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Flöhe beim Hund

Flöhe beim Hund: Arten, Vermehrung und Risiken

Der größte Horror für jeden Hundehalter sind wohl Flöhe. Sie beißen, saugen Blut und verursachen einen starken Juckreiz, sowohl bei Tieren als auch bei Menschen. Gerötete Haut, Haarausfall und sogar Anämie können die Folge eines Flohbefalls sein.

Um dich gegen diese Parasiten schützen zu können, solltest du erst einmal ein Basiswissen haben: Woher kommen Flöhe? Welche Gefahren bringen sie mit sich? Und am Wichtigsten: Wie erkenne ich einen Flohbefall?

Inhaltsverzeichnis:

Was sind Flöhe?

Der Floh ist ein Insekt, welches sich ähnlich wie die Zecke in verschiedenen Stadien entwickelt und als Ektoparasit klassifiziert wird. Flöhe ernähren sich vom Blut eines Wirts und verlassen diesen nur selten.

Die häufigsten Floharten sind der Katzenfloh (Ctenocephalides felis) und der Hundefloh (Ctenocephalides canis). Trotz der Namensgebung befallen Flöhe nicht nur einen Wirt. Dies bedeutet, dass sowohl Katzen-, als auch Hundeflöhe auf Katze, Hund, Mensch oder auch andere Tiere springen können.

Die Besetzung eines Fehlwirts, beispielsweise eines Menschen beim Hundefloh, ist allerdings seltener als man denkt.

Nicht jeder Floh ist gleich. Es existieren weltweit mehr als 2000 Floharten. In Mitteleuropa sind circa 70 von Ihnen angesiedelt.

Flöhe leben circa 30 Tage lang. Die optimalen Lebensverhältnissen liegen bei Raumtemperatur und 80% Luftfeuchtigkeit.

Flöhe durchlaufen drei Entwicklungsphasen: Ei, Larve und adulter Floh. In allen drei siedeln sie sich primär auf einem geeigneten Wirt an. Der erwachsene Floh ist allerdings der Einzige, der Blut saugt.

In ihrem Aussehen unterscheiden sie sich im Allgemeinen nur wenig voneinander. Sie haben keine Flügel, sondern lediglich sechs Beine. Ihre Größe variiert je nach Art zwischen 2 bis 4 Millimetern, im ausgewachsenen Stadium.

Der Körper des Flohs ist bräunlich und an seinen Seiten platt. An ihren Hinterbeinen befinden sich Sprunggelenke, mit denen sie weite Entfernungen bewältigen und sich schnell fortbewegen können.

Am Kopf des Parasiten sitzt sein Werkzeug. Mithilfe des Saugapparats und dem nach unten gerichteten Stechrüssel, dringt dieser in die Haut ein und saugt das Blut heraus.

Im Speichel des Flohs befinden sich Substanzen, die in Verbindung mit den Proteinen im Organismus des Wirts eine Immunreaktion auslösen. Diese äußert sich in Form von starkem Juckreiz und kann verheerende Folgen mit sich bringen. 

Wie vermehren sich Flöhe?

Noch schlimmer als ein Stich ist allerdings die rasante Vermehrung der Flöhe und ihre Verbreitung innerhalb der Umgebung des Wirts. Hat ein weiblicher Floh einen Wirt besetzt, legt er innerhalb weniger Stunden nach dem ersten Stich zwischen 30 bis 50 Eier auf ihm ab.

Bei Tieren fallen die Eier meist herab, sobald sie sich schütteln, hinlegen oder schneller laufen. Auf diese Weise landen die Nachkommen in der tierischen und zum Großteil auch heimischen Umgebung.

Nach zwei Tagen schlüpfen Larven aus den Eiern. Sie sind dünn, weiß und wurmähnlich. Die Larven ernähren sich hauptsächlich von Flohkot, der aus getrocknetem Blut besteht.

Bevor die jungen Flöhe zu ausgewachsenen Parasiten werden, verkriechen sie sich in Ritzen und dunklen Ecken. Sie sind in diesem Stadium besonders lichtempfindlich und verpuppen sich nach zwei Häutungen an den lichtgeschützten Orten.

