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18.09.2023

Barfen beim Hund - Rohfütterung für die Gesundheit

Das Barfen beim Hund kommt begrifflich ursprünglich aus dem Englischen und bezeichnet einen Fütterungstrend für Hunde bei dem es darum geht, den Hund mit rohem Fleisch, Gemüse und Knochen zu füttern. Der Wunsch dabei ist, den durch das Barfen den Hund möglichst naturnah und gesund zu füttern.
Barfen beim Hund - Rohfütterung für die Gesundheit

Inhaltsverzeichnis:

Die Vorteile des Barfens bei Hunden

Die gesunde Rohfütterung beim Barfen des Hundes erlaubt es dir, eine komplett individuelle Ration für deinen Hund zusammen zu stellen. So kannst du zum Beispiel bei Krankheiten oder Futtermittelallergien deines Hundes darauf achten, dass das Futter perfekt auf die Bedürfnisse abgestimmt ist.

Ein weiterer Vorteil von Barfen beim Hund ist, dass du als Besitzer ganz genau weißt, was in dem Futter für deinen Liebling enthalten ist. Keine Zusatzstoffe, keine nicht identifizierbaren „Tierischen Nebenerzeugnisse“, keine Geschmacksverstärker. Das gibt dir ein gutes Gefühl und Sicherheit.

Durch die feste Konsistenz der großen Fleischstücke fressen Hunde länger, was besonders für Tiere, die gerne schlingen und nie satt zu kriegen sind, ein Vorteil sein kann. Ausgenommen davon sind natürlich gewolfte Produkte. Bei einer ordnungsgemäß zusammengesetzten und verträglichen Ration verringert sich das Kotvolumen und die Kotkonsistenz verbessert sich.

Genauso wie Rohkost beim Menschen gerne als Wunderwaffe und Allheilmittel bezeichnet wird, soll auch das Barfen für den Hund viele Vorzüge haben. Die Ernährung für den Haushund soll möglichst ähnlich der des Urahnen Wolf sein. Allerdings wird hier leider oft vergessen, dass unsere Hunde dem Wolf ungefähr so ähnlich sind wie wir dem Neandertaler. Durch die Domestikation hat sich das Erbgut der Hunde verändert. Dadurch produzieren sie ganz andere Verdauungsenzyme als ihre Vorfahren und können somit auch nicht einfach so mit dem Wolf gleichgesetzt werden.

Ein wichtiger Hinweis, falls du mit dem Barfen deines Hundes beginnen möchtest: Die Umstellung von konventionellem Futter auf eine BARF-Ration sollte schrittweise erfolgen! Bei einem Abrupten Wechsel des Futtermittels kann es zu Verdauungsstörungen wie Durchfall kommen.

Nachteile des Barfens beim Hund

Bei selbst zusammengestellten Rationen beim Barfen des Hundes besteht ein sehr hohes Risiko, dass die Nährstoffversorgung im Futter nicht angemessen ist. So kommt es häufig zur Überversorgung mit Proteinen. Das kann für Durchfall sorgen und Leber und Niere schädigen. Deshalb gilt bei leber- und nierenkranken Tieren auch allerhöchste Vorsicht beim Zusammenstellen einer BARF-Ration. Genauso kann es zu Über- und Unterversorgung mit Mineralstoffen und Vitaminen kommen, die sich zum Beispiel negativ auf den Knochenstoffwechsel auswirken können.

Ein ganz besonderes Risiko beim Barfen deines Hundes ist, dass rohes Fleisch Parasiten, Bakterien und Viren enthalten kann, die nicht nur für deinen Hund, sondern auch für dich sehr gefährlich werden können. Deshalb solltest du niemals frisches Fleisch direkt an deinen Hund verfüttern. Es sollte vor der Verfütterung mindestens vier Tage bei -20°C eingefroren werden.

Wie geht Barfen beim Hund richtig?

Beim Barfen deines Hundes musst du auf den Bedarf an Inhaltsstoffen sehr achten. Um die gesunde Fütterung deines Hundes zu gewährleisten, solltest du einen ausgewogenen Mix aus verschiedenen Lebensmitteln anbieten:

Wieviel Fleisch braucht der Hund?

Der Fleischanteil in der Ration beim Barfen des Hundes sollte etwa 55% betragen. Frischfleisch liefert den Proteinanteil in der Ration und ist reich an essentiellen Aminosäuren. Wichtige Mineralien, Vitamine und Faserstoffe sind allerdings nicht enthalten und müssen auf anderem Wege in die Ration gelangen. Geeignete Fleischsorten sind mageres Fleisch wie Rind, Lamm, Pferd oder Geflügel.

Vor allem roher Fisch und rohe Eier enthalten Thiaminase. Das ist ein Enzym, das das Vitamin B1 (Thiamin) zersetzt und so einen Vitamin B1-Mangel bewirken kann. Roher Fisch und rohe Eier sollten deshalb beim Barfen des Hundes lieber nicht verfüttert werden.

Braucht der Hund Innereien?

