Giardien beim Hund

Giardien beim Hund: 8 Fragen - 8 Antworten

Giardien sind kleine fiese Durchfallmonster und eine der häufigsten Ursachen für immer wiederkehrende Magen-Darm-Krankheiten beim Hund, der Katze aber auch beim Menschen. Als einzellige Dünndarm-Parasiten führen sie zu Durchfall und Erbrechen. Gerade Welpen, junge Hunde und Katzen sind besonders anfällig für Infektionen. 

Wie erkennst Du Giardien beim Hund und wie bekämpfst Du eine Infektion richtig? Und wie kannst Du dich und deinen Hund davor schützen? Auf alle relevanten Fragen kriegst Du nun die passenden Antworten.

Inhaltsverzeichnis:


1: Was sind Giardien?

Zugegeben: Giardien sehen schon echt süß aus! Sie wurden früher als “Urtierchen” bezeichnet weil sie Merkmale von echten Lebewesen tragen. Beim Blick ins Mikroskop erscheinen die zwei Zellkerne wie Kulleraugen. Ein komplettes Gesicht kommt zustande, da sie außerdem einen vermeintlichen Smileymund haben. Giardien sind nicht nur nett anzusehen, sie sind auch uralt und machen als fiese kleine Durchfallmonster der Welt schon lange zu schaffen! Wahrscheinlich hatten schon unsere Vorfahren und sogar die Dinos mit ihnen zu kämpfen. Also absolut kein neues Problem und vor allem keine neue Seuche, wie Giardien auf einigen Internetseiten betitelt werden. Der Körper kann sich in der Regel relativ gut gegen sie verteidigen! Ausnahmen gibt es allerdings immer. Und wie so oft in der Medizin gilt hier wieder mal: “Die Dosis macht das Gift”! 

Giardien gehören zu den Einzellern. Sie sind also winzige Organismen, die aus nur einer Zelle bestehen und sich durch Zellteilung fortpflanzen. Um sich fortzubewegen sind sie mit fadenförmigen Gebilden (Geißeln) ausgestattet. Im Laufe des Lebens der Giardien zwei Phasen - Wachstum ( vegetative Trophozoiten) und Fortpflanzung (diagnostische Zysten).
Abbildung: Das Aussehen von Giardien
  • 2 Zellkerne ("Augen")

  • 2 dünne Achsenstäbe

  • 4 Geißelpaare

  • 1 gebogenes Mediankörperchen (gelb)

Die Wachstumsphase (Das vegetative Stadium: Trophozoit)

Als Trophozoiten werden Giardien bezeichnet, wenn sie Stoffwechsel betreiben und sich nicht fortpflanzen. In dieser Phase sind sie sie birnenförmig und ca. 15x10 µm groß.

Die Fortpflanzungsphase (Das diagnostische Stadium: Zyste)

Die ca. 10x7µm große Zyste ist das widerstandsfähige Dauerstadium von Giardien. Durch Zellteilung gibt es nun doppelt so viel Zellkerne in den Giardien und ihre Zellwand ist verdickt. In dieser Phase sind die Parasiten sehr robust und können oft lange Zeit in der Umwelt überleben. Ein Nachweis, zum Beispiel durch eine Kotuntersuchung, findet in dieser Phase statt. Deswegen auch die Bezeichnung diagnostisches Stadium.

2: Was sind die Ursachen für eine Giardien-Infektion?

Abbildung: Hund Giardien Lebenszyklus - vetevo
Wenn Hunde und vor allem Welpen Durchfall haben, ist die Ursache häufig eine Infektion mit Darmparasiten. Dazu zählen auch die Giardien. Hunde stecken sich über die Aufnahme von Giardienzysten im Kot infizierter Hunde an. Die minimale “Infektionsdosis” für Säugetiere, uns eingeschlossen, beträgt 10 bis 100 Zysten. Die Zysten überleben bis zu mehreren Wochen auch im Boden und in der Umwelt. Somit gelangen sie auch in Wasser oder haften an vermeintlich “Schmackhaftem”, was der Hund draußen beschnüffelt und vielleicht auch frisst (das typische Labradorsyndrom) an. 

