Würmer Lexikon Hund photo by @urban_jungle_book/

Welche Würmer gibt es beim Hund? Das große Who is Who der Parasitenwelt

Was macht denn der Hund da für komische Sachen? Könnte eine fancy Yoga Position sein!„Schlittenfahren“ ist eine sehr sonderbar aussehende Aktion - Der Allerwerteste juckt, und zwar ganz gewaltig! Das einzige was hilft ist den Juckreiz mit dem Umherrobben auf dem Boden zu stillen. 

Die häufige Ursache: Da ist der Wurm drin! Aber welcher?! 

In unserem großen Parasitenlexikon erfährst Du alles über das Ansteckungsrisiko, die Infektionsquellen, Entwicklungszyklen der einzelnen Würmer und wie Du Symptome bei Deinem Hund erkennen kannst.

Inhaltsverzeichnis:


Würmer gehören zu den Parasiten oder auch „Schmarotzer". Das sind Lebewesen, die dauernd oder vorübergehend auf (Ektoparasiten) oder in (Endoparasiten) einem andersartigen Organismus, dem Wirt, leben und diesen schädigen.“ 

Ein wichtiger fact vorab: Wurm ist nicht gleich Wurm! Es gibt sehr viele verschiedene Arten von Würmern und ebenso viele Möglichkeiten, sich anzustecken.In welcher Zeit und in welchem Lebewesen die Wurmstadien ihr Unwesen treiben wird bei der Betrachtung der Wurmwanderzyklen klar. Diese geben uns wichtige Informationen zum Ansteckungsrisiko und möglichen Symptomen eines Wurmbefalls. Denn wenn Würmer auf Wanderschaft gehen, können sie erheblichen Schaden anrichten. 

Welche Gefahr von “Hunde” Würmern für sich selbst und die Familie ausgeht, hängt davon ab, ob die Wurmarten Zoonosen sind - eine Erkrankung übertragbar von Mensch auf Tier und anders herum. 

Symptome - Wie erkenne ich, ob mein Hund Würmer hat?

Die unliebsamen Magen-Darm-Trakt- Parasiten können sich schnell zu dauerhaften Bewohnern mausern. Je nach Alter, Immunstatus des Hundes und Wurmart zu sehr unterschiedlichen Symptomen kommen. Zum Teil zeigt der Hund keine Symptome oder nur wenige Anzeichen. Bei längerem Wurmbefall dann jedoch auf einmal die volle Bandbreite von Symptomen. Die Infektion liegt hier meist schon Monate zurück.
  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Verstopfung
  • Mangelerscheinungen durch Nährstoffentzug
  • Mangelnder Appetit und Gewichtsverlust
  • stumpfes Fell
  • aufgeblähter Bauch (fortgeschrittenem Stadium und massivem Befall)

Wichtig zu wissen ist, dass bei einem Wurmbefall nicht immer Würmer im Kot zu sehen sind!

Neben dem Magen-Darm-Trakt nisten sich Parasiten auch in anderen Organen ein und verursachen dort Symptome, die meist nicht sofort mit einem Wurmbefall in Verbindung gebracht werden: 

So können zum Beispiel Lungenwürmer allergische Reaktionen, Atemnot oder starken Husten verursachen - besonders wenn sich das Hochgehustete auf einmal bewegt. Auch hier: Absoluter Ekel-Alarm! 
Auch das Herz kann von Parasiten befallen werden: Herzwurm - das hört sich erstmal sehr niedlich an, ist es aber in der Realität ganz und gar nicht! Eigentlich ist der Herzwurm vor allem in den Mittelmeerländer verbreitet, leider können wir aber auch in unseren Breitengraden eine stetige Zunahme an mit Herzwurm infizierten Tieren verzeichnen. Symptome reichen von minimalen Herzgeräuschen bis hin zum spontanen tödlichen Herz-Kreislauf-Kollaps.

Infektionsquellen - Die Übertragung und Verbreitung von Würmern

Um sich selbst fortzupflanzen, scheiden Würmer ihre Nachkommen “Wurmeier” aus. Sie bilden quasi die “widerstandsfähige Armee”, die sich in der Umwelt bis zu Monaten oder gar Jahre durchkämpft und nur darauf wartet von einem neuen Opfer (Wirt) aufgenommen zu werden.Manche Wurmeier sind clever und lassen sich zunächst vom “einfachem Bodenpersonal” wie Nagern oder Schnecken fressen, um dann wiederum vom eigentlichen Opfer (Wirt) gefressen zu werden. Wie Du siehst, so verschieden die Würmer sind, so verschieden sind auch die Infektionsquellen. 

