sich am Auge reibt oder das Auge zukneift
✅ Rötung, Schwellung oder Lichtempfindlichkeit hinzukommen
Wenn das Auge vom Hund ständig tränt, ohne dass sich etwas verbessert, ist eine tierärztliche Untersuchung der nächste Schritt.
Der Tierarzt untersucht die Augen mit einer Spaltlampe und kann den Schirmer-Test durchführen, um die Tränenproduktion zu messen. Mit Fluoreszeinfärbung lassen sich Hornhautverletzungen sichtbar machen. Je nach Befund kommen unterschiedliche Behandlungen infrage: Augentropfen, Salben, Antibiotika oder bei anatomischen Ursachen auch ein chirurgischer Eingriff.
Häufige Augenerkrankungen wie Konjunktivitis, Keratitis oder Entropium lassen sich mit der richtigen Diagnose gezielt behandeln.
👉 Ein Wurmtest für Hunde von zu Hause kann helfen, Parasitenbefall als Mitauslöser vorab auszuschließen und dem Tierarzt nützliche Vorabinformationen zu liefern. Bei positivem Befund informiert dich dein Tierarzt über die passende Wurmkur für Hunde.
Auge tränt beim Hund: rassebedingte Augenprobleme
Bei manchen Hunderassen sind Augenprobleme anatomisch bedingt. Kurzköpfige Rassen, auch Brachycephalen genannt, haben durch ihre Anatomie ein erhöhtes Risiko für Augenprobleme.
Häufig betroffen sind:
- Mops, Französische Bulldogge, Englische Bulldogge: Flaches Gesicht, große Augen, enge Augenhöhlen
- Shih Tzu, Pekinese: Lange Haare, die ins Auge wachsen können
- Chihuahua, Cavalier King Charles Spaniel: Große, prominente Augen
- Pudel, Malteser: Neigung zu Epiphora und Tränenflecken im hellen Fell
Epiphora bezeichnet chronischen Tränenfluss, bei dem Tränenflüssigkeit dauerhaft über das Fell läuft und zu Verfärbungen führt. Bei vielen dieser Rassen ist ein leichter Tränenfluss eher anatomisch bedingt als krankhaft. Dennoch sollte der Zustand regelmäßig kontrolliert werden, da feuchtes Fell rund um die Augen Infektionen begünstigen kann.
Hundeaugen verklebt: Pflege der Augenpartie
Verklebte Augen sind morgens bei Hunden keine Seltenheit. Eingetrockneter Schleim oder Ausfluss kleben die Augenlider zusammen. Das ist unangenehm für den Hund und kann, wenn er sich dabei reibt, zu zusätzlichen Reizungen führen.
So pflegst du die Augenpartie richtig:
- Feuchtes, weiches Tuch oder sterile Kompressen verwenden
- Auge von innen nach außen vorsichtig abwischen
- Sterile Kochsalzlösung oder spezielle Augenpflegetücher für Hunde verwenden
- Nie mit einem trockenen Wattebausch wischen, er fusselt und reizt zusätzlich
- Keine Haushaltstücher oder parfümierten Tücher verwenden
Bei Rassen mit langem Fell rund um die Augen: Das Fell kurz halten, damit keine Haare ins Auge wachsen können und die Augenpartie trocken bleibt. Wenn dein Hund täglich stark verklebte Augen hat, sollte die Ursache tierärztlich abgeklärt werden.
vetevo Fazit
Tränende Augen beim Hund können viele Ursachen haben: ein Staubkorn, eine Allergie, eine Entzündung, Unverträglichkeiten oder anatomische Gegebenheiten. Wer die Ursache kennt, kann gezielt handeln, statt immer wieder dasselbe Symptom zu behandeln.
Wenn du vermutest, dass Allergien hinter den Symptomen stecken, kann ein Allergietest helfen. Bei wiederkehrenden Beschwerden kann auch eine Abklärung der Darmflora sinnvoll sein. In jedem Fall sollten wiederkehrende Symptome mit dem Tierarzt abgeklärt werden.
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vetevo – aus Liebe zum Tier.