Die Zysten werden über den Mund aufgenommen, gelangen über den Magen in den Darm und entwickeln sich dort weiter zur ausgewachsenen Form, dem Trophozoiten. Dieses Stadium besiedelt die Darmschleimhaut und pflanzt sich durch Zellteilung fort. Aus einem mach zwei, aus zwei vier aus vier 16 und so weiter… Schnell kommt es also zu einer extremen Vermehrung im Darm. Bevor die Giardien nun ausgeschieden werden und in die Umwelt gelangen, bildet sich eine Schutzhülle, die dem Parasiten eine große Widerstandsfähigkeit gegen Umwelteinflüsse wie Hitze, Kälte oder Trockenheit (=Tenazität) gibt. Die Giardie kann dank ihrer Schutzhülle bis zu mehreren Wochen auf Spielzeug, dem Boden, Decken oder auch im Wasser überleben und weitere Tiere bei oraler Aufnahme anstecken. Eine Behandlung gegen Giardien muss somit immer zeitgleich mit Desinfektionsmaßnahmen erfolgen! Bevor eine Behandlung in Erwägung gezogen wird, solltest Du testen, ob dein Hund überhaupt Giardien hat. Dafür kannst Du ganz einfach eine Kotuntersuchung durchführen - mit dem vetevo Wurmtest Pro (für Hund oder Katze) kannst Du deinen Vierbeiner bequem von zuhause auf Giardien testen:
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3: Sind Giardien übertragbar auf den Menschen?

Giardieninfektionen bei unseren liebsten Haustieren sind sehr weit verbreitet. Etwa jeder fünfte Hund und jede zehnte Katze sind mit Giardien infiziert. Bei Welpen und Jungtieren sogar bis zu 70%, weil die Darmflora noch nicht gut ausgebildet ist und ein natürlicher Schutz fehlt. 

Giardien werden nach ihren Genotypen (die Gesamtheit der Gene, die im Zellkern gespeichert werden) in die unterschiedlichen Gruppen eingeordnet - G. duodenalis (Genotyp A), G.enterica (Genotyp B), G. canis (Genotyp C/D), G. cati (Genotyp F).
  • Genotypen Hund
  • Genotypen Katze
  • Genotypen Mensch

Subspezies A1, B3; C und D

Subspezies A1 und F

Subspezies A1 und B3

Wie an der Tabelle zu erkennen ist, gibt es Überschneidungen der Genotypen. Spezielle Arten von Giardien sind auf den Menschen übertragbar. Solche von Tier auf Mensch (oder anders herum) übertragbare Infektionen nennen wir Zoonose.
Nicht alle “Hunde-Giardien-Genotypen” sind übertragbar auf den Menschen!

G. enterica und G. duodenalis gehören zu den typische Zoonosen. G. canis ist allerdings weitgehend hundespezifisch und G. cati ist katzenspezifisch. Um ein Risiko besser einschätzen zu können, kann es sinnvoll sein herauszufinden, um welchen Stamm es sich handelt. Dieses kann in Speziallabors erfolgen. Der Mensch infiziert sich durch Schmutz- und Schmierinfektion (z. B. durch Hunde-und Katzenkontakt) oder verunreinigtes Trinkwasser und kontaminiertes Gemüse. Aber auch Fliegen können diese Parasiten auf Nahrungsmittel verschleppen und auf diese Weise auf den Menschen übertragen. Die Erkrankung durch Giardien (Giardiasis) des Menschen ist eine meldepflichtige Darmerkrankung, die gemäß der Statistik des Robert-Koch-Instituts jährlich mehrere tausend Giardien-Infektionen beim Menschen in Deutschland umfasst (In Berlin gab es über 500 Fälle in 2018, weltweit über 200 Mio.). Klinisch äußert sie sich mit Durchfällen und Erbrechen. Insbesondere bei Kindern kann eine Infektion zu heftigen Symptomen, sowie Mangelernährung und Wachstumsstörungen führen. Besonders gefürchtet ist es unter den Reisenden als Reisediarrhoe oder auch “Montezumas Rache” genannt. So beunruhigend wie sich das ganze anhört, ist es allerdings nicht. Entwarnung gilt zumindest für gesunde Menschen! Um eine Infektion zu stoppen reicht es aus die Lebensmittel vor dem Verzehr gründlich zu waschen. Gefährdet sind allerdings Menschen mit einem nicht gut ausgebildete bzw. geschwächten Immunsystem. Dazu gehören Schwangere, Kinder, kranke und ältere Personen.  