Die meisten Infektionen geschehen durch die Aufnahme von Wurmeiern über den Mund (orale Infektion). Insbesondere bei Kleinkindern ist Vorsicht geboten. Sie sind hygienisch noch nicht so bewandert und stecken sich auch mal Sand auf dem Spielplatz oder das Spielzeug des Hundes in den Mund. 

Häufige Überträger von Wurmeiern und somit Infektionsquellen:
  • Mit Wurmeiern behaftete Erde/ Sand oder Gestrüpp
  • Fress und Trinknäpfe (Vorsicht bei “Restaurant- Trinknäpfen”)
  • Gegenstände wie Spielzeug
  • Über das Fell streichen von infizierten Hunden & Katzen, in dem Wurmeier anhaften
  • Enger Kontakt mit Haustieren (Abschlecken, Schlafen im Bett, etc.)
  • Verunreinigte Lebensmittel, wie Obst und Gemüse

Welche Würmer sind für Menschen gefährlich?

Wurmarten, die sowohl vom Tier auf den Menschen übergehen können, als auch umgekehrt nennt man Zoonosen. Sie übertragen sich meist durch Schmierinfektion auf den Menschen und vor allem Kleinkinder und immungeschwächte Menschen älteren Semesters laufen Gefahr ernsthaft zu erkranken. 

Die meisten Hunde-Würmer​ und stellen ein Gesundheitsrisiko für Familienmitglieder und Tiere in der Umgebung dar. Aufgenommene Wurmeier entwickeln sich meist nur bis zum Larvenstadium weiter und bleiben in ihrer Entwicklung dann stecken. Trotzdem können sie durch ihr umherwandern in Organen erheblichen Schaden im menschlichen Körper anrichten.

Um sicher zu gehen, kannst du mit Hilfe einer Kotuntersuchung überprüfen, ob dein Hund gesund ist. Damit kein Wurmbefall unentdeckt bleibt nutze den vetevo Wurmtest bequeme von zuhause aus.

Was ist ein Wurmzyklus?

Der Wurmzyklus ist der Lebenszyklus eines Wurmes und beschreibt die Weiterentwicklung der Wurmstadien vom Wurmei über die Larve bis zum adulten “erwachsenen” Wurm. Dabei sind meist der Endwirt, der Zwischenwirt und manchmal auch ein Fehlwirt involviert.
  • Der Endwirt beheimatet das fortpflanzungsfähige “erwachsene” Parasitenstadium, also in diesem Fall den fertigen Wurm. Er scheidet Wurmeier aus, die über den Kot des Wirts in die Umwelt gelangen und dient somit der Verbreitung der “Parasitennachkommen”.
  • Die Besiedlung des Zwischenwirts dient bei manchen Würmern als Etappe zur Weiterentwicklung der Parasiten. Auch der Zwischenwirt kann mitunter sehr starke Symptome zeigen. Doch für die Entwicklung ist seine Besiedlung unabdingbar, denn sonst bleibt der Parasit im Wurmentwicklungszyklus stecken und wird nicht “erwachsen”.
  • Der Fehlwirt sollte eigentlich gar nichts mit dem Wurmzyklus zu tun haben. Denn hier hat sich der kleine Parasit verirrt und ein “falsches Opfer” befallen. Dort richten Parasiten meistens starke Schäden an.

Die Übersicht: Das große Wurm "WHO IS WHO"

Hier siehst du eine Übersicht der bedeutendsten Würmer, mit denen sich Hunde infizieren können. Da Ihr Entwicklungszyklus im "Inneren" verläuft werden sie auch Endo-Parasiten genannt.

Bandwürmer beim Hund 

Bandwürmer (Cestoden; aus dem altgriechischen mit Gürtel übersetzt) sind Parasiten, die zu den Plattwürmern (Plathelminthes) gehören. Sie befallen hauptsächlich den Darm, aber wandern über den Körper Zum Teil bis zum Gehirn und sind mit einem Saugnapf (Scolex) ausgestattet um sich festzuhalten.