Verschiedene Organe können dazu genutzt werden, wichtige Vitamine und Mineralstoffe zu ergänzen. Außerdem enthalten Organe weiteres Protein. Organe, die geeignet zur Fütterung sind, sind zum Beispiel Leber oder Pansen. Bei der Fütterung von Innereien aus dem Halsbereich, also zum Beispiel Schlund oder Luftröhre, kann es dazu kommen, dass der Hund Schilddrüsengewebe aufnimmt. Darin enthalten sind Schilddrüsenhormone. Diese zusätzliche Gabe von Schilddrüsenhormonen kann zu einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreoidismus) führen.

Auch die Leber-Fütterung im Rahmen des Barfens deines Hundes sollte vorsichtig erfolgen. Leber enthält große Mengen an Vitamin A. Ist zu viel Leber in der Ration enthalten, kann es zur Vitamin A-Überversorgung mit Vergiftungserscheinungen kommen.

Knochen

Knochen enthalten viele Mineralstoffe und eignen sich gut als Phosphor- und Calciumlieferanten beim Barfen des Hundes. Allerdings sollte nicht zu viel Knochen gefüttert werden, da es sonst zur Verstopfung beim Hund kommen kann. Außerdem musst du darauf achten, dass die Knochen nicht zu hart sind. Bei besonders kau-begeisterten Hunden kann es zu Zahnfrakturen kommen. Weiterhin sollten die Knochen nicht splittern, da scharfe Knochensplitter für Verletzungen im Magen-Darm-Trakt deines Hundes führen können.

Zudem ist es schwierig den Mineralstoffgehalt im Knochenmaterial zu überprüfen. Da die Gehalte in den unterschiedlichen Knochen oft stark schwanken, ist die Berechnung einer optimalen Ration mit frischen Knochen fast unmöglich.

Dürfen Hunde Gemüse und Obst fressen?

Gemüsesorten, die ohne Bedenken roh verfüttert werden können, sind zum Beispiel Salat, Möhren, Fenchel, Gurken, Zucchini und viele weitere. Gemüsesorten wie Kartoffeln, Aubergine und Kohlsorten sollten besser nicht roh verfüttert werden. Für Hunde sind sie giftig oder wirken blähend.

Geeignete Obstsorten sind unter anderem Äpfel, Bananen und Birnen. Wichtig bei der Zubereitung des Barfens beim Hund ist, das enthaltene Obst und Gemüse zu pürieren. So kann dein Hund das Futter besser verdauen und die Nährstoffe sind besser zugänglich.

Wichtig: Es kann zu einer Vergiftung des Hundes durch Lebensmittel wie Trauben, Zwiebeln oder Knoblauch kommen. Auf die Fütterung dieser Sorten sollte verzichtet werden.

Öl

Öle können beim Barfen des Hundes ein guter Energielieferant sein. Außerdem dienen sie dazu, den Hund mit den wichtigen essentiellen Fettsäuren zu versorgen. Dazu gehören Linolsäure und alpha-Linolensäure. In Ölen sind ebenso fettlösliche Vitamine, also die Vitamine A, D, E und K, enthalten. Besonders wichtig für Hunde ist zum Beispiel die Vitamin D-Zufuhr! Anders als wir Menschen ist der Hund nicht dazu in der Lage, Vitamin D mit Hilfe von Sonnenlicht zu bilden.

Was halten Tierärzte vom Barfen bei Hunden?

Die Fütterung mit rohen Produkten ist auf jeden Fall geeignet, einen Hund bedarfsgerecht und gesund zu ernähren. Besonders bei anspruchsvollen Hunden (die eine Futtermittelallergie oder Krankheiten haben, die eine außergewöhnliche Ernährung erfordern) kann das Barfen des Hundes eine sehr gute Alternative sein. Tipp: In unserem Shop finden Sie auch Allergietests für Hunde.

Wichtig ist beim Barfen deines Hundes allerdings, dass die Ration perfekt auf den Hund abgestimmt ist. Falls du vorhast, für deinen Hund BARF-Mahlzeiten vorzubereiten, ist es ratsam, dich von einem Tierarzt beraten zu lassen. Er wird den Nährstoffbedarf deines Hundes berechnen und dir so die perfekte Ration für deinen Hund vorschlagen.

Außerdem kann dir der Tierarzt Tipps geben, welche Fleisch-, Gemüse-, und Ölsorten gut für deinen Hund sind und welche du lieber weglassen solltest. Gute Anlaufstellen für Hunde-Ernährungsberatung sind beispielsweise auch die Universitäten, an denen Tiermedizin gelehrt wird. Dort kannst du das Institut für Tierernährung kontaktieren und dich häufig auch per E-Mail beraten lassen.

vetevo Fazit

Dir sind weder Zeit noch Mühe zu viel, um für deinen Liebling eigene Menüs zuzubereiten? Dann kann Barfen für deinen Hund eine gute Alternative zu den herkömmlichen Fertigprodukten sein. Wichtig ist allerdings, dass du auf eine bedarfsgerechte Nährstoffversorgung achtest, keine giftigen Lebensmittel fütterst und bei Knochen auf die Verletzungsgefahr achtest. Gehe lieber auf Nummer sicher und lass dich bei der Umstellung auf BARF von einem Tierarzt beraten.

vetevo - aus Liebe zum Tier.

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