4: Symptome - Wie erkenne ich Giardien beim Hund?

Das Hauptsymptom einer Giardieninfektion ist hartnäckiger Durchfall. Der Kot kann auch Schleimbeimischungen und gelegentlich sogar Blut enthalten. Manchmal kommt es auch zu Erbrechen und, wenn die Giardien lange im Darm ausharren, zur Abmagerung. Der Hund ist schlapp, will sich nur wenig bewegen und verweigert sogar Leckerlies. 

Welche Hunde sind besonders gefährdet?

Entscheidend, ob überhaupt Krankheitsanzeichen zu erkennen sind, sind hierbei die Abwehrmechanismen im Körper. Denn das Immunsystem ist ein echter Kämpfer und lernt mit der Zeit die ein oder andere Abwehrstrategie. Vor allem Welpen und jüngere Hunde haben mit einer Giardieninfektion zu kämpfen. Sie sind besonders empfindlich, da sich das Immunsystem erst in der Lernphase befindet. In ihrem jungen Leben sind sie noch nie mit dem Erreger in Berührung gekommen und sind ihm somit schutzlos ausgeliefert. Die Abwehrzellen sind erst dabei, sich aufzubauen. Welpen haben oft besonders hartnäckige Durchfälle und dehydrieren schnell. 

Wieso sind Giardieninfektionen garnicht so leicht zu erkennen?

Allerdings kann eine Infektion auch ganz ohne typische Symptome ablaufen.Bei erwachsenen Hunden entwickelt sich oft eine “automatische Erregerabwehr” (Immunität), sodass sie im Allgemeinen ziemlich gut mit einer Giardieninfektion klarkommen. Manchmal kommt es zu immer wiederkehrendem Durchfall. Oftmals bleibt der Parasit allerdings auch ein stiller Begleiter. Doch auch diese stillen Giardienträger sind problematisch! Denn der Parasit wird regelmäßig ausgeschieden und andere Hunde können sich dadurch anstecken.

5: Diagnose - Wie kann ich meinen Hund testen? 

Wie schon erwähnt können die stillen Giardienträger Probleme bereiten und als Ansteckungsquelle für andere dienen. Deswegen ist es angeraten, auch symptomlose Hunde regelmäßig auf Giardien zu überprüfen. Das geht ganz einfach!
Um eine Infektion nachzuweisen wird eine Kotprobe genau unter die Lupe genommen. Es gibt zwei gängige Varianten:

Kombinierte Sedimentation / Flotation

Dieses kombinierte Verfahren bietet eine noch genauere Analyse. Mithilfe von verschiedenen Flüssigkeiten, Teströhrchen und einer Zentrifuge werden die Fremdmaterialien im Kot von den Wurmeiern, nach denen wir suchen, getrennt. Anschließend wird der Teil, in dem sich die Wurmeier befinden zentrifugiert, diese setzen sich sodann als Sediment ab. Das Sediment wird auf einem kleinen Objektträger aus Glas gegeben, mikroskopiert und bei Wurmbefall die Wurmeier identifiziert.

Giardien Antigentest

Hierbei handelt es sich um ein komplexeres Testverfahren mit dem Namen ELISA (Enzyme-linked Immunosorbent Assay). Es macht sich das Schlüssel-Schloss-Prinzip zu nutze. Der Schlüssel ist ein sogenanntes Antigenen. Das Schloss ist ein sogenannter Antikörper (in diesem Fall die Giardienzyste, nach der wir suchen). In dem Schnelltest befinden sich viele markierte Antigene, welche mittels Schlüssel Schloss Prinzip die nachzuweisenden Giardienzysten (Antikörper) binden und durch die Bindung mithilfe einer chemischen Reaktion farblich kenntlich machen. 

6: Therapie - Was tun bei einem Giardienbefall?

Für die Behandlung von Giardien sind nur zwei Medikamente zugelassen, nämlich solche mit den Wirkstoffen Fenbendazol (50 mg Fenbendazol je kg Körpergewicht an mindestens 5 aufeinander folgenden Tagen, dann 3 tage Pause , dann nochmal täglich für 5 Tage) und Metronidazol (50 mg Metronidazol je kg Körpergewicht täglich über 5 bis 7 Tage). Diese können entweder durch Pasten, Kau- oder Filmtabletten eingegeben werden. Wichtig bei der Behandlung ist die passende Dosierung und die geeignete Dauer!