Taenia spp. “der echte Bandwurm”

Der echte Bandwurm ist ein recht beeindruckender Bursche. Mit einer möglichen Länge von 10cm (so groß wie eine Maus) bis hin zu 250cm (so groß wie ein Pferd), kann er wirklich beträchtliche Ausmaße annehmen. Damit er es sich im Darm gemütlich machen kann, ist sein Kopf, die sog. Scolex, mit einem Hakenkranz, sowie Saugnapfstrukturen ausgestattet. Der erwachsene Wurm lebt am liebsten im Darm von Hunden, Katzen, Füchsen und auch dem Menschen. Er kann also durchaus mal von Hund auf's Herrchen und andersherum übertragen werden. Durch die Anheftung und Schädigung der Dünndarmschleimhaut kann es zu Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall kommen. 


Größe: von 10 cm -250 cm

  • Eier, Wurmteile mit Eiern (gravide Proglottiden) oder ganze Würmer werden über den Kot ausgeschieden
  • Eier werden direkt über das Maul (oral) oder über einen Zwischenwirt aufgenommen
  • Parasiten schlüpfen im Darm des Zwischenwirts
  • Parasiten gelangen über Lymph- und Blutgefäße in Organe und Muskeln des Zwischenwirts
  • In den Muskeln des Zwischenwirts bilden sich Kapseln im die Parasiten (Finnen) als Ruhestadium aus
  • Durch Verzehr von Rohfleisch gelangen Finnen in den “Endwirt”
  • Parasiten schlüpfen aus Finnen und entwickeln sich im Dünndarm des Endwirts zu erwachsenen Würmern die sich fortpflanzen. Dabei wird die Darmschleimhaut geschädigt.

Dipylidium caninum “der Gurkenkernbandwurm”

Der Gurkenkernbandwurm- der so groß wie eine oder zwei Gurken (bis zu 45 cm) wird- ist nach dem erfrischenden Gemüse benannt, weil seine Körpersegmente im Mikroskop mit gurkenähnlichen Strukturen gefüllt sind. Ebenso wie sein Kumpel, dem echten Bandwurm, hält er sich durch seinen besonderen Mundsaugnapf an der Darmschleimhaut der gleichen Endwirte (Hund, Katze, Fuchs, Mensch) fest. Einen sehr wichtigen Stellenwert trägt hier der kleine unscheinbare Floh, der als Zwischenwirt fungiert. Die Symptome sind ähnlich wie beim Befall des “echten Bandwurmes”. 


Neben der regelmäßigen Wurmkontrolle ist hier die Flohbekämpfung eine sehr wichtige therapeutische Maßnahme. Das kann unter Umständen das leidige Thema bei der ganzen Wurmbekämpfung sein, denn Flöhe verstecken sich in der kleinsten Ritze in der Umgebung des Endwirts und können dort, ohne Blut zu saugen, Monate ausharren. 


 Größe: bis 45 cm (so groß wie 1-2x Gurken)

  • Eier, Wurmteile mit Eiern (Funktionseinheiten, gravide Proglottiden) oder ganze Würmer werden mit dem Kot ausgeschieden
  • Eier werden von einer Flohlarve (Zwischenwirt) aufgenommen
  • Entwicklung zum Miniparasiten (Cystioccoid)
  • Floh wird über das Maul (oral) aufgenommen
  • Miniparasit entwickelt sich im Darm zum erwachsenen Wurm und greift dort die Darmschleimhaut an

Mesocestoides spp. “der Tonnenbandwurm”

Der Tonnenbandwurm, der je nach Durst so groß wie eine Bierdose oder Bierfass sein kann, lebt nicht nur im Darm, sondern wandert auch weiter im Körper herum und lässt sich in verschiedenen Organen nieder. Genauso schädlich wie die Bierdose, kann auch der Tonnenbandwurm gefährlich für die Leber sein. Ein vermuteter erster Zwischenwirt ist die Ameise, die über Maus und Co aufgenommen wird und dann vom Fuchs oder auch Hund, Katze oder auch selten dem Menschen (z.B. Schlangenleber in Asien) verzehrt wird. 


Da er durch seine Wanderung durch die Darmwand in die Körperhöhle kommt, kann es zur Schädigung von Organgeweben kommen, was zu Bauchfellentzündung und Flüssigkeitsansammlung im Bauchraum führen kann. Auch Bauchschmerzen und Durchfall sind beliebte Symptome.