Bis der geeignete Wirt in ihre Nähe kommt, können sie über Monate in ihrem Kokon überleben. Erst wenn sich die Möglichkeit ergibt, werden sie aktiv. Normalerweise dauert es um die 10 Tage bis die Larven schlüpfen. Danach springen sie auf ihr Opfer und beginnen mit dem Blutsaugen.

Als erwachsene Flöhe leben sie vier bis sechs Wochen auf dem Wirt. Zwei bis drei Tage nach ihrer ersten Blutmahlzeit fangen die einstigen Larven selbst erneut an sich zu vermehren.

Ist dieser Zyklus einmal im Gange, gibt es nur eine Möglichkeit die Flöhe los zu werden: Eine Komplettreinigung. Um es gar nicht so weit kommen zu lassen, solltest du bereits vorher Schutzmaßnahmen gegen Flöhe ergreifen.

Gibt es eine Flohsaison?

Nein, eine wirkliche Flohsaison gibt es nicht. Denn im Gegensatz zu anderen Parasiten, beispielsweise der Zecke, können Flöhe das ganze Jahr über aktiv sein.

Am liebsten halten sich Flöhe bei Raumtemperatur um 25° Celsius, gemischt mit einer hohen Luftfeuchtigkeit, auf. Der Sommer erfüllt somit alle Bedingungen für eine perfekte Vermehrung.

Sie werden zwar von den kälteren Temperaturen im Herbst und Winter gehemmt, trotzdem haben sie sich sehr daran angepasst. Durch die angenehme Wärme in unseren Häusern zu dieser Zeit, zieht es Flöhe näher in Richtung ihrer potentiellen Wirte.

Die Parasiten finden leicht Unterschlupf in Teppichen, nisten sich auf dem Platz unserer Vierbeiner ein, und haben für die kalten Monate ausgesorgt.

Befallen Flöhe am liebsten Hunde?

©Katrina_S

Interessant ist, dass Menschen definitiv nicht so beliebt bei Flöhen sind wie früher. Durch die Revolution in der Hygiene ist der Befall bei uns ein äußerst seltenes Problem geworden.

Hunde sind ein extrem attraktives Ziel für Flöhe. Durch ihre Neugier und den eher spärlichen Drang sich selbst zu reinigen finden Flöhe schnell zu ihnen als neuen Wirt.

Der häufige Kontakt mit anderen Hunden, das Wälzen und Streifen durch alle möglichen Gebüsche, macht es Flöhen besonders leicht sich auf den Vierbeinern zu verteilen und zu vermehren.

Zu guter Letzt kommt noch, dass die meisten Hunde nach einem Spaziergang wieder in ihr gewohntes und warmes Umfeld zurückkehren und sich die Flöhe dort perfekt verstecken können.

Symptome - Anzeichen für den Flohbefall bei Hunden?

Zu den häufigen Symptomen eines Flohbefalls bei Hunden zählen:
  • Unruhe
  • Starker Juckreiz
  • Ruckartige Bewegungen, gefolgt von Kratzen
  • Beißen von verschiedenen Körperstellen
  • Allergische Reaktionen
  • Müdigkeit, Anämie
  • Wurmbefall (nur Gurkenkernbandwurm)
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Neben den oben genannten Symptomen, können auch andere Anzeichen auftreten. Besonders im Bereich des Rückens, der Rute und der Hinterbeine kommt es bei einem Hund mit Flöhen zu Haarausfall. Hautentzündungen dagegen entstehen an den Stichstellen des Flohs und sind meist durch Rötungen zu identifizieren.

Beachte, dass selbst vereinzelte Stellen des Hundekörpers an denen Haare fehlen auf den Befall hinweisen können. Häufiges Kratzen an den juckenden Stichstellen, kann die Entzündung und den Haarausfall begünstigen.

Welche Folgen und Gefahren bringen Flöhe mit sich?