Außerdem solltest du die richtige Schonkost auswählen und den Patienten kohlenhydratarm ernähren. Denn Reis oder ähnliche kohlenhydratreiche Schonkost, die man normalerweise gerne bei Durchfall füttert, ist ein gefundenes Fressen für die Giardien, die sich dann erst richtig vermehren. Es ist auch wichtig, daß du deinen Hund gründlich wäschst, vor allem rund um die Hinterbeine. So kannst du Giardien, die an dem Fell sitzen, entfernen.

Nach drei bis vier Wochen soll der Behandlungserfolg mittels Kotprobe überprüft werden. Leider wird die Resistenzlage zunehmend kritischer und gerade der Wirkstoff Fenbendazol verliert an Effektivität. Deswegen ist es sehr wichtig, bei jeder Anwendung verschiedene Präparate mit unterschiedlichem Wirkstoff anzuwenden. Ein weiterer sehr wichtiger Punkt ist, bei einem Befall auch Partnertiere im eigenen Haushalt oder tägliche Spielgefährten mitzubehandeln! Denn manchmal ist der Hunde- oder Katzenkumpel infiziert und scheidet fröhlich Giardien aus, ohne dass er jedoch selbst Symptome hat, weil sein Immunsystem sie (noch) gut in Schach hält.

Bei Giardienbefund sollte unbedingt eine Kontrolluntersuchung mit dem Wurmtest Pro durchgeführt werden. Gegebenenfalls muss eine Wiederholungsbehandlung mit Zeitabstand erfolgen.
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7: Wie kann ich mich und meinen Hund schützen?

Strenge Hygiene -  schützt vor Rückfall

Wie bereits erwähnt sind die Giardien sehr hartnäckig. Da ausgeschiedene Giardien-Zysten in der Umwelt noch über Wochen und Monate infektiös sind, bieten sie zusätzlich eine sehr hohe Reinfektionsgefahr. Als vorbeugenden Schutz ist Hygiene das A und O!

Deswegen gilt es beim Spazieren gehen immer darauf achten, genug Plastiktütchen zum Einsammeln des Geschäftes mitzunehmen. Denn es ist nicht nur sehr unschön und rücksichtslos, die Wurst mal liegen zu lassen, sondern birgt auch Ansteckungsgefahr. Besonders gilt das natürlich für Spielplätze und Sandkästen, die für Kinder zugänglich sind. Da sich Giardien besonders wohl im Wasser fühlen, kann auch alles “Feuchte” eine Infektionsquelle sein.

Tipps zum Schutz vor Giardien

  • Stundenweise frisches Wasser zum Trinken bereitstellen
  • Futter- und Trinknäpfe täglich mit kochendem Wasser oder in der Spülmaschine bei über 65°C waschen
  • Hunde möglichst von Badestellen und “öffentlichen” Trinknäpfen vor Cafés und Co. fernhalten!
  • Hundedecken und -kissen regelmäßig heiß bei über 65°C waschen
  • Spielsachen regelmäßig mit kochendem Wasser oder in der Spülmaschine bei über 65°C waschen
  • Böden regelmäßig reinigen und vollständig abtrocknen lassen
  • Regelmäßiges Baden mit z.B. chlorhexidingluconhaltigen Shampoos, um alle Kotreste aus dem Fell zu entfernen. Zusätzlich kann bei langhaarigen Hunden der “Po-Bereich” ein wenig geschoren werden um das Anhaften zu verhindern

Die Kotprobe zum Schutz und Kontrolle, um sicherzugehen.

Wir haben bereits zum Thema “Würmer” über diese super Methode informiert. Dabei wird regelmäßig der Kot von drei aufeinanderfolgenden Tagen eingesammelt, weggeschickt und auf Parasiten kontrolliert. So kannst du sicher sein, dass dein Hund schmarotzerfrei ist. Hat “Emma”, “Frieda”, “Max” …. also seit längerer Zeit Durchfall, sollte definitiv ein Kotprobe in Erwägung gezogen werden. Schonend aber oho. Im Labor wird der Kot deines Hundes auf Giardien überprüft. Denn die übliche Wurmkur im Abstand von drei Monaten würde einen Giardienbefall in keinster Weise “mitbehandeln”. Hier erfährst du mehr zu den 5 häufigsten Entwurmungs-Irrtümern.