Größe: 10-50 cm (so groß wie eine Bierdose)

  • Aufnahme eines besiedelten Zwischenwirtes (1. Ameise/ 2. Maus, Kleinsäuger, Vögel)
  • Parasit gelangt in den Darm des “Endwirtes” v.a. Fuchs, aber auch Hund, Katze, Mensch
  • Tritt durch die Darmwand in den Körper (Leibeshöhle) und andere Organe ( z.B. Leber) ein
  • Entwicklung zum erwachsenen Wurm und Fortpflanzung
  • Ausscheidung von Eiern und Wurmproglottiden

Echinococcus granulosus “der dreigliedrige Hundebandwurm”

Der dreigliedrige Hundebandwurm ist ein sehr spezieller Typ, der besonders bei Reisen in den Mittelmeerraum durch Verzehr von Finnen (larvenstadium) behafteten Rohfleisch oder dem “ach so leckeren Knabbern an Kadavern” eingeschleppt werden kann. Die mit Saugnapfmundstück ausgestatteten Würmer sind relativ klein- so groß wie ein Streichholzkopf- und haben zwei bis sechs Körpersegmente. Der Wurm pflanzt sich im Darm von Fleischfressern fort und kann dort Schleimhautveränderung, gefolgt von Bauchschmerzen und Durchfall, auslösen. 


Die größte Problematik jedoch besteht darin, dass sich im Zwischenwirt (besonders Schafe und Ziegen) aber auch im Fehlwirt, dem Menschen das Larvenstadium “Finne” ausbilden kann. Diese Zysten lagern sich in Gewebe, vor allem in die Leber ein, und zerstören es nach und nach. Geschädigtes Gewebe kann sich normalerweise nicht erholen. Jedoch können die Larven durch gezielte Therapie abgetötet werden und das Fortschreiten des Gewebeverlustes wird gestoppt.


Größe: 

 - bis zu 20 cm große Finnen (so groß wie ein Fußball) 

- 3-6 mm große Würmer (so groß wie ein Streichholzkopf)

  • Aufnahme eines besiedelten Zwischenwirtes (1. Ameise/ 2. Maus, Kleinsäuger, Vögel)
  • Parasit gelangt in den Darm des “Endwirtes” v.a. Fuchs, aber auch Hund, Katze, Mensch
  • Tritt durch die Darmwand in den Körper (Leibeshöhle) und andere Organe ( z.B. Leber) ein
  • Entwicklung zum erwachsenen Wurm und Fortpflanzung
  • Ausscheidung von Eiern und Wurmproglottiden

Echinococcus multilocularis “der Fuchsbandwurm”

Der Fuchsbandwurm ist wahrscheinlich einer der gefährlichsten Parasiten, die wir hier vorstellen. Ähnlich wie beim Hundebandwurm können beim Fehlwirt Mensch die gefährlichen eingekapselten Larvenstadien (Finnen) in Organen ausgebildet werden. Besonders in der Leber kommt es zu Zystenbildungen, die über die Jahre heranwachsen und lebensbedrohlichen Schaden anrichten können. Das größte Problem ist hierbei, dass eine Infektion nicht gestoppt werden kann. Wenn sich die kleinen Parasiten erst einmal in der Leber niedergelassen haben, verbreiten sie sich meist im ganzen Körper und finden ihren Weg auch ins Gehirn. 


Das Multiorganversagen kann nur herausgezögert werden. Eine Heilungschance ist nur in sehr seltenen Fällen möglich. Da Nager oftmals als Infektionsquelle dienen, ist es sehr wichtig, Hunde von Mäusen und Co. fernzuhalten. Sofern der Hund eine gewisse Nagervorliebe (ob tot oder lebendig) hat, sollte regelmäßig entwurmt werden. Hunde können sich aber auch direkt anstecken. Besonders bei Hunden die Zugang zu Waldgebieten haben bzw. Kontakt zu Füchsen und Fuchskot haben könnten, sollte man besonders aufpassen (z.B. Jagdhunde). Zum Glück ist die Verbreitung des Fuchsbandwurms in Deutschland unter Kontrolle, dank der regelmäßigen Entwurmung und Kontrolle der Fuchsbestände. Hoffen wir, dass es dabei bleibt!


