Azawakh


Der Azawakh, auch Tuareg-Windhund genannt, ist eine Hunderasse, die von den Nomaden derSahelzone als Jagd-, Wach- und Schutzhund gehalten wird. Der Azawakh ist ein eleganter, mittelgroßer,glatthaariger Windhund mit einer hoch aufgerichteten Silhouette und „gotisch“ anmutenden Umrissen. Erist der jüngste Spross innerhalb der orientalischen Windhundfamilie in Europa. Obgleich es sich um einealte und im Ursprungsland in Hochzucht gehaltene Rasse handelt, nahm die europäische Kynologie erstetwa 1968 von ihr Kenntnis. Zu dieser Zeit wurden die ersten Exemplare nach Frankreich und nachJugoslawien eingeführt. Aus ihren Nachzuchten und vereinzelten Direktimporten ab 1985 nach Mittel-und Westeuropa, rekrutiert sich der größte Teil der Azawakh-Population Europas.


In Deutschland hat sich der Azawakh seit seiner Einführung 1975 rasch einen festen Platz innerhalb derWindhundrassen sichern können. Der Grund für diese erfreuliche Entwicklung liegt wohl in der Rasseselbst begründet. Für einen Windhund ist der Azawakh gut erziehbar, auch wenn dies manchmal Geduldund Einfühlungsvermögen erfordert. Seine wache Intelligenz registriert die kleinsten Nuancen in derStimmung seines Besitzers: er reagiert schon auf eine kleine Geste oder eine Tonlage in der Stimme.Andererseits ist er selbst feinfühlig und sensibel und vermag mit seiner Körperhaltung und seinemdunklen, ausdrucksvollen Auge eine ganze Skala von Befindlichkeiten mitzuteilen. Eine zu harte Handoder gar eine Dressur können ihn anhaltend kränken und machen ihn ängstlich und unsicher.


Bietet man ihm seinen täglichen Auslauf und seine Bewegung, dann ist er ein ausgeglichener undruhiger Hund und kann auch in einer Etagenwohnung gehalten werden. Doch wehe wenn er einjagdbares Wild entdeckt hat, dann ist er mitunter schwer wieder in seinem Jagdeifer zu bremsen. Einegute Alternative bietet das Rennen auf der Rennbahnen, was dankbar von den Hunden angenommenwird. Ihre Jagdleidenschaft macht sie zu leicht auszubildenden Rennhunden, die mit wahrer Hingabe das„Hasenfell“ hetzen.


Quelle:

Der Text wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von:

FERAGEN GmbH
Labor für genetische Veterinärdiagnostik
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