8: Gibt es alternative Behandlungsmöglichkeiten?

Immer wieder liest man von der Moroschen Möhrensuppe, Kräuterbuttermilch, Propolis und Kokosöl. Alle diese Hausmittelchen sollen dazu beitragen, das Immunsystem aufzubauen und somit die Selbstheilung fördern. 

Die Moro-Suppe... 
Diese wässrige Zubereitung aus der Karotte wird oftmals als Wundermittel beschrieben. Laut einer Studie der Universität Wien und Universitätspoliklinik für Kinder und Jugendliche Erlangen - Nürnberg wirken die sauren Oligosaccharid-Kohlenhydrate in der Vorsorge und Therapie von Magen-Darm Infektionen. Damit sich Keime im Körper ausbreiten können, müssen sie sich als aller erstes “festbeißen”. Oligosaccharide haben die besondere Fähigkeit diese Anhaftung (Adhärenz) auf der Darmschleimhaut zu verhindern. Somit kann es nicht zur Besiedlung kommen! Goodbye Durchfall! Wenn da nicht das ABER wäre! Denn Giardien ernähren sich von Kohlenhydraten! Durch die vermehrte Fütterung von Karotten wird die Kohlenhydratration erhöht und die Giardien bekommen ihr Frühstück, Mittag und Abendessen auf dem Silbertablett serviert. Na toll! 

Das Kokosöl… 
Kokosöl soll antimikrobiell wirken, das Immunsystem stärken, die Abwehrkräfte mobilisieren und gleichzeitig eine Darmflora schaffen, die von Parasiten als abstoßend empfunden wird. Bisher gibt es nur Studien mit Zecken und Bakterien, nicht jedoch mit Einzellern! Die haben herausgefunden, dass Kokosöl zwar eine antimikrobielle Wirkungsweise (vor allem gegen Bakterien, Viren und Pilze) hat. Hier steht die Laurinsäure im Fokus, welche laut Studien die Besiedelung der Darmschleimhaut behindert, jedoch gibt es keinen Nachweis für die Wirkung gegen Parasiten wie Würmer und Giardien. Unterm Strich können wir zum derzeitigen Zeitpunkt nur sagen: Es kann schon sein, dass Kokosöl gegen Giardien hilft. Aber verlassen kannst Du dich darauf nicht!  

Es gibt also Hausmittel mit unterstützender Wirkung für die Darmgesundheit, die auch gerne kombiniert werden können. Denn Karotten und Kokosöl hat noch keinem Hund geschadet. Ein Versuch ist es deswegen alle Male wert! Allerdings es es kein Wunderheilmittel für die Behandlung eines Befalls. Hier muss auf den Experten, den Tierarzt, zurückgegriffen werden, der anhand von einer Untersuchung einschätzen kann wie stark der Befall ist und ob bzw. was es für Symptome gibt. Wenn Du also sicher gehen möchten, dass die Giardien bald verschwinden und Dein vierbeiniger Freund endlich wieder fit ist, dann solltest Du lieber die auf Methoden zurückgreifen, die sich über Jahre bewährt haben.

vetevo-Fazit

Giardien sind nicht zu unterschätzen! Sie quälen unsere Liebsten oft über mehrere Wochen mit Durchfall und können durch das angreifen der Darmflora zur starken Gewichtsabnahme führen. Aber Giardien sind auch nicht zu überschätzen! Durch eine gezielte Behandlung mit zugelassenen Medikamenten und eine regelmäßige Kontrolle durch Kotuntersuchungen kannst Du diese Durchfallmonster loswerden. Nicht zu vergessen ist ein gutes Hygienemanagement zu Hause. Mit regelmäßigem Reinigen von Näpfen und Spielzeug (>65°C) kannst Du sehr gut gegen die kleinen Schmarotzer vorgehen.

Also keep cool and start cleaning! 

Übrigens, Giardien sind nicht immer die Verursacher von Durchfall beim Hund.

vetevo - Aus Liebe zum Tier.
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