Größe: 

 - bis zu 20 cm große Finnen (so groß wie ein Fußball) 

 - 1-3 mm großer Wurm (so lang wie eine Füllhaltermine)

  • Wurmteile mit Eiern (gravide Proglottiden) werden von Fuchs ausgeschieden
  • Zwischenwirt, meist Nager der Eier aufnimmtSeltene Ansteckung des Menschen mit Kontakt zu Fuchskot (akzidenteller Zwischenwirt)
  • Miniparasiten schlüpfen im Darm
  • Wanderung über Blutgefäße in andere Organe (besonders Leber und Lunge) und Muskeln
  • Bildung von Kammern (Zysten) als Ruhestadium
  • Aufnahme in den “Endwirt” Fuchs durch Verzehr der Nager,Hund und Katze können auch als Wirt fungieren (akzidenteller Wirt)
  • Zysten entwickeln sich im Darmtrakt zu erwachsenen Würmern und pflanzen sich fort

Hakenwürmer beim Hund 

Sie befallen den Darm und können durch den Körper in verschiedene Organe und Muskeln einwandern. Außerdem ernähren sie sich oftmals von Blut und können sogar zur Blutarmut führen.

Uncinaria stenocephala “der Fuchshakenwanderwurm”

Der Hakenwanderwurm der Füchse kommt bei 89% der Rotfüchsen vor und ist in unserer Klimazone auch unter unseren Hunden weit verbreitet. Der Wurm ist gerade mal so groß wie ein Fingernagel und gehören zu den so genannten “Wanderwürmern”. Sie machen ihrem Namen alle Ehre. Ihr Lieblingswanderweg führt sie schnurstracks durch die Darmschleimhaut weiter in die Lunge wo sie heranwachsen und hochgehustet werden. Es kann aber durch den Wanderweg und durch die Verletzung der Schleimhäute auch zu Durchfall und demzufolge zu Abmagerung führen. 


Der Zyklus des Hakenwanderwurm beinhaltet ebenfalls penetrierende Larve, die “Larva migrans cutanea”. Jedoch geht sie als Zoonoseerreger unbedeutend und geht nicht auf den Menschen über. 


 Größe: 5-15mm (so groß wie ein Fingernagel)

  • Eier werden beim Kotabsatz ausgeschieden
  • Larven schlüpfen in der Umwelt
  • Larven werden vom “Endwirt” aufgenommen, eventuell auch Übertragung auf Welpen durch die Muttermilch möglich
  • Entwickeln sich im Dünndarm zu erwachsenen Würmern und pflanzen sich fort
  • Wanderung durch die Darmwand in andere Organe

Ancylostoma caninum “der Hundehakenwanderwurm”

Ebenso wie sein Vetter, ist auch der Hundehakenwanderwurm ein Wanderliebhaber. Er ist ein kleines bisschen größer als der Fuchshakenwanderwurm, aber die Symptome sehen identisch aus. Hauptwirt ist hier meist der Hund und nicht der Fuchs! Eine weitere Übertragungsweg ist von der säugenden Hündin über die Milch auf die Welpen (laktogen). Deswegen ist es für die Gesundheit der Welpen sehr wichtig, dass die Hündin als auch die Welpen regelmäßig entwurmt werden. Nur so kann die gegenseitigen Ansteckung gestoppt werden. 


Der Hakenwanderwurm ist eine relevante Zoonose. In der Umgebung bildet sich eine Haut penetrierende Larve, die “Larva migrans cutanea”, die besonders beim barfußlaufenden Menschen eine zusätzliche Infektionsquelle darstellt. Sie kann über die Haut in den Körper eintreten und wandert dort in der Haut umher, was wiederum Entzündungen und Juckreiz verursacht. Jedoch kann der Parasit seine Entwicklung nicht vollständig beenden, denn der Mensch ist ein Fehlwirt. Die Larvenwanderung kann jedoch genau wie beim Endwirt Schaden anrichten. 


Größe: 5-20 mm (so groß wie ein Zehennagel)

  • Eier werden beim Kotabsatz ausgeschieden
  • Larven schlüpfen in der Erde und entwickeln sich zwei Larvenstadien (L1 bis L3) weiter
  • Larven werden vom “Endwirt” aufgenommen, oder wandern kutan durch die Haut ein (Larva migrans cutanae) 
    oder werden über die Milch (laktogen) vom Muttertier auf den Welpen übertragen werden 
    oder vom Menschen (Fehlwirt) aufgenommen und entwickeln sich nicht vollständig
  • Entwickeln sich im Dünndarm zu erwachsenen Würmern und pflanzen sich fort
  • Wanderung durch die Darmwand in andere Organe

Spulwürmer beim Hund

Spulwürmer (Ascaris) sind Parasiten, die zu den Fadenwürmern (Nematoden) gehören.Sie haben einen spindelförmigen Körper und eine Mundöffnung mit Lippen die der Anheftung dient. Spulwürmer befallen den Darm und können bis zu 50 cm groß werden. Einige Unterarten können sich durch die Darmwand bohren und in Organe einwandern. Ein sehr wichtiges Merkmal ist hier der kurze Entwicklungszyklus von vier Wochen. Ein relevanter Punkt wenn es zum Thema: “Entwurmung” kommt.

Toxocara canis “der Hundespulwurm”

Der Hundespulwurm ist so lang wie ein Bleistift. Er hat ein hohes “zoonotisches Potential”, denn anders seinem Namen zur Folge, befällt er zahlreiche Endwirte und nicht nur Hunde. Dazu zählen Katzen, Waschbären, Affen, Schweine und eben auch Menschen. Menschen können sich auch über mit Eiern kontaminiertes Fell der Hunde anstecken. Er ist so lang wie ein Bleistift. Zwischenwirte sind Nagetiere, die die infektiösen Eier länger am Leben erhalten und wiederum vom Hund, ob lebend oder tot, verspeist werden. Ebenso wie bei den anderen Wanderwürmern gibt es die Zwischenform der “Larva migrans cutanae”. Der Parasit wandert durch den Körper und es kann z.B zu Lungenentzündung oder sogar zu Erblindung durch Einwanderung in das Auge kommen (auch beim Menschen). Eine weitere relevante Ansteckungsquelle ist die laktogene Übertragung durch die infizierte Mutter. Hier wird der Parasit durch die Milch weitergegeben. 


Größe: 9-18 cm (so groß wie ein Bleistift lang ist)

lebensweg Hundespulwurm Entwicklungszyklus
  • Eier werden beim Kotabsatz ausgeschieden
  • Larven entwickeln sich im Boden oder im Zwischenwirt
  • Larven werden über das Maul (oral) über den Boden oder den Verzehr des Zwischenwirtes aufgenommen
  • Entwickeln sich im Dünndarm des Endwirtes zu erwachsenen Spulwürmern und pflanzen sich fort
  • Ein Teil der Larven wandert durch die Darmwand in andere Organeund sie können auch über die Milch (laktogen) vom Muttertier auf den Welpen übertragen werden

Peitschenwürmer beim Hund

Spulwürmer (Ascaris) sind Parasiten, die zu den Fadenwürmern (Nematoden) gehören.Sie haben einen spindelförmigen Körper und eine Mundöffnung mit Lippen die der Anheftung dient. Spulwürmer befallen den Darm und können bis zu 50 cm groß werden. Einige Unterarten können sich durch die Darmwand bohren und in Organe einwandern. Ein sehr wichtiges Merkmal ist hier der kurze Entwicklungszyklus von vier Wochen. Ein relevanter Punkt wenn es zum Thema: “Entwurmung” kommt.

Trichuris vulpis “der Hundepeitenschenwurm”

Der Hundepeitschenwurm ist ein echter Überlebenskünstler und hat den wohl einfachsten Entwicklungsszyklus. Er siedelt sich im Dünn- und Dickdarm hauptsächlich von Hunden an und kann (muss nicht) der Auslöser von Durchfall sein. Meist wird er erst monatelang nach einer Infektion bemerkt und kann sogar bis zu sechs Jahre in der Umgebung überleben. 


