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Die Kotuntersuchung auf Parasiten

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Kotuntersuchungen werden immer beliebter. Denn du entwurmst nur im Bedarfsfall wenn ein Befund vorliegt. Und zwar mit dem richtigen Wirkstoff.

Eine Wurmkur ist nur dann nötig, wenn ein Wurmbefall vorliegt. Eine prophylaktische Gabe funktioniert nicht, weil durch die Wurmkur nur die zum Zeitpunkt der Verabreichung vorhandenen Würmer abgetötet werden. Die Wurmkur wirkt also niemals vorbeugend, wie es beim Floh- oder Zeckenschutz der Fall ist.

Blindes Entwurmen kann zudem zu Resistenzen führen. Idealerweise verabreichst du deinem Hund also nur dann eine, wenn im Kot Wurmeier oder Wurmlarven nachgewiesen wurden.

Wie genau das Testverfahren erfolgt und was du beim Sammeln der Proben beachten solltest, erfährst du hier.

Inhaltsverzeichnis:

Tipps zum Sammeln der Proben

Die Kotprobe wird im Labor auf Parasiten geprüft. Damit die Proben möglichst frisch im Labor ankommen, solltest du Folgendes beachten.

Sammle den Kot deines Hundes an drei aufeinanderfolgenden Tagen. Das ist besonders wichtig, denn Würmer scheiden nicht täglich Eier aus. Sammelst du an mehreren Tagen, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass Wurmeier auch gefunden werden, wenn vorhanden.

Jede Probe sollte mindestens walnussgroß sein.

Lagere die Proben eins und zwei bei 2 – 8 °C. Falls du eines unserer Parasitentest bekommen hast, wirf die drei Proben in der mit dem Rücksende-Etikett versehenen Probenbox zeitnah in den Briefkasten.

Wichtig: Du solltest achten, den Kot direkt nach dem Absetzen aufzusammeln. Es kann sonst passieren, dass Parasiten aus dem Boden oder von anderen Tieren auf den Kot übergehen. Die Folge wäre ein verfälschtes Ergebnis.

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Die einzelnen Testverfahren: Was passiert im Labor?

Nachdem die Kotprobe im Labor angekommen ist, gibt es verschiedene Methoden, den Kot zu untersuchen. Die Testverfahren sind sehr unterschiedlich, denn es gibt nicht nur verschiedene Wurmarten, sondern auch einzellige Parasiten wie Giardien und Kokzidien, mit denen sich dein Hund infizieren kann. Eine Kotuntersuchung wird dank folgender Verfahren durchgeführt:

  • Flotation
  • Sedimentation
  • Kombinierte Sedimentation / Flotation
  • Giardien Antigentest
  • McMaster Eizählung

Flotation

Die Flotation ist eine Technik, bei der der Kot des Tieres von den Parasiten beziehungsweise ihren Eiern und Larven getrennt wird. Dabei entnimmt man einen Teil der Kotprobe und gibt ihr eine sogenannte Flotationslösung hinzu, die eine höhere Dichte als die Wurmeier und Larven hat.

Dazu wird zum Beispiel Kochsalz-, Zucker- oder Zinksulfatwasser genutzt. Nachdem der Kot und die Lösung miteinander vermengt wurden, wartet man eine Weile. Die Wurmeier und Larven beginnen, an der Oberfläche zu schwimmen, während sich die Kotpartikel am Boden des Gefäßes absetzen.

Das Ganze kann man sich gut am Beispiel vom Meer vorstellen: Die Wurmeier oder die Larven sind wie Treibholz, sie haben eine geringe Dichte und schwimmen an der Wasseroberfläche. Die Kotpartikel sind wie kleine Muscheln und Steine, die sich am Boden absetzen.

Die Flotation ist also eine einfache Methode, die Nachkömmlinge der Parasiten vom Kot zu trennen ohne sich „die Hände schmutzig zu machen“. Im Anschluss werden auf ein Objektträger pipettiert und mit dem Mikroskop betrachtet.

Sedimentation

Mit diesem Verfahren können verschiedene Parasiten, zum Beispiel Saugwürmer (Trematoden), anhand ihrer Eier nachgewiesen werden. Dazu nutzt man aus, dass manche Parasiteneier eine höhere Dichte als beispielsweise Leitungswasser haben und somit absinken.

Dafür wird zunächst die Kotprobe mit Leitungswasser vermischt. Danach einige Minuten warten. Im Anschluss werden die groben Kotbestandteile durch ein Sieb abgenommen und die Probe erneut mit Leitungswasser aufgefüllt. Man wartet wieder einige Minuten, damit die Eier in den unteren Teil der Flüssigkeit sinken können.

Danach gießt man den oberen Teil der Flüssigkeit, in dem sich die “unbrauchbaren” Kotpartikel sammeln, ab und wartet erneut. Dieser Vorgang wird wiederholt bis sich potenziell alle Eier am Boden gesammelt haben. Das nennt sich "Sediment".

Schließlich wird ein Stoff hinzugegeben, der die Wurmeier anfärbt. Durch den Kontrast werden die ungefärbten Wurmeier ebenfalls auf einem Objektträger unter dem Mikroskop sichtbar gemacht.