Ein Flohstich ist ein Problem, mit dem nicht zu spaßen ist. Neben einer geröteten Haut und Haarausfall, können Flöhe noch weitere unangenehme Nebenwirkungen bei Hunden hervorrufen.

Würmer

Der Floh gilt als Zwischenwirt für den Gurkenkernbandwurm (auch Kürbiskernbandwurm). Dies ist der häufigste Hundebandwurm, der auch Katzen und andere Tieren befallen kann.

Aufgenommen wird er durch das Zerbeißen und Herunterschlucken der Flöhe. Nimmt der Hund einen infizierten Floh auf, gelangen die Larven des Dipylidium caninum in den Organismus. Dort breiten sie sich aus und verursachen weitere Probleme. Symptome beim Bandwurmbefall sind:
Wenn dein Hund Flöhe hatte, kannst du einen Wurmbefall am besten durch einen Wurmtest ausschließen.

Flohspeichel-Allergie-Dermatitis (FAD)

Die Flohspeichel-Allergie-Dermatitis (FAD) ist die häufigste Form der bakteriellen Hauterkrankung. Durch den infektiösen Speichel der Flöhe reagiert die Haut des Hundes mit besonders starkem Juckreiz.

Je mehr sich der Hund daraufhin kratzt, desto stärker ist die Reaktion und Entzündungen mit Eiter, Krusten und Ekzemen sind die Folge. Sogenannte Hot Spots können großflächig auf dem Körper erscheinen.

Achtung, es kommt nicht auf die Zahl der Stiche an, schon ein Einziger, kann für eine Allergie genügen.

Blutarmut

Die Anämie ist besonders bei Welpen, sowie älteren und kranken Hunden eine große Gefahr. Leidet ein Tier unter starkem Flohbefall, kann es zu erheblichem Blutverlust kommen.

Da einige Anzeichen einer Anämie häufig nicht früh genug entdeckt werden, sind hier die Wichtigsten:
  • schnell einsetzende Müdigkeit
  • kalte Extremitäten
  • Kurzatmigkeit
  • Schwäche, im Extremfall bis hin zu einem Kollaps

vetevo-Fazit

Flöhe sind lästige Parasiten, die weder auf unseren Vierbeinern noch auf uns selbst etwas zu suchen haben. Sollten sie doch einmal Gefallen an deinem Hund gefunden haben, ist es wichtig zu wissen: Flöhe können bekämpft werden.

Flöhe sind zwar extrem widerstandsfähig, und vermehren sich in rasender Geschwindigkeit, jedoch kannst du deinen Hund vor ihnen schützen und ihnen den Aufenthalt in deinen vier Wänden weniger angenehm gestalten als sie es gerne hätten.

Sei dir bewusst, dass Flöhe verschiedene Krankheitserreger mit sich bringen, und besonders für Tiere schnell zu einem ernsten Problem werden können. Blutarmut, Allergien und Würmer sind allesamt nicht nur unangenehm, sondern können im schlimmsten Fall auch zum Tode führen.

Achte immer auf das Verhalten deines Tieres und untersuche es lieber mehrmals als nur einmal auf mögliche Parasiten. Dies gilt auch bei einem Zeckenbefall.

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Quellen:

  1. Vormwald K, Hrsg. 1. Auflage. Stuttgart: Sonntag Verlag; 2016. doi:10.1055/b-004-129582
  2. Peters S, Koch H, Hrsg. 1. Auflage. Stuttgart: Thieme; 2014. doi:10.1055/b-003-125828
  3. Kohn B, Schwarz G, Hrsg. 12., aktualisierte Auflage. Stuttgart: Enke Verlag; 2017. doi:10.1055/b-004-140269
  4. Moritz A, Hrsg. 7., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Stuttgart: Schattauer GmbH; 2013. doi:10.1055/b-005-148987
  5. Burgener I, Deiner C, Dörfelt R et al., Hrsg. 1. Auflage. Stuttgart: Enke Verlag; 2016. doi:10.1055/b-004-129696
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