Der lange und dünne Vorderkörper mit kurzem und dickem Hinterkörper, der am Ende spiralig eingerollt ist, lässt auf die Peitschenform schließen. Der bis zu 8 cm lange Parasit kann außerdem nicht nur unsere Haustiere befallen, sondern auch auf den Menschen übergehen.Größe: 4-8 cm lang (so lang wie ¼ einer Pferdepeitsche)


Größe: 9-18 cm (so groß wie ein Bleistift lang ist)

lebensweg Hundepeitschenwurm Entwicklungszyklus
  • Eier werden beim Kotabsatz ausgeschieden und können bis zu 6 Jahre überleben
  • Larven entwickeln sich im Boden (können bis zu 6 Monate überleben)
  • Larven werden über das Maul (oral) aufgenommen
  • Entwickeln sich im Darm zum erwachsenen Wurm und pflanzen sich fort

Lungenwürmer beim Hund

Lungenwürmer bestehen aus einer Gruppe von verschiedenen Fadenwurmarten: Aelurostrongylus, Crenosoma, Dictiocaulus und Rhabdias.Oftmals gibt es Zwischenwirte wie Schnecken die als Infektionsquelle dienen.Sie befallen den Darm und wandern als Larven über die Blut- oder Lymphgefäße in die Lunge. Nachdem sie hochgehustet und abgeschluckt werden (Tracheale Wanderung) gelangen sie wieder in den Darmtrakt.

Angiostrongylus vasorum “der große Lungenwurm- französischer Herzwurm”

Der große Lungenwurm, oder auch französischer Herzwurm genannt, befällt sowohl die Lunge als auch das Herz. Im ausgewachsenen Stadium ist er ca. 2 cm lang. Durch den Befall kommt es zu Symptomen wie Husten, Atemnot und Nasenausfluss aber auch Kreislaufstörungen durch Herzvergrößerung. Der Hund magert ab und ist schwach.Um das Ansteckungsrisiko zu minimieren sollte hier besonders auf die mögliche Übertragung durch Schnecken geachtet werden. Meidung solcher Gebiete als Prophylaxe und/oder die Entwurmung ist als Therapie sehr sinnvoll!Bisher waren Lungenwürmer in Deutschland nicht vorzufinden, sondern eher im Nachbarland Frankreich. Jedoch scheint es in den letzten Jahren einen “Vormarsch” zu geben und immer mehr Praktiker berichten über Lungenwurm-Fälle. Sehr wichtig ist außerdem, dass die adulten Würmer für Jahre im Hund überleben können. 


Größe: ca. 2 cm (so groß wie ein halbes Schnapsglas)

lebensweg Hundepeitschenwurm Entwicklungszyklus
  • Infiziertes Tier scheidet Larve über den Kot aus
  • Larve dringt in einen Zwischenwirt (Schnecke) ein
  • Schnecke wird von “Endwirt” gefressen
  • Larve gelangt in den Darm und über die Darmschleimhaut in die Lymphknoten
  • Wanderung über das rechte Herz und in die Lungenarterie in die Lunge
  • Entwicklung zum erwachsenen Wurm
  • Die Larven werden hochgehustet und wieder abgeschluckt. Wieder im Darmtrakt angelangt pflanzt der Lungenwurm sich fort und scheidet Larven aus.

Crenosoma vulpis “der kleine Lungenwurm- Fuchs-Lungenwurm”

Der kleine Lungenwurm ist mit 1,5 cm nur ein Stückchen kleiner als sein Vetter. Der Fuchs, aber auch Hund, Wölfe, Dachshunde und andere Fleischfresser können sich infizieren. Nachdem die Larve durch die Darmschleimhaut in den Körper eintritt, geht die Wanderung über die Blutgefäße zum Herzen und weiter in die Lunge. Dort lässt er sich nieder und wächst heran, was zu schweren Symptomatiken wie Lungenentzündung und starkem Husten führen kann. Immer wieder werden Würmer hochgehustet und mit der Spucke ausgespuckt oder wieder abgeschluckt. Appetitlich ist was anderes! 


Größe: 1,5 cm (so groß wie eine Stecknadel)

lebensweg lungenwurm Hund Entwicklungszyklus
  • Infizierter Fuchs scheidet Larve aus
  • Die Larve dringt in einen Zwischenwirt (Schnecke) ein
  • Schnecke wird von “Endwirt” gefressen
  • Larve gelangt in den Darm und über die Darmschleimhaut in die Blutgefäße
  • Wanderung über Leber ins rechte Herz, die Lungenarterie bis hin in die Lunge
  • Entwicklung zum erwachsenen Wurm
  • Beim Hochhusten wird er wieder abgeschluckt und gelangt wieder in den Darmtrakt wo er sich fortpflanzt

Herzwürmer beim Hund

Wie der Name vermuten lässt ist der große Lungenwurm aka der französische Herzwurm “Angiostrongylus Vasorum” nicht nur zu den Lungenwürmern, sonder auch zu den herzbefallenden Würmern zu zählen (s.o). 