 

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Kombinierte Sedimentation / Flotation

Um eine noch genauere Analyse vorzunehmen, werden die beiden oben genannten Verfahren kombiniert. Dazu gibt man zuerst die Kotprobe in ein Sieb. Wenn der Kot sehr fest ist, verdünnt man ihn mit Wasser, indem man den Kot mit hartem Wasserstrahl durch den Sieb schleudert.

Das daraus entstandene Kotwasser gießt man in ein Becherglas. Man lässt dann das Kotwasser zwischen 30 Minuten und anderthalb Stunden sedimentieren. Den Überstand gießt man ab, bis 1 ml Sediment übrig bleibt.

Dann kommt es in ein Zentrifugenröhrchen, man füllt eine Flotationslösung dazu, schmeißt die Zentrifuge für 3 bis 5 Minuten an und sollten Würmer oder Parasiten in der Probe sein, kann man sie nun erkennen.

Giardien Antigentest

Mit diesem speziellen Test werden Giardien beim Hund (Protozoen = Einzeller) diagnostiziert.

Wir nutzen ein modernes Testverfahren, das auf einem ähnlichen Prinzip wie das ELISA Verfahren (Enzyme-linked Immunosorbent Assay) basiert. Es macht sich das Schlüssel-Schloss-Prinzip zunutze. Der Schlüssel ist ein Antigen und das Schloss ist der Antikörper.

In dem Schnelltest befinden sich viele Antikörper, welche mittels dieses Schlüssel-Schloss-Prinzips die nachzuweisenden Giardienzysten (Antigene) binden und diese Bindung mithilfe einer chemischen Reaktion farblich kenntlich machen.

McMaster Eizählung

Mit diesem Verfahren wird eine Zählung der Eier (Eizahl pro Gramm, kurz EpG-Wert) durchgeführt. Das heißt, die Eier werden mithilfe einer Zählkammer unter dem Mikroskop gezählt. Dieses Verfahren setzen wir allerdings nur bei Pferden ein.

So kann die Befallsstärke ermittelt und bei positivem Befund die Wirksamkeit der Entwurmung anhand des Vergleichs der Anzahl der Wurmeier vor und nach der Entwurmung überprüft werden.

Du sammelst daher 10-14 Tage nach der Entwurmung erneut Kot und erhältst von uns einen entsprechenden Vergleich der Werte vor und nach der Wurmkur.

 

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Was tun bei einem Parasitenbefall?

Sollte das Ergebnis der Kotuntersuchung positiv sein, so empfehlen wir dir den passenden Wirkstoff, passende Handlungsmaßnahmen und geben dir Hygiene-Tipps. Denn nicht jede Wurmkur wirkt auch gegen jeden Wurm.

Die Wurmkur tötet sodann die Parasiten ab. Die toten Würmer und ihre Eier werden ausgeschieden und dein Vierbeiner ist nach etwa 24 Stunden parasitenfrei. Allerdings ist das Risiko einer erneuten Ansteckung hoch, denn die Wurmeier überleben lange in unserer Umgebung.

So kann es vorkommen, dass dein Hund sich direkt nach der Wurmkur erneut mit Wurmeiern in Berührung kommen und sich anstecken. Daher ist hier Hygiene das A und O.

Achtung: Flöhe dienen als Zwischenwirte für einen der häufig vorkommenden Bandwürmer: Dipylidium caninum. Der Bandwurmbefall kann erneut auftreten. Deswegen solltest du sowohl Flöhe bekämpfen als auch an die Entwurmung denken.

Wie oft sollte eine Kotuntersuchung erfolgen?

Wie oft du bei deinem Hundeine Kotuntersuchung machen solltest, hängt vom individuellen Ansteckungsrisiko ab. Dieses Risiko wird durch Faktoren wie Alter, Haltung oder Ernährung beeinflusst.

Das Intervall zwischen den Kotuntersuchungen sollte sich an dem Entwurmungsschema nach den ESCCAP-Empfehlungen orientieren. Sogenannte falsch negative Ergebnisse können in seltenen Fällen trotzdem auftreten. Falsch negativ bedeutet, dass im Test zwar keine Würmer nachgewiesen werden, aber trotzdem Würmer da sind.

Eine Ursache für dieses Problem ist die Präpatenzzeit. Das ist die Zeit zwischen der Aufnahme von Wurmeiern oder -larven bis zu dem Zeitpunkt, wo die Würmer ausgewachsen sind und wieder Eier produzieren, die dann im Kot nachgewiesen werden können (in der Regel vier Wochen).

Das bedeutet, dass im Falle einer Wurminfektion die Würmer erst mit zeitlicher Verzögerung nachgewiesen werden können. Der Hund ist erst zu diesem Zeitpunkt eine mögliche Infektionsquelle für Artgenossen oder Menschen.

Aus der Überlegung ergibt sich, dass zwischen den Kotuntersuchungen keine allzu lange Zeit vergehen sollte. Wenn du ganz sichergehen möchtest, gib 14 Tage nach dem ersten Test eine zweite Untersuchung in Auftrag.

vetevo Fazit

Mit der einer Kotuntersuchung ersparst du deinem Hund, wenn keine Würmer nachgewiesen werden, eine unnötige Medikamentengabe. Das trifft bei Hunden in 88% der Fälle zu. Außerdem kann nach einem Test der passende Wirkstoff eingesetzt werden.

Erst testen - dann handeln.

vetevo - aus Liebe zum Tier.