Der Herzwurm ist ein Parasit, der zu den Fadenwürmern (Nematoden) gehört.Die infektiösen Larven werden Mikrofilarien genannt und über den Stechakt von Mücken übertragen. Der Lebenszyklus des Parasites ist also abhängig von den kleinen Insekten (obligat zweiwirtig). Der Parasit wandert über den Blutweg in das Herz ein und kann dort bis zu 30 cm groß werden.

Dirofilaria immitis “der Herzwurm”

Der Herzwurm, hört sich eigentlich sehr romantisch an! Aber das ist er leider ganz und gar nicht!Denn er ist unbehandelt ein echter Killer! Hunde, Katzen, Füchse und auch der Mensch können sich über einen Mückenstich mit dem Miniparasiten infizieren, der sich seinen Weg bis zum Herzen bahnt und dort heranwächst. Durch die Zunahme an Größe nimmt die Belastung des empfindlichen Organs zu und es kann bei akuten Fällen bis hin zu Herzrhythmusstörungen kommen. Hier ist die Zeit ein sehr wichtiger Faktor. Denn wenn der Parasit noch klein ist, dann ist die Infektion gar nicht so schlimm. Durch eine Entwurmung wird er abgetötet und kann keine weiteren Schäden veranlassen. Wenn er jedoch groß geworden ist, dann ist selbst die Abtötung eine große Gefahr weil Blutgefäße dadurch verstopft werden könnten. 


In Deutschland gibt es jedoch bisher sehr wenige Fälle, da die Überträgermücke eher im Mittelmeerraum umher flattert. Bei Urlauben mit dem Hund oder Adoption aus dem Ausland sollte man jedoch schon mal daran denken! 


 Größe: bis zu 30 cm (so groß wie ein Kochlöffel)

lebensweg herzwurm Hund Entwicklungszyklus
  • Mücke saugt Blut eines Infizierten Tieres und nimmt den Miniparasiten (Mikrofilarien) auf
  • Miniparasit entwickelt sich in der Mücke zur Larve
  • Beim Stechakt wird die Larve auf den “Endwirt” übertragen
  • Die Larve gelangt über das Blut zum Herzen, entwickelt sich zum erwachsenen Wurm und pflanzt sich fort
  • Die infektiösen Nachkommen (Mikrofilarien) gelangen in die Blutbahn und werden von der nächsten Stechmücke aufgenommen

vetevo- Fazit “Wurm Who is Who”

Würmer… Ich hoffe, dass wir Ihnen durch unser “Wurm Who is Who” einen kleinen Einblick in die Variationen der verschiedenen Wurmleben geben konnten.

Zwar kann man sie nicht immer sehen, aber es gibt sie! Und leider öfters als man denkt! Der Begriff Zoonose ist in diesem Beitrag regelmäßig gefallen. Und genau das sollte Ihnen im Kopf bleiben. Denn Würmer können nicht nur für Ihren vierbeinigen Begleiter ein Risiko sein, sonder auch für Sie und Ihre Kinder.Die Folgen einer Parasitenerkrankung auf den gesamten Körper sind nicht gerade angenehm.In ganz extremen Fällen kann es bis hin zu Gehirnschädigungen kommen, was natürlich definitiv zu den "Grusel- Stories" gehört.

Daher ist es wichtig, dass Sie die Symptome und Anzeichen Ihres Hundes richtig deuten.

Schauen Sie sich regelmäßig den Kot an und bleiben Sie aufmerksam bei Veränderungen in Konsistenz, Farbe des Kotes und wie oft am Tag dieser abgesetzt wird.
Auch ständiges Kratzen, Schubbern, Jucken ("Schlittenfahren") und Belecken des Allerwertesten kann ein Zeichen des Wurmbefalls sein. Wurmeier und -larven im Kot können auch durch eine mikroskopischen Untersuchung entdeckt werden. Mit einer regelmäßigen Wurmkontrolle verhindern Sie nicht nur das Infektionsrisiko für den Menschen und andere Hunde, sondern Sie halten auch die Umgebung sauber. 

 vetevo - Aus Liebe zum